"Drei, zwei, eins und Action!" - unter diesem Motto war es internationalen Studierenden im Wintersemester 2011/12 erstmalig möglich, sich über das Medium "Film" in einer kreativen Form der deutschen Sprache zu nähern.
Um den meist sehr lehrwerklastigen Lernalltag zu durchbrechen, initiierte das Sprachenzentrum der FSU Jena einen Sprachkurs im Bereich "Deutsch als Fremdsprache", in dem die Studierenden an mehreren Wochenenden im Semester in Form einer Blockveranstaltung die Gelegenheit geboten bekamen, ihre eigenen sprachlichen und kulturellen Deutschkenntnisse zu erweitern. In einem ersten Schritt wurden dabei gemeinsam die theoretischen Grundlagen des deutschen Films, insbesondere der Gattung der Kurzfilme, herausgearbeitet. Mit diesen Kenntnissen übten die Studierenden, Filme auf Deutsch zu interpretieren, Filmkritiken in deutscher Sprache zu verfassen und es wurde viel und lebendig miteinander diskutiert.
In einem zweiten Schritt ging es dann in die Praxis. Hier hatten die Studierenden die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Denn Ziel war es nun, einen eigenen Kurzfilm zu entwerfen. Unter dem Thema "Fremdheit" erstellten die internationalen Teilnehmer in Gruppenarbeit unter der Mithilfe von deutschen Studierenden eigene Drehbücher, die schließlich auch verfilmt wurden. Die Arbeit am eigenen Filmprojekt belebte den Teamgeist der Studierenden und ließ sie enger zusammenwachsen. In diesem Prozess wurde die deutsche Sprache zum Medium der eigenen Gedanken und Gefühle, sie diente den ausländischen Studierenden der Selbstreflexion über die eigene Reise in die Fremde. In der letzten Präsenzsitzung präsentierten die Projektteams dann ihre eigenen Filme den anderen Seminarteilnehmern und Freunden.
Ein weiteres Ergebnis dieses Sprachkurses der etwas anderen Art ist die Tatsache, dass alle Teilnehmer nahezu unbewusst ihre Kenntnisse der deutschen Sprache verbessert und darüber hinaus ein gemeinsames Produkt geschaffen haben. Mit ihrem Kurzfilm können sie auch in Zukunft schöne Erinnerungen an die Zeit und die Menschen in Deutschland mit in ihr Leben und ihre Heimat nehmen.
Das Projekt wurde auf einem Teil seines Weges vom Campus TV Jena begleitet. Die daraus entstandene Dokumentation finden Sie hier.