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Prof. Dr. Jochen Lehmann - Forschung


Forschungsgebiete der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. J. Lehmann
 
Die Gruppe ist medizinisch-chemisch orientiert
 
Dopaminrezeptor-Liganden sind potentielle Psychopharmaka und gleichzeitig "tools" um Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Signaltransduktion im psychotischen Geschehen und angrenzenden Bereichen zu betreiben. Die Gruppe hat kürzlich mit dem Benzo-indolo-azecin LE 300 einen strukturell völlig neuartigen Dopamin-Rezeptor-Antagonisten mit Präferenz zu den Subtypen D1/D2 entwickelt (J. Med. Chem. 2000, 43 (10), 2079-2081; see also: Drug Discovery Today 2000, 5(9), 428.), der ab 2001 allen interessierten Arbeitsgruppen als "tool" zur Verfügung steht (Sigma RBI; Alexis, Tocris). Activity-guided soll hier durch Strukturvariation (Substituentenvariation, Ringverengung, Ringerweiterung, "Abspecken", "Dimerisierungen", etc.) die Weiterentwicklung erfolgen. Mit Hilfe der am Haus etablierten in-vitro screening-Möglichkeiten - Radioligand-Bindungsstudien an klonierten Rezeptorsubtypen, Calcium-Assay, cAMP - sollen darüber hinaus weitere, strukturell andersartige Dopamin-Rezeptor-Liganden, und damit neue potentielle Psychophamaka,  gesucht werden, mit dem Ziel einer hohen Subtyp-Selektivität.
 
Neue molekulare Quellen für Stickstoffmonoxid, einem aktuellen (Nobelpreis 1998) endogenen Botenstoff, werden synthetisiert und analytisch sowie pharmakologisch charakterisiert: Nitrat-Thiol-Hybride als "bessere", toleranzarme Nitrate, Dihydropyridin-Nitrat-Hybride als Kombination zweier Herz-Kreislauf-aktiver Prinzipien, NSAID-Nitrat-Hybride als gastro-intestinal schonendere Antirheumatika und neue Diazeniumdiolate als direkte NO-Donoren ("solid NO"). Hinzu kommen Geäteentwicklung für verbrauchskontrollierte Reaktionen mit NO (NOtizer) und die NO-Messung durch Laser-Magnet-Resonanz-Spektroskopie.
 
Die Suche nach Wirkstoffen zur Behandlung der vaskulären und der Alzheimer-Demenz ist ein neues, sehr kompetitives Forschungsgebiet. Alle Abeitskreise am Institut für Pharmazie beteiligen sich am Alzheimer-Projekt. Im Zusammenhang mit typischen Alterskrankheiten sollen daneben potentielle endogene apoptotische Parkinson-Induktoren im Rahmen eines intrernationalen EU-Projektes.
 

 

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