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Informationen zum Bestand F Abt. I - F Abt. XXVII (Prüfungsakten 1924-1990)


Laufzeit:
1924-1990

Umfang:
k.A.

Findmittel:
Findbuch

Inhalt:
Institutionsgeschichte
Im 19. Jahrhundert entstand das Staatsprüfungswesen. Als staatliche Angelegenheit unterstanden sie dem Kurator bzw. einem Ministerialbeamten. Die Geschäftsführung lag entsprechend bei der Kuratel bzw. Ministerialgeschäftsstelle. Die Prüfungen wurden nach einer amtlich bestätigten Prüfungsordnung und von staatlich bestellten Prüfungskommissionen bzw. -ausschüssen, die sich aus Universitätslehrern zusammensetzten, im staatlichen Auftrag durchgeführt. Mit Ausnahme der juristischen Prüfungen, für die Prüfungskommissionen beim Oberlandesgericht gebildet und den theologischen Prüfungen, die beim Landeskirchenrat durchgeführt wurden, fanden alle Staatsprüfungen an der Universität statt.
Universitätsabschlußprüfungen als Studienabschluß und Voraussetzung für eine Berufsausübung sowie die Erteilung akademischer Grade im Zusammenhang mit Universitätsabschlußprüfungen wurden 1949 eingeführt. Die dazu am 21. Januar 1949 von der Deutschen Verwaltung für Volksbildung herausgegebene Rahmenordnung für die Abschlußprüfungen an den Universitäten und wissenschaftlichen Hochschulen regelte das Prüfungswesen neu. Die Prüfungen waren seitdem Angelegenheit der Universität. Prüfungsausschüsse wurden von nun an von den dafür zuständigen Leitungsorganen der Universität eingesetzt. Seit dem Sommersemester 1949 waren Universitätsabschlußprüfungen für alle Ausbildungsfächer Sache der Fakultäten, ausgenommen noch bis 1952 die juristischen Prüfungen, für die es besondere Prüfungsvorschriften und ein eigenständiges Prüfungsamt beim Oberlandesgericht gab. Für alle Prüfungsausschüsse bestand von 1949 bis 1951 eine gemeinsame Geschäftsstelle bei der Kuratelverwaltung, von 1951 bis 1958 im Prorektorat für Studienangelegenheiten. Nach 1958 wurden bei den Fakultäten Prüfungsstellen gebildet.
Mit der 3. Hochschulreform 1968/69 wurde der Abschluß des Studiums und die Organisation der Prüfungen verändert. Von 1975 bis 1990 schloß das Studium mit dem Erwerb des akademischen Grades Diplom eines Wissenschaftszweiges ab, der die Ablegung einer Hauptprüfung voraussetzte. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen lag bei den Sektionsdirektoren für Erziehung und Ausbildung der Fachsektionen.
Da das Staatsprüfungswesen bis 1949 nicht zu den unmittelbaren Aufgaben der Universität gehörte, sind im Universitätsarchiv auch keine älteren Prüfungsakten überliefert. Mehr zufällig beginnt hier die Überlieferung mit dem Jahr 1924. Als die Geschäftsstelle für das Prüfungswesen bei der Kuratelverwaltung 1949 aufgelöst wurde, gelangten die hier aufbewahrten seit 1924 entstandenen Akten in das Universitätsarchiv. Sie bilden einen in Abteilungen gegliederten Bestand, der bis 1990 weitergeführt wurde.

Bestandsinhalt
Die Akten enthalten in der Regel eine Aufstellung der besuchten Lehrveranstaltungen, Nachweise der abgelegten Prüfungen und Praktika, Manuskripte von Klausuren u. a. Testaten, Führungs- und Gesundheitszeugnisse, Schriftverkehr, schriftliche Haus- bzw. Examens- oder Diplomarbeiten.
Der Bestand ist entsprechend Ausbildungszielen bzw. Fachrichtungen in Abteilungen gegliedert.

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