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Die Befestigung der Stadt


Um sich vor machtpolitischen oder räuberischen Übergriffen zu schützen, wurden die Städte im Mittelalter durch Befestigungen gesichert. Jenas Stadtmauer wurde vermutlich um 1300 vollendet. Sie war etwa zwölf Meter hoch (ungewöhnlich hoch für Thüringen), ca. zwei Meter breit und hatte einen Umfang von fast zwei Kilometern. Den Grundriss der Stadt bildete ein 400 x 500m großes Rechteck. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden in die Mauer Rondelle und Ecktürme eingelassen, um die Wehrfähigkeit Jenas zu erhöhen. Die Ecktürme waren der „keulichte Turm“ (heute Pulverturm genannt), der Anatomieturm, der „rote Turm“ und der Schlossturm. Die Stadtbefestigung verlor ihre Funktion als Wehranlage im 16. Jh. Heute sind von der Stadtmauer nur noch drei Türme (der rote Turm, die Ruine des Anatomieturms und der Pulverturm), das Johannistor und die Verbindung zwischen Johannistor und Pulverturm vorhanden.

      
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