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Manuela Brenn


Medienwissenschaft, Interkulturelle Wirtschaftskommunikation, Wirtschaftswissenschaften (Magister)

 

 

 

 

 

 

 

 

   

             Foto: privat

1998-2003

Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Auslandsstudium: Université Paris XII/Val-de-Marne, Frankreich; EU-Austauschprogramm Sokrates

Thema der Magisterarbeit: "Zur Entwicklung der Emotionalität werblicher Kommunikation im Bereich Automobile"

04/2004-08/2006




 

Trendfish Marketing GmbH (Marktforschungsagentur) Kiel, Projektmanagerin Marktforschung
 

seit 09/2006

InBev Deutschland Vertriebs GmbH & Co. KG, Bremen
Market Research Manager

 

 

 

Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?

Seit September 2006 bin ich in der Abteilung Insights & Media der Deutschlandzentrale des weltgrößten Brauereikonzerns InBev tätig. Meine zentrale Aufgabe bildet die Betreuung von Consumer Research Projekten mit ganz unterschiedlichen marketingrelevanten Zielsetzungen. Welche Erfolgschancen hat eine geplante Produktneueinführung? Fühlen sich Konsumenten von unserem neuen Werbespot angesprochen? Wie gefällt den Leuten unsere neue Promotionaktion? Dies sind nur einige denkbare Fragestellungen, die mir in meiner täglichen Arbeit begegnen und zu denen wir in Zusammenarbeit mit Marktforschungsinstituten wichtige Erkenntnisse gewinnen. Ist eine Studie abgeschlossen, liefern wir die aufbereiteten Ergebnisse an die Marketingabteilung, die auf dieser Basis weitere Aktivitäten planen und umsetzen kann.

 

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für diese Tätigkeit wichtig?

Neben den grundlegenden Fachkenntnissen in empirischer Sozialforschung und Statistik sollte man für eine Tätigkeit in der Marktforschung unbedingt ein ausgeprägtes analytisches Denkvermögen sowie ein gutes Zahlenverständnis mitbringen. Eine strukturierte, selbständige Arbeitsweise ist ebenfalls unerlässlich. Da man in den seltensten Fällen ein Projekt alleine betreut, sind Teamplayer gefragt. Eine gute Kommunikationsfähigkeit sowie eine geschulte Präsentationstechnik sollten das Profil abrunden. Als selbstverständlich vorausgesetzt werden ein sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen sowie ein sehr gutes Englisch in Wort und Schrift.

 

Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen haben Sie wie erworben?

Vor meinem Wechsel in die betriebliche Marktforschung habe ich als Berufseinsteiger nach dem Studium eine Stelle als Projektmanager in einem Marktforschungsinstitut angetreten. Aus heutiger Sicht kann ich es interessierten Absolventen nur empfehlen, Institutserfahrung zu machen. Nicht nur deshalb, weil man das im Studium erworbene methodische Rüstzeug dort Tag für Tag auf reale Fragestellungen für unterschiedlichste Branchen transferiert, sondern auch, weil präzises Arbeiten und Präsentationstechnik durch die Projekterfahrung enorm geschult werden.
Bei der Festlegung der Auswahlkriterien für eine mögliche berufliche Einstiegsposition waren mir die während des Studiums absolvierten Praktika eine gute Entscheidungshilfe. Durch sie konnte ich mir ein Bild von den realen Arbeitsanforderungen machen und berufliche Ziele klarer definieren. Praktika helfen, präziser zu formulieren, wo die berufliche Reise hingehen soll und erleichtern somit die gezielte Stellenauswahl. Beginnen sollte man damit bereits in den ersten Semestern, um sich wichtige Kompetenzen, die im späteren Berufsalltag von universalem Nutzen sein werden, wie z.B. eine strukturierte Arbeitsweise oder teamorientiertes Handeln, möglichst frühzeitig anzueignen.
Viele Berufe, so auch meiner, spielen sich ganz oder teilweise in globalen Kontexten ab. Hilfreich zum reibungslosen Umgang mit Kollegen aus anderen Ländern sind für mich besonders die im Fach Interkulturelle Wirtschaftskommunikation vermittelte Sensibilität für interkulturelle Begegnungen sowie die eigenen Auslandserfahrungen während des Studiums.

 

Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?

Als angehender Abiturient hatte ich ursprünglich geplant, Rechtswissenschaft zu studieren. Auf dem Studieninformationstag der FSU kam ich dann das erste Mal in Berührung mit dem Konzept des Magisterstudiums und fand die Idee, mehrere Fächer gleichzeitig belegen zu können, sehr charmant. Fast synchron brach Ende der 90er Jahre auch das Zeitalter der neu geschaffenen Medienstudiengänge an, so dass ich mir mit der Wahl meines Hauptfachs nicht zuletzt relativ gute Berufschancen in einem wachsenden Wirtschaftszweig erhoffte. Bei den Nebenfächern fiel die Wahl auf Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und Wirtschaftswissenschaften. Die Fächerkombination erschien mir einerseits gut aufeinander abgestimmt und kam andererseits auch meiner persönlichen Interessenlage sehr gut entgegen.
Nachdem ich sehr verschiedenartige studienbegleitende Praktika absolviert hatte, kristallisierte sich vor allem die Projektarbeit von Marketingagenturen und Marktforschungsinstituten als besonderer Interessensschwerpunkt heraus. Was mir an einer Aufgabe in diesem Bereich besonders gefiel, waren der Facettenreichtum der Tätigkeit durch immer wieder neue, spannende Fragestellungen sowie die damit verbundene tiefgründige Einarbeitung in Projekte, durch die man in den verschiedensten Bereichen wertvolles Wissen aufbauen und erweitern kann.

 

Was raten Sie Studierenden Ihrer Fächer?

Als frischgebackener Magister auf Stellensuche im Bereich Marketing/Marktforschung machte ich die Erfahrung, dass vor allem größere Unternehmen in Einstiegspositionen bevorzugt Absolventen mit Diplom einstellen. Bessere Chancen bieten stattdessen Recherchen abseits der üblichen Standard-Stellenangebote, bei denen man interessante Unternehmen/Agenturen durchaus per Initiativ-Kurzbewerbung anschreiben sollte. Um den Berufseinstieg möglichst nahtlos an das Studium anzuschließen, ist es wichtig, bereits während der Examensphase mit dem Bewerbungsprozess zu beginnen, denn bis zu einem konkreten Stellenangebot vergehen typischerweise einige Monate.

 

Ich würde wieder nach Jena gehen, weil ... 

· …die Stadt einen hohen Wohlfühlfaktor hat,

· …die hohe Zahl an Studenten der Stadt viel Quirligkeit und Modernität gibt,

· …ich meine Studienfächer in dieser Kombination nur dort erneut belegen könnte,

· …man durch die überschaubare Stadtgröße meist recht kurze Wege hat und

· …ich ein Naturmensch bin, der auch die tolle landschaftliche Umgebung der Stadt sehr schätzt.

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