Schnelleinstieg Reader

Home|Suche|Friedolin|Webmail de

Wortmarke FSU

Leitbild der Wissenschaftsentwicklung an der Universität Jena


Die Friedrich-Schiller-Universität hat ihre Schwerpunktbereiche der Forschung in den vergangenen Jahren inhaltlich fokussiert und neu organisiert. Fünf Schwerpunktbereiche der Forschung wurden 2006 eingerichtet und 2008 mit einer Organisationsstruktur versehen. Sie bestimmen das interdisziplinäre Forschungsprofil der Universität. Mit der weiteren inhaltlichen und organisatorischen Stärkung sowie Vernetzung der Schwerpunktforschung wurden zusätzliche universitätsinterne Fördermaßnahmen zur Unterstützung von Projektvorhaben außerhalb (bzw. am Rande) der Schwerpunkte eingeführt, wobei für alle hohe Qualitätsmaßstäbe gelten. Ziel ist es, die Spitzenforschung innerhalb, aber auch außerhalb der Schwerpunktforschung auszubalancieren, um damit im Prozess der Profilbildung in Forschung und Lehre auf neue, herausfordernde Forschungsthemen flexibel reagieren und das universitäre Forschungspotenzial optimal entfalten zu können.

12 Thesen

  1. Eine Voraussetzung für Spitzenleistungen ist die kreative Auseinandersetzung mit herausfordernden Forschungsfragen. Die Lösung von Problemen und die Beantwortung von Forschungsfragen werden in einem "Forschungsdreieck", bestehend aus Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Grundlagenforschung und produktorientierter Anwendungsforschung, vorgenommen. Die FSU sieht ihre Aufgabe vorrangig in der Grundlagenforschung.
  2. Die Profilbildung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung aller Universitätsangehörigen. Alle Wissenschaftsdisziplinen sollen Ideengeber für Trend bestimmende Innovationen sein und so zur Stärkung der Spitzenforschung beitragen.
  3. Das Prädikat "Spitzenforschung" kann nur im internationalen Maßstab errungen werden. Die Forschungsstärken vor Ort und die Einbettung dieser Stärken in internationale Forschungsnetze soll in zunehmendem Maße die Durchsetzungskraft im internationalen Wettstreit um die besten Forschungsideen und -ergebnisse erhöhen.
  4. Die zu lösenden Probleme und die daraus resultierenden Forschungsfragen sind interdisziplinär. Interdisziplinarität ist das forschungsleitende Prinzip der FSU. Interdisziplinariät stellt höchste Ansprüche an Fachlichkeit und Disziplinarität. Interdisziplinäre Forschungsnetzwerke tragen maßgeblich zur Profilbildung und zur Konkurrenzfähigkeit der Forschung gerade auch der Fächer und Disziplinen bei.
  5. Die institutionelle Ordnung, die Strukturen und die Organisationsformen der Forschung richten sich nach der Forschungsentwicklung und entwickeln sich mit ihr. Die Schwerpunktbereiche der Forschung waren und sind die Kristallisationskerne des interdisziplinären Forschungsprofils der FSU. 
  6. Die Ausgewogenheit zwischen exzellenter Schwerpunktforschung und Einzelforschung gewährleistet angemessene zeitliche Entwicklungsperspektiven, die notwendige Flexibilität für die Gestaltung von Forschungsprozessen, für das Aufgreifen neuer Forschungsfragen sowie für interdisziplinäre Kreativität. 
  7. Interdisziplinäre Forschungsnetzwerke innerhalb und außerhalb der Schwerpunktbereiche sind struktureller Ausdruck der engen Zusammenarbeit innerhalb der Universität und mit ihren außeruniversitären Partnern, die durch Zentren- und Clusterbildung auf Zeit eine angemessene Bestands- und Entwicklungsperspektive erhalten.
  8. Forschung folgt eigenen wissenschaftlichen Gesetzen. Das Neue kann nicht organisiert, die Rahmenbedingungen für das Hervorbringen von Innovationen müssen jedoch optimal gestaltet werden. Die dafür notwendigen inhaltlichen und strukturellen Reform- und Umbaumaßnahmen wurden bisher und werden weiterhin durch die Anpassung von wissenschaftsadäquaten Organisations-, Kommunikations- und Leitungsstrukturen unterstützt.
  9. Forschungsinnovationen basieren auf neuen Ideen und Problemlösungen der am Forschungsprozess Beteiligten. Durch eine profilorientierte Berufungspolitik, die die außeruniversitären Forschungseinrichtungen einbezieht und die forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG berücksichtigt, sowie durch ein integratives Konzept der Nachwuchsförderung, das alle wissenschaftlichen Qualifizierungsphasen umfasst, will die FSU ihre Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb um die besten Köpfe weiter erhöhen.
  10. Die Maßnahmen der Qualitätssicherung an der FSU sind wissenschaftsadäquat und dienen der Erhöhung der Leistungsfähigkeit, der Organisationsfähigkeit, der Veränderungs- und Integrationsfähigkeit sowie der Risikofähigkeit der Forschung. Die neue Quantität und Qualität der Vernetzung innerhalb und außerhalb der interdisziplinären Schwerpunktbereiche, die Zentren- und Clusterbildung, die profilorientierte Berufungspolitik und die integrierte Nachwuchsförderung bedingen neue Formen und einen höheren Grad der Verzahnung der Qualitätssicherung.
  11. Forschungsorientierte Lehre ist eine Voraussetzung für die Nachhaltigkeit universitärer Profilbildung. Forschungsstrategie und Lehrkonzept müssen deshalb in ständigem Dialog aufeinander bezogen und fortentwickelt werden.
  12. Forschung ist an ethische Grundsätze gebunden, wie sie für die Friedrich-Schiller-Universität in ihrer Grundordnung niedergelegt sind. Sie gewinnt in beständiger und professioneller Reflexion dieser Grundsätze nicht nur Orientierung an den normativen Grundlagen der Gesellschaftsentwicklung, sondern wird darin dem kreativen und kritischen Auftrag der Universität als Ideengeberin, Vordenkerin und Frühwarnsystem der Gesellschaft gerecht.
Unibund Halle - Leipzig - Jena Coimbragroup Partnerhochschule des Spitzensports