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Informationen zum Bestand BC (Rektor und Senat 1952-1968)


Laufzeit:
1952-1968

Umfang:
1023 Akteneinheiten

Findmittel:
Findbuch

Inhalt:
Institutionsgeschichte
Mit der Verordnung über die Neuorganisation des Hochschulwesens vom 22. Februar 1951, die von der Regierung der DDR erlassen wurde, nahm das Staatssekretariat für das Hochschulwesen seine Tätigkeit mit dem Ziel auf, die einheitliche zentrale Leitung des gesamten Hochschulwesens durchzusetzen. Am 1. März 1951 wurde die Hauptabteilung Universität und Hochschulen im Ministerium für Volksbildung des Landes Thüringen aufgelöst. Damit fand auch die Stellung der Universität Jena als Thüringische Landesuniversität ein Ende. Ein Beschluß des Ministerrats der DDR vom 28. 8. 1952 ordnete für alle Universitäten und Hochschulen der DDR die Aufstellung von Statuten an. Am 11. März 1955 wurde das Statut der Friedrich-Schiller-Universität vom Staatssekretariat für Hochschulwesen bestätigt und konnte mit Wirkung vom 1. 4. 1955 in Kraft treten. Stellung und Aufgaben von Rektor und Senat wurden darin ausführlich festgelegt. Der Rektor, aus dem Kreise der Professoren mit Lehrstuhl und der Professoren mit vollem Lehrauftrag in der Regel auf die Dauer von zwei Jahren gewählt und vom Staatssekretär für Hochschulwesen bestätigt, trug die Verantwortung für die Leitung und Verwaltung der Universität. Zu seiner Unterstützung wurden Prorektoren vom Staatssekretär für Hochschulwesen auf Vorschlag des Rektors aus dem Kreis des Lehrkörpers für folgende Gebiete ernannt: gesellschaftliches Grundstudium (ab 1960 Marxismus-Leninismus, ab 1964 Gesellschaftswissenschaften); Forschungsangelegenheiten (ab 1964 Naturwissenschaften); Studentenangelegenheiten (ab 1966 Erziehung und Ausbildung); wissenschaftlich-kulturelle Beziehungen (ab 1966). Der Senat bestand aus dem Rektor, den Prorektoren, dem Verwaltungsdirektor, den Dekanen, dem Direktor der Arbeiter- und Bauernfakultät, dem Direktor der Universitätsbibliothek, einem Vertreter der Gewerkschaft und drei weiteren Angehörigen des Lehrkörpers. Außerdem konnten Verteter aus der Praxis berufen werden, für die die Universität Absolventen ausbildete. Je nach Tagesordnung konnten weitere Angehörige der Universität oder aus der Praxis als Gäste eingeladen werden. Unter Vorsitz des Rektors hatte der Senat grundsätzliche Fragen des wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens der Universität zu beraten. 1968 wurde der Senat in dieser Stellung aufgelöst.


Bestandsinhalt
Der Bestand wurde 1980 gebildet. Er enthält die Akten der Universitätsleitung, die von 1952 bis 1968 entstanden. Die Zäsuren für die Bestandsbildung wurden im Hinblick auf die in der DDR 1952 durchgeführte Verwaltungsreform und die Hochschulreform 1968 festgelegt. Beide Reformen hatten Auswirkungen auf die Struktur der Universität, letztere in einem solchem Maße, daß die jahrhundertealten Strukturen beseitigt und neue Wissenschaftschafts- und Ausbildungsprofile geschaffen wurden.

Der Bestand ist sachlich-chronologisch geordnet. Er besteht der Verwaltungsstruktur und der Herkunft des Archivgutes entsprechend aus drei Abteilungen: A) Rektorat, B) Prorektorate und C) Dem Rektorat unterstellte Einrichtungen. Innerhalb dieser Abteilungen sind Sachgruppen in chronologischer Ordnung gebildet worden, die ihrerseits wiederum untergliedert sind.
Abteilung A) Rektorat:
1. Leitung und Verwaltung der Universität: Zentrale Hochschulbestimmungen, Verfügungen, Anordnungen, Mitteilungen.- Statuten, Führungsdokumente, Anordnungen der Universitätsleitung.- Senatssitzungen, Senatskommission, Dienstbesprechungen des Rektors.- Wahl des Rektors, der Dekane und Prodekane.- Tätigkeit der Prorektorate.- Planung, Berichterstattung, Analysen.- Gründung und Auflösung von Struktureinheiten.- Angelegenheiten der Fakultäten, Institute u. a. Universitätseinrichtungen.- Allgemeine Angelegenheiten der Universitätsverwaltung.- Bauangelegenheiten.- Personalangelegenheiten.- Feiern.- Jubiläen u. a. Veranstaltungen.- 400Jahr-Feier der Universität.- Rektorenkonferenzen.- Veranstaltungen an anderen Universitäten. - Auszeichnungen, Ehrungen, Kondolenzen.- Stiftungen und Schenkungen.
2. Lehrkörper: Berufungen und Entlassungen.- Altersversorgung.- Gutachten und Berichte.- Besoldungsangelegenheiten.- Mitarbeit in beratenden Gremien und wissenschaftlichen Einrichtungen.- Publikationstätigkeit.- Lehraufträge, Lehrtätigkeit.- Disziplinarangelegenheiten.
3. Studium, Prüfungswesen, Verleihung akademischer Grade: Studienplanung.- Zulassung zur Immatrikulation.- Durchführung des Studiums.- Prüfungen.- Disziplinarordnungen, Disziplinarverfahren.- Verleihung akademischer Grade.- Ehrenpromotionen.
4. Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und staatlichen Einrichtungen und gesellschaftlichen Organisationen: Tätigkeit der gesellschaftlichen Organisationen an der Universität.- Veranstaltungen von Parteien und gesellschaftlichen Organisationen.- Freundschafts- und Patenschaftsverträge mit Industriebetrieben.- Beziehungen zu wissenschaftlichen Einrichtungen des In- und Auslandes.- Verlage und Presseorgane.
Abteilung B) Prorektorate:
Prorektorat für gesellschaftliche Grundstudium: Arbeits- und Studienjahresberichte.- Staatsexamens- und Prüfungsordnung.
Prorektorat für Marxismus-Leninismus: Arbeitspläne und Forschungspläne der Institute und Einrichtungen.- Berichte und Statistiken.-
Prorektorat für Gesellschaftswissenschaften: Arbeits- und Forschungspläne.- Lehrprogramme.- Konzeptionen.- Sitzungsprotokolle der Räte der Fakultäten.- Personalangelegenheiten des Instituts für Marxismus-Leninismus.- 150. Geburtstag von Karl Marx.
Prorektorat für Studentenangelegenheiten: Anweisungen und Richtlinien des Staatssekretariats für das Hoch- und Fachschulwesen.- Rundschreiben und Bekanntmachungen des Rektors und Prorektors für Studentenangelegenheiten.- Tätigkeit der Zulassungskommission, Prüfungen.- Studiendisziplin.- Stipendien.- Statistik.
Prorektorat für Studienangelegenheiten: Anweisungen und Mitteilungen des Staatssekretariats für das Hoch- und Fachschulwesen zur Zulassung und Durchführung des Studiums.- Studienprogramme.- Delegierung zum Studium im Ausland.- Ausländerstudium.- Weiterbildung.- Zusatzstudium für Fachlehrer.- Prüfungen.- Absolventenlenkung.- Studentenwettstreit.- Vormilitärische Ausbildung.- Stipendien.- Studentenwohnheime.
Prorektorat für Erziehung und Ausbildung: Protokolle der Dienstbesprechung der Prorektoren für Erziehung und Ausbildung.- Forschungsstudium.- Ausländerstudium.- Studentenwettstreit.- Absolventenlenkung.- Vormilitärische Ausbildung.- Belegung der Wohnheime. Prorektorat für wissenschaftlichen Nachwuchs: Anweisungen und Arbeitsrichtlinien des Staatssekretariats für das Hoch- und Fachschulwesen.- Berichte über Arbeitstagungen.- Zusammenarbeit des Prorektorats mit anderen Leitungsgremien der FSU, Fakultäten und Instituten.- Betreuung und materielle Sicherung der Aspiranten.- Personalakten der Aspiranten.- Absolventenvermittlung.
Prorektorat für wissenschaftliche und kulturelle Beziehungen: Jubiläen und Feiern.- Berichte über Diskussionen zu politischen und kulturellen Ereignissen.- Reisetätigkeit.- Reiseberichte. Prorektorat für Forschung: Zentrale Verfügungen und Mitteilungen.- Protokolle, Arbeitspläne und -berichte.- Forschungsaufträge, Vertragsforschung und Forschungsfinanzierung.- Personalfragen.- Publikationen.- Wissenschaftlich-ökonomische Konferenz der FSU.-
Prorektorat für Naturwissenschaften: Zentrale Richtlinien.- Planung und Abrechnung von Forschungsaufgaben.- Forschungsaufgaben der Fakultäten.- Vertragsforschung.
Die Abteilung C):
Rechtsstelle: Tätigkeit des Justitiars der Universität.- Bildung und Tätigkeit der Konfliktkommission.- Verträge und Vereinbarungen zwischen der Universität und anderen Einrichtungen.- Pacht- und Mietverträge.- Verwaltung des Stiftungsvermögens der Universität.
Disziplinarausschuß für Studierende: Disziplinarverfahren gegen Studierende.
Abteilung Sprachunterricht: Durchführung des Sprachunterrichts.- Tätigkeit der Fachkommissionen und Lektorate.- Lehrgänge und Sprachintensivkurse.
Abteilung obligatorischer Deutschunterricht: Statistik, Tagungen und Lehrgänge der Lektoren.
Redaktion wissenschaftliche Zeitschrift: Vorbereitung, Druck und Vertrieb der WZ der FSU, Veröffentlichungen zu Jahrestagungen und in den Medien.- Manuskriptbücher.
Referat Auslandsbeziehungen: Rundschreiben und Dienstanweisungen zur Gestaltung der wissenschaftlichen Beziehungen zum Ausland.- Korrespondenzen mit ausländischen Universitäten.- Reisen in das Ausland.- Freundschaftsverträge mit ausländischen Universitäten.
Direktorat internationale Beziehungen: Freundschaftsverträge mit ausländischen Universitäten.

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