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Informationen zum Bestand BA (Rektor und Senat 1834-1945)


Laufzeit:
1834-1945

Umfang:
2121 Akteneinheiten

Findmittel:
Online-Findbuch

Inhalt:


Institutionsgeschichte


Dem Statut von 1829 entsprechend, wurde einem Konzilium, als einem engeren Rat, dem die Dekane der vier Fakultäten unter Vorsitz des Prorektors angehörten, die laufenden Verwaltungsaufgaben übertragen. Der umfangreiche Geschäftsbereich wurde unter § 79 des Statuts ausführlich definiert. Das Konzilium wurde 1869 aufgelöst und dafür eine Verwaltungsdeputation eingesetzt. Sie hatte neben der laufenden Verwaltung auch für die Vorbereitung der Senatsbeschlüsse zu sorgen. Unter Vorsitz des Prorektors bestand die Verwaltungsdeputation aus drei auf drei Jahre vom Senat gewählten Mitgliedern sowie dem Ordinarius der juristischen Fakultät, dem Prorektor designatus und dem Universitätsamtmann.
1883 wurde ein neues Statut veröffentlicht, das die seit 1829 eingetretenen rechtlichen und verwaltungstechnischen Veränderungen berücksichtigte und zur Stellung und zu den Obliegenheiten von Prorektor und Senat sowie zum Geschäftsbereich der Verwaltungsdeputation detaillierte Bestimmungen traf. Der Prorektor hatte die Universität nach außen zu vertreten. Er war für den laufenden Geschäftsgang, für die Immatrikulation der Studierenden und die Amtseinführung der Universitätslehrer verantwortlich und hatte die Aufsicht über die ihm unterstellten Universitätsbeamten wahrzunehmen. An der Spitze des Senats hatte er mit diesem zusammen Aufgaben zu erfüllen, die die wissenschaftliche Entwicklung der Universität und die ihr noch verbliebene korporative Stellung betrafen. Das 1907 erlassenen Statut änderte daran nichts. Neu war jedoch die Einführung des einjährigen Wahlprorektorats.
Als die akademische Gerichtsbarkeit im Laufe des 19. Jahrhunderts schrittweise und schließlich 1879 ganz aufgehoben wurde, übernahm das Universitätsamt die Aufgaben eines Sekretariats und fungierte zugleich als Behörde des Prorektors, des Senats und der Senatsausschüsse. Mit diesem Geschäftsbereich bestand das Universitätsamt von 1914 bis 1951.
Mit der Abdankung des letzten Großherzogs von Sachsen-Weimar- Eisenach 1918 ging der Rektortitel auf den Prorektor über. Den Titel Prorektor stand nun dem jeweils ausgeschiedenen Rektor für ein Jahr zu. Darüber hinaus veränderte sich mit der Abdankung des Großherzogs die Stellung der Universität grundlegend. Zunächst den Regierungen der thüringischen Kleinstaaten unterstellt und von diesen unterhalten, ging sie 1921 als Thüringische Landesuniversität auf das Land Thüringen über und wurde der Aufsicht des Ministeriums für Volksbildung unterstellt. 1924 wurde sie mit einer Hauptsatzung verfassungsmäßig neu gestaltet. Die Selbstverwaltung unter Vorsitz des Rektors wurde durch einen Großen und einen Kleinen Senat gewährleistet. Dem Rektor blieben die Rechte und Pflichten übertragen, die er bereits nach dem Statut von 1907 wahrzunehmen hatte. Während der Große Senat, dem etwa zwei Drittel aller Universitätslehrer angehörten, für die Wahl des Rektors, die Begutachtung der Besetzungsvorschläge für Lehrstellen und die Wahrung der Rechte der Universität zuständig war, stellte der Kleine Senat ein Arbeitspräsidium dar, das entscheidenden Einfluß auf die Leitung und Entwicklung der Universität hatte.
Durch eine Verordnung des Thüringischen Staatsministeriums vom 6. November 1933 wurde das Führerprinzip in die Hauptsatzung der Universität eingeführt und mit den vom Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1935 erlassenen Richtlinien zur Vereinheitlichung der Hochschulverfassung und Hochschulverwaltung weiter durchgesetzt. Danach galt der Rektor als der Führer der Universität. Er unterstand direkt dem Reichswissenschaftsminister und führte in alleiniger Verantwortung die Universität. Er wurde nicht mehr gewählt, sondern aus den Reihen der beamteten ordentlichen Professoren vom Minister ernannt. Der Senat, dessen Aufgabenbereich dem Rektor mitübertragen wurde, hatte nur noch eine beratende Funktion.

Bestandsinhalt


Der Bestand enthält die Akten, die von 1834 bis 1945 beim Rektor und Senat sowie diesen unterstellten Institutionen entstanden. Eine erste Ordnung des älteren Teils des Bestandes nach Sachgruppen erfolgte 1897. Die Akten wurden mit Locat, Fach und Nummer signiert und in einem Repertorium verzeichnet, das durch ein Sach- und Namensverzeichnis erschlossen wurde. Die nach 1897 entstandenen archivwürdigen Akten wurden bis 1938 den Sachgruppen des Bestandes zugeordnet und im Repertorium entsprechend verzeichnet und im Sach- und Namensregister aufgeführt.
Mit der Errichtung des zentralen Universitätsarchivs und der damit verbundenen Neuordnung der Bestände in den 1950er Jahren wurden die Akteneinheiten des Bestandes fortlaufend numeriert, da sich die zuerst gegebenen Signaturen nicht mehr als geeignet erwiesen.
Im Jahre 1980 wurde der Bestand BB, der die Akten des Universitätshauptarchivs von 1938 bis 1952 enthielt, getrennt und die Akten, die die Zeit 1938 bis 1945 betrafen, dem Bestand Neues Archiv (Bestand BA) angegliedert. Das Aktenverzeichnis wurde dem Repertorium des Bestandes BA hinzugefügt, jedoch nicht im Sach- und Namensregister erfaßt. Die Akten aus der Zeit von 1945 bis 1952 wurden als Bestand Rektor und Senat (Bestand BB) neu gebildet.
Die im Repertorium aufgeführten 215 Akten der Dotalgüter Apolda und Remda wurden im Jahre 1942 aus Zuständigkeitsgründen dem Staausarchiv Weimar übergeben.

Sachgruppen


Amtsbücher: Senats- und Concilien-Protokollbücher.- Protokollbücher der Senatsdeputation.- Protokollbücher der Verwaltungsdeputation.- Prorektoratsregistranden.- Anmeldebücher.- Matrikeln.
Akademische Gesetze: Statuten der Universität.- Staatliche Verordnungen.- Gesetze für die Studierenden.
Rektor Magnificentissimus: Ernennung.
Prorektor/Rektor und Senat: Prorektoratswahlen.- Stellung des Rektors.- Antritts- und Schlußreden des Rektors.- Akademische Festreden.- Rektorenkonferenzen.- Tätigkeit und Ausbau des Senats.- Ehrensenatoren.- Amtstracht.- Fakultätsangelegenheiten.- Universitätssiegel.- Universitätsfahne.- Rundschreiben.- Archiv.
Staat und Universität: Verfügungen der Erhalter.- Großherzoglich-Sächsische Oberaufsicht.- Regierungsantritte.- Regierungsjubiläen.- Feiern.- Landeskollekten.- Familienereignisse in den fürstlichen Häusern.- Gratulationen der Universität zu verschiedenen Anlässen.- Berichte der Universität über verschiedenen Anlässe.- Benutzung der Großherzoglichen Bibliothek zu Weimar von Studierenden.- Universitätsreform.- Übergang der Universität auf das Land Thüringen.- Richtlinien, Erlasse, Anordnungen des Reichsministers.- Verleihung des Namens "Friedrich-Schiller-Universität".- Luftschutz.
Universitätslehrer: Berufungen und Entlassungen.- Diensteid, Besoldung, Rechte, Exemtion und Aufhebung ders.- Auszeichnungen, Pensionsanprüche, Hinterbliebenenversorgung Nebentätigkeiten, Amtstracht, Streitigkeiten und Beschwerden ders.- Todesfälle und -anzeigen.- Assistenten.- Lehrer der freien Künste.- Lektoren.- Professoren- und Dozentenvereinigungen.- Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft.- Hilfsmaßnahmen für stellenlose Akademiker.- Dienststrafverfahren.- Urlaubsgesuche.- Ehrungen Jubiläen und Feierlichkeiten.- Gedenktafeln.- Verträge mit auswärtigen Wissenschaftlern.
Studienangelegenheiten: Immatrikulationsverzeichnisse.- Vorlesungen und Vorlesungsverzeichnisse.- Studienablauf.- Auslandsstudium.- Lehrgänge und Fortbildungskurse.- Verschiedene Unterrichtsangelegenheiten.- Zulassung von Frauen zum Studium, Volks- und Berufsschulehrerstudium.- Bewegungsspiele und Sport.- Sprachkurse.- Bibliotheksbenutzung in Weimar.- Preisfragen.- Prüfungswesen.- Zeugnisse.
Studentenangelegenheiten: Immatrikulation.- Zulassung zum Studium.- Rückmeldung aus den Ferien.- Studiengebühren.- Studienablauf.- Studentenrecht.- Disziplinarangelegenheiten.- Ehren- und Schiedsgericht.- Von anderen Universitäten relegierte Studenten.- Auswärtige Studenten.- Studentenvereinigungen, -vertretung, -förderung.- Studentische Nothilfe.- Studentenwerk.- Feuerwehrdienstpflicht.- Feierlichkeiten.- Stipendien, Freitische, Honorarfreischeine, Armutszeugnisse.- Famulaturen.- Wohnungsangelegenheiten.
Universitätsverwaltung: Kurator.- Universitätssyndikus.- Universitätsphysikus.- Universitätsamtmann.- Quästor.- Universitätsamt.- Ernennung, Entlassung, Gesuche von Universitätsbeamten.- Dienstvorschriften und Diensteid.- Besoldung.- Akademische Ehrenaufwandskasse.- Sporteln und Gebühren.- Kollegienhonorare.- Akademische Gebühren und Gebührenordnung.- Krankenfürsorge.- Verwaltung der Stipendien und Freitische.- Konviktorium.- Verwaltung des Archiv-Depositums.- Etat des akademischen Fiskus.- Vermögen und Vermögensverwaltung.- Akademische Immediatfinanzkommission.- Kassenwesen.- Spenden.- Stiftungen und Schenkungen.- Versicherungen.- Inventar.- Deputate.- Wohnungswesen.- Wohlfahrt.- Altersversorgung.- Akademische Armenkasse.- Witwen- und Waisen-Pensionsanstalt der Universität Jena.- Dienststrafgericht für Universitätsbeamte.- Disziplinarverfahren gegen Universitätsbeamte.
Struktur der Universität: Gliederung der Fakultäten.- Errichtung von Lehrstellen.- Universitätsreform.
Einrichtungen der Universität: Wissenschaftliche Anstalten.- Universitätsbibliothek.- Fechtboden.- Turnplatz.- Kollegienkirche.- Akademischer Gottesdienst.- Akademisches Konzert.- Lesemuseum.- Akademisches Vereinswesen.
Universitätsgebäude/Bausachen: Bau des Universitätshauptgebäudes.- Badeanstalt.- Akademische Speiseanstalt.- Universitätsturnhalle.- Ankauf des neuen Kollegiengebäudes.- Akademische Rosenbrauerei und -schenke.- Rosengebäude und Rosensaal.- Genesungs- und Studentenheim.- Ausstattung der Universitätsgebäude.- Raumbedürfnisse der Universität.- Bauvorhaben.- Baukommission und Bauausschuß der Universität.
Wissenschaftliche Gesellschaften;
Presse- und Verlagsangelegenheiten: Jenaer Literaturzeitung.- Jenaer Universitätszeitung.- Akademische Schriften.- Verlagsrecht.- Drucksachen.- Presseausschuß.- Verkehr mit der Post.- Tätigkeit der Pressestelle.- Presseausschuß.- Druck der Vorlesungsverzeichnisse.- Veröffentlichungen über die Universität, Pressemeldungen über Universitätsangelegenheiten, Hochschulfilm.
Denkmäler und Kunstschätze der Universität;
Andere Universitäten, Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen: Herstellung dauernder Kommunikation zu anderen Universitäten und Hochschulen.- Mitteilungen an und von anderen Universitäten und Hochschulen.- Gemeinsame Stellungnahmen deutscher Hochschulen zu verschiedenen Angelegenheiten.- Hochschulverband.- Vereinigung deutscher Hochschulen.- Verband deutscher Hochschulen.- Rektorenkonferenzen.- Austausch von Lehrkräften.- Großherzogliche Forstlehreranstalt.- Thüringer Landessternwarte.- Nietzsche-Archiv.- Landwirtschaftliche Kontrollstationen Mitteldeutschlands.- Jena-Weimar-Plan.- Gründung der deutschen Akademie.
Stadt Jena: Stadtordnungen.- Gewerbeordnung.- Armenordnung.- Straßenordnung.- Polizeiangelegenheiten.- Sicherheitspatrouille.- Zulassung von Handelsjuden auf den Jahrmärkten.- Gesundheitswesen.- Thyphusepidemie.- Begräbnisordnung.- Leichenhaus.- Visitation der Apotheken.- Schulgründungen.- Garnison.- Stadtbauplan.- Festlichkeiten.- Volkshochschule.- Verträge zwischen der Universität und der Stadt Jena.- Saaleregulierung.- Kanalisation.- Städtischer Verkehrsverein.- Schützengesellschaft.- Beziehungen der Universität zu Buchhändlern.
Landtag/landständische Verfassung: Vertretung der Universität im Landtag.
Kriegs- und Militärwesen: Militär-/Wehrdienst.- Freiwilligenverbände.- Deutsch-französischer Krieg.- 1. Weltkrieg und Folgen.- 2. Weltkrieg.

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