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Musterstudenten

An (fiktiven) beispielhaften Studienverläufen werden einzelne Bestimmungen zu den Langzeitstudiengebühren erläutert:

1. Studiengangwechsel/Auslandssemester
Fritz Schiller
nimmt im WS 96/97 ein Studium im Studiengang Rechtswissen-schaften (Abschluss Staatsexamen) auf. Im Laufe des zweiten Semester kommt er zu der Überzeugung, dass Jura wohl nicht das Richtige für ihn sei und schreibt sich zum WS 97/98 für den Studiengang Magister 'Politikwissenschaft/Soziologie' ein. Im WS 99/00 lässt er sich für einen Studienaufenthalt an einer ausländischen Hochschule beurlauben und meldet sich zum SS 2000 an der FSU zurück.

Für Fritz Schiller ist folgende Berechnung maßgebend:
A. Die Regelstudienzeit (RSZ) des gegenwärtigen Studienganges (Magister) beträgt lt. Prüfungsordnung (PO) 9 Semester. Ferner stehen ihm 4 sog. Toleranzsemester zur Verfügung. Die gebührenfreie Studienzeit ist somit mit 13 Semestern bemessen.
B. Mit der Immatrikulation im WS 96/97 werden bis einschl. WS 02/03 keine Gebühren fällig. Da der Studiengangwechsel zum Ende des zweiten Semesters erfolgte, bleiben die beiden ersten Semester unberücksichtigt, d.h. die gebührenfreie Zeit verlängert sich bis einschl. WS 03/04. Ebenso bleibt das Urlaubssemster ohne Berücksichtigung. Die gebührenfreie Studienzeit verlängert sich wiederum bis einschl. SS 2004.

 

2. Studiengangwechsel/Auslandssemester
Hans Hölderlin
nimmt im WS 96/97 ebenfalls ein Studium der Rechtswissenschaften auf. Erst im vierten Semester kommt er zur gleichen Überzeugung wie Fritz Schiller und schreibt sich  im WS 98/99 für den Studiengang BWL (Diplom) ein. Im WS 99/00 verbringt er ebenfalls einen Studienaufenthalt im Ausland, lässt sich aber nicht formell beurlauben. Zum SS 2000 meldet er sich zurück

Für Hans Hölderlin ist folgende Berechnung maßgebend:
A. Die RSZ für BWL beträgt lt. PO 9 Semester. Ferner stehen ihm auch 4 Toleranzsemester zu. Die gebührenfreie Studienzeit ist somit gleichfalls mit 13 Semestern bemessen.
B. Mit Studienaufnahme im WS 96/97 werden bis einschl. WS 02/03 keine Gebühren fällig. Da der Studiengangwechsel erst zum 5. Semester erfolgte, sind alle bisherigen Semester zu berücksichtigen (auch die beiden  ersten Semester!). Die gebührenfreie Zeit verlängert sich durch den Studiengangwechsel also nicht. Ebenso wird das Semester des Auslandsaufenthaltes berücksichtigt, da keine Beurlaubung erfolgte. Die gebührenfreie Studienzeit verlängert sich aus dem Studienverlauf nicht und endete nach dem WS 02/03. Gebührenpflicht bestünde ab SS 2003.
Da aber Gebühren erstmals ab WS 2004/2005 erhoben werden, werden bis zu diesem Semester keine Gebühren fällig.

3. Kindererziehungszeiten
Lotte von Stein
nimmt im WS 96/97 ein Studium in BWL (Diplom) auf. Im März 1998 bekommt sie ein Kind. Ohne Beurlaubung führt sie ihr Studium fort.

Für Lotte von Stein ist folgende Berechnung maßgebend:
A. Die RSZ für BWL beträgt 9 Semester. Mit den 4 Toleranzsemestern beträgt die gebührenfreie Studienzeit somit gleichfalls 13 Semester.
B. Mit der Immatrikulation im WS 96/97 werden bis einschl. WS 02/03 keine Gebühren fällig. Aus der Pflege und Erziehung des Kindes kann auf Antrag die Gebührenpflicht bis zur doppelten Regelstudienzeit (2 x 9 Semester) hinaus-geschoben werden, d.h. die Gebührenpflicht kann bis einschl. SS 2005 entfallen.

4. Zweitstudium
Fritz Schiller (siehe 1.) hat im WS 02/03 den Magisterstudiengang mit der Note 1,1 (weit über dem Durchschnitt des Jahrganges) erfolgreich abgeschlossen. Er nimmt sogleich im SS 2003 ein weiteres Studium im Studiengang Lehramt Sozialkunde/Geschichte auf.

Für Fritz Schiller ist nun folgende Berechnung maßgebend:
A. Die Regelstudienzeit (RSZ) des zweiten Studienganges (Lehramt) beträgt lt. Prüfungsordnung 9 Semester. Die RSZ des Magisterstudienganges betrug ebenfalls 9 Semester. Da es sich um einen weit über dem Durchschnitt liegenden Abschluss im Erststudium handelte, werden beide Regelstudienzeiten addiert. Ferner stehen ihm wiederum die 4 Toleranzsemester zur Verfügung. Die gebührenfreie Studienzeit ist somit mit 22 Semestern bemessen.
B. Mit der Immatrikulation im WS 96/97 werden bis einschl. SS 2007 keine Gebühren fällig. Da der Studiengangwechsel im Erststudium bis zum Ende des zweiten Semesters erfolgte, bleiben die beiden ersten Semester unberücksichtigt, d.h. die gebührenfreie Zeit verlängert sich bis einschl. SS 2008. Ebenso bleibt das Urlaubssemster im Erststudium ohne Berücksichtigung. Die gebührenfreie Studienzeit verlängert sich wiederum bis einschl. WS 08/09.

5. Zweitstudium
Hans Hölderlin (siehe 2.) hat im WS 02/03 den Diplomstudiengang BWL mit der Note 2,8 (Durchschnitt des Jahrganges) abgeschlossen. Er nimmt ebenfalls sogleich im SS 2003 ein weiteres Studium im Studiengang Lehramt Sozialkunde/Geschichte auf.

Für Hans Hölderlin ist nun folgende Berechnung maßgebend:
A. Die Regelstudienzeit des gegenwärtigen Studienganges (Lehramt) beträgt lt. Prüfungsordnung 9 Semester. Dazu kommen wieder die 4 Toleranzsemester. Die gebührenfreie Studienzeit ist somit mit 13 Semestern bemessen.
B. Das Erststudium wurde nach 13 Semestern abgeschlossen (4 Semester Rechtswissenschaften, 9 Semester BWL). Damit ist die gebührenfreie Studienzeit aufgebraucht, d.h. das Zweitstudium würde ab dem ersten Semester gebührenpflichtig. 
Auch hier werden aber vor dem WS 2004/2005 keine Gebühren erhoben (siehe Nr. 2).

 

 

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