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Chile

Ein Auslandssemester an der Universidad de la Frontera, Temuco

Leben und Wohnen in Temuco

[...]. Die Stadt Temuco, die ähnliche klimatische Gegebenheiten wie Deutschland besitzt, ist mit ihren knapp 260.000 Einwohnern etwas größer als Erfurt. Temuco befindet sich etwa 700 km südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile und hat, so wie die meisten der chilenischen Städte, einen vergleichsweise kurzen Weg zum westlich gelegenen Pazifischen Ozean oder auch den Anden.

Mein Flug startete in Berlin und über São Paulo erreichte ich Santiago de Chile. Nachdem ich eine Woche in der Hauptstadt verbrachte, fuhr ich mit dem Bus nach Temuco, was eine Nacht im Bus bedeutete. Angekommen am Busbahnhof "Terminal Rodoviario" in Temuco, wurde ich von einem Kollegen meiner Betreuerin abgeholt. Da ich zuvor mit ihr Kontakt aufgenommen hatte, bot sie mir an, mich von diesem Kollegen abholen zu lassen, welcher mich auch erstmal zu einer Unterkunft ganz in der Nähe der Universität fuhr. Ich persönlich hatte das Glück, über das Onlineforum "Couchsurfing" ein Zimmer in Temuco zu finden, welches im Vergleich zu deutschen Verhältnissen - nicht nur Jena - echt günstig war. Leider muss ich auch sagen, dass Lebensmittel etc. ziemlich teuer sind. Allgemein ist Chile gegenüber anderen südamerikanischen Länder sehr teuer. [...].

Tipp:

Somit komme ich auch gleich zum Punkt "Sprache" in Chile. Ich bin der Meinung, dass sich jeder, welcher ein Auslandssemester in Chile plant, darüber bewusst sein sollte: in Chile wird Chilenisch gesprochen. Das ist natürlich Spanisch, aber die Chilenen haben einen starken Akzent, worauf sie auch irgendwie stolz sind, wenn sie im restlichen Südamerika nur schwer jemand versteht. Zur Stadt und zum Land: Um Temuco herum gibt es einiges zu entdecken, was bedeutet, dass ein Zelt und ein Schlafsack, sowie ein Paar Wanderschuhe nicht unpassend wären.

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Link: University of the Frontier

Kanada

Ein Auslandssemester an der Université de Montréal

Leben und Wohnen in Montréal

Montreal ist eine sehr lebenswerte, kosmopolitische Stadt mit großer ethnokultureller Diversität. Mir hat es gut gefallen, dass Montreal einem das Gefühl gibt, irgendwo zwischen Nordamerika und Europa zu sein, und dass ich dort Bekannt- und Freundschaften mit Menschen aus vielen Regionen der Welt schließen konnte. Es gibt in der Stadt allein fünf Universitäten, weshalb es niemals an studentischem Leben mangelt. Dank eines guten U-Bahn-Netzes ist die Fortbewegung ein Kinderspiel, und im Sommer gibt es auch ein sehr praktisches Leihfahrradsystem.

Je nach Stadtteil ist Montreal eher englisch-oder französischsprachig, die meisten Bewohner sprechen beide Sprachen und oft noch mindestens eine weitere. Das Québécois-Französisch ist selbst unter den Bewohnern Frankreichs dafür bekannt, so gut wie unverständlich zu sein; insofern war es nicht weiter verwunderlich, dass ich anfangs ein paar Probleme hatte, wenn jemand mit gar zu ausgeprägten Akzent sprach. Es empfiehlt sich unbedingt, vorher im Internet schon einmal in den Akzent "hineinzuhören", um eine Vorstellung davon zu bekommen. Zudem gibt es auch gute Sprachführer für Frankokanadisch.

Eine Stadt dieser Größe (1,7 Mio Einwohner auf der Île de Montréal) hat natürlich an Freizeitmöglichkeiten und Kultur alles zu offerieren, was das Herz begehrt. Ich spielte in meiner Freizeit im Jugendorchester "Philharmonie Jeunesse de Montréal", was eine sehr gute Möglichkeit war, Kontakte zu knüpfen. In dem Stadtteil, in dem man wohnt, kann man kostenlos das Schwimmbad benutzen (sowie übrigens auch die Schwimmhalle und die Sportanlagen der Universität), und im Winter gibt es in nahezu jedem der vielen Parks Flächen zum Eislaufen, was von der eissportbegeisterten Bevölkerung auch rege wahrgenommen wird. [...].

Wohnen: Die Universität bietet Wohnheimplätze an, allerdings haben die Wohnheime den Nachteil, sehr eng zu sein und keine Kochmöglichkeit zu bieten. Daher war ich im Nachhinein sehr froh, dass ich dort keinen Platz mehr bekommen habe. Ich hatte übers Internet (die Uni hat auf ihrer Homepage eine reichhaltige Datenbank mit Wohnungsannoncen nur für Studierende) eine belgische Familie gefunden, die nur eine U-Bahn-Station von der Hochschule entfernt lebte und eine Untermieterin suchte.

Die Universität

Die Université de Montréal (UdeM) ist mit 60 000 Studierenden die zweitgrößte Universität Kanadas und die größte französischsprachige Hochschule der Welt. Die Größe des Campus ist entsprechend beeindruckend und anfangs unüberschaubar, daher waren mir die Einführungsangebote für AustauschstudentInnen sehr willkommen. Es gab eine Willkommenswoche vor Trimesterbeginn, in der ein Kultur- und Informationsprogramm mit Stadt- und Campusführungen, Filmvorführungen, Vorträgen, Partys und noch viel mehr veranstaltet wurde. Außerdem hatte ich mich für das "Passerelle"-Programm angemeldet, eine Art Mentorenprogramm, bei der mir eine einheimische Studentin anfangs dabei half, mich an der Uni zurechtzufinden. Positiv ist auch anzumerken, dass alles Organisatorische sehr gut geregelt schien und die Mitarbeiter in Prüfungsämtern und Sekretariaten wirklich freundlich und hilfsbereit waren.


[...]. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich an der Uni zu engagieren. Die "Action humanitaire et communautaire" vereinigt unter ihrem Dach studentische Organisationen wie z.B. eine Amnesty-Hochschulgruppe, eine Nord-Süd-Gruppe, eine Umweltgruppe, Vereinigungen für Studierende mit Kindern usw. usf. Zudem gibt es dort für Austauschstudenten sehr interessante Angebote wie ein Sprachtandemprogramm, eine interkulturelle Kochgruppe oder "La clé des champs", eine Outdoorgruppe, die Wander- und Campingausflüge in Nationalparks und noch vieles mehr organisiert. Ich nahm an mehreren Ausflügen von La clé des champs teil und hatte jedes Mal sehr viel Spaß an den neuen Begegnungen und dem Entdecken von verschiedensten Gegenden der Provinz Québec. Auch die studentische FoodCoop mit regionalen Lebensmitteln ("Bonne Bôite Bonne Bouffe") nutzte ich.

Das Studium

Das Studienjahr ist in Nordamerika in drei Trimester eingeteilt: Herbst (1. September bis Weihnachten), Winter (Januar bis April) und Sommer (Mai bis August). Dabei ist das Sommertrimester aber für die Studierenden im "1er cycle" (d.h. Bachelor, bzw. baccalauréat) frei. Da die Trimester verhältnismäßig kurz sind, ist man gut beraten, sich gleich von Anfang an intensiv mit dem Lehrstoff zu beschäftigen. Mitte des Trimesters finden Zwischenklausuren statt und in den meisten Kursen sind regelmäßig schriftliche Hausaufgaben abzuliefern [...].
Alle Kurse im Bachelor (und auch die meisten im Master) finden an der Université de Montréal vollständig auf Französisch statt. Die Lehrbücher sind jedoch meist englischsprachig. [...].

Da ich mit dem TASSEP-Programm (Trans-Atlantic Science Student Exchange Program) in Montreal war, blieben mir die ansonsten für Ausländer sehr hohen Studiengebühren erspart. Auch einen Sprachkurs aus dem Angebot der Universität darf man als AustauschstudentIn kostenlos nehmen. Zudem werden vom "Centre de Communication écrite" kostenlose Sprachworkshops zu speziellen Themen angeboten, z.B. auch zum örtlichen Akzent. [...].

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Link: Université de Montréal


Russland

Ein Auslandsjahr an der Lomonossov-Universität, Moskau

Die Organisation vor Ort

[...]. Der Anmeldemarathon kann beginnen: Viele Stationen über mehrere Monate hinweg sind auf dem Weg zur Registrierung nebst Wohnheimausweis ("Propusk") sowohl innerhalb des Hauptgebäudes als auch außerhalb des Gebäudes zu absolvieren. [...] Zu den wichtigsten Stationen gehören die Anmeldung im Wohnheim im Sektor B, Kabinett 5 und 12, außerdem das Zimmer von Julia Jurievna, Hauptgebäude Sektor A, Zimmer 913, sowie ein Besuch bei der zuständigen Person für die Registrierung innerhalb der Fakultät. [...]. Dort erhaltet ihr auch eine Einzahlungsaufforderung von 250 Rubel auf das Konto der Universität. Dies erledigt man am besten in der Bank im Sektor B.
[...]. Bei der Administratorin erhält man den Studentenausweis und irgendwann den Anmeldebogen für die Metromonatskarte. Die Registrierungspapiere kann man nach ca. einer Woche abholen.

Russischkurse und weitere Seminare

Für die Einteilung in die Russischkurse ist es nötig, einen kleinen Grammatik- und Schreibtest zu absolvieren. Nach der Auswertung wird mitgeteilt, wann die Veranstaltungen beginnen. Die Lehrveranstaltungen für Ausländer sind beispielsweise Phonetik, Sprechen, Hören, Grammatik und das Lesen und Durchsprechen von russischer Literatur. Zudem existieren Einschreibelisten für zusätzliche Seminare, die speziell für Ausländer sind. In der Regel beginnen die Vorlesungen und zusätzlichen Seminare nicht vor dem 1. Oktober.

Das Leben in Moskau

Außerdem geht in Moskau vieles längst nicht so geordnet zu, wie man das aus Deutschland kennt. So sollte man beispielsweise bei Fahrten mit der Maschrutka auf spontane Fahrtroutenänderungen eingestellt sein, genauso wie auf das Fehlen von Busfahrplänen an den Haltestellen, auf Gesetze, die nicht immer eingehalten werden, auf Polizisten, die nicht immer zum Wohl der Bevölkerung handeln, auf eine Bürokratie, die nicht immer ordnet und auf vieles mehr. Insgesamt kann man den Aufenthalt in Moskau als einen Crash-Kurs im (Über-) Leben in einer Metropole sehen. Zeitrhythmen und das Verhältnis zur Zeit verändern sich schon in den ersten Wochen, in denen man noch viel neues in der Stadt entdeckt. Durch die weiten Distanzen zu Fuß oder mit der Metro - oftmals beides zusammen - vergeht ein Tag sehr schnell. Und wer am Abend immer noch über genügend Energie verfügt, der findet in den schier unzähligen Möglichkeiten, die Moskaus Nachtleben bietet, einen z.T. preisintensiven aber kurzweiligen Ausklang des Tages.

Tipp: 

[...]. Wohnungen kann man ab ca. 1000 Rubel/Tag in der City oder sogar ab unter 1000 Rubel außerhalb des Stadtkerns mieten z.B. bei cian.ru. Empfehlenswerte und für einen Kurzaufenthalt bezahlbare Wohnungen ohne Maklercourtage gibt es beispielsweise in der Nähe der Station "Sokol" in der Peschanaya Ulitsa/Pereulok oder auch in der Ulitsa Usievicha in der Nähe der Station "Aeroport". [...].

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Link: Lomonosov Moscow State University

USA

Ein Auslandssemster an der Michigan State University, East Lansing

Leben und Wohnen in East Lansing

[...] East Lansing ist eine kleine College Town, die wirklich durch die Uni lebt. Direkt neben den Campus befindet sich die Hauptstraße, wo viele Shops, Bars, Clubs etc. sind. Mit dem Bus kann man dann auch zwei Shopping Malls erreichen und das Kino. [...].
Ich selbst habe auf dem Campus gelebt in den Dorms gelebt. Da kann man auch Wünsche äußern, in welchem Wohnheim man leben möchte. Einige befinden sich auf dem alten Teils, einige auf dem neuen Teil des Campus. Dann muss man sich noch entscheiden, ob man ein Doppel- oder Einzelzimmer haben möchte. Bei einem Einzelzimmer kommt dann nur die Owen Hall in Frage, wo man dann auch einen anderen Meal Plan hat als andere. Ich selbst habe in Abbot Hall in einem Doppelzimmer gelebt, was ich mir mit einer Amerikanerin geteilt habe. Das war für mich eine sehr gute Erfahrung. Und ich habe im Dorm auch viele Freunde kennengelernt.

Die Universität

[...]. Die Michigan State ist riesig! 47.000 Studenten studieren dort und der wunderschöne grüne Campus ist so groß, dass ich auch nach einem Jahr noch nicht alles gesehen habe. Die Größe der Uni hat sowohl Vor- als auch Nachteile, über die man sich aber bewusst sein muss. So kann man sehr schnell in der Menge verloren gehen. Wer davor Angst hat, wäre an einem kleinen College eventuell besser aufgehoben, wo man auch Leute täglich auf dem Campus durch Zufall wiedertrifft. Einer der Vorteile ist aber das riesige Angebot an Kursen, Mensen und Freizeitangeboten. Sehr zu empfehlen ist auch das Angucken der zahlreichen College Sportarten. Das Football Stadium der Michigan State ist größer als jedes deutsche Fußballstadion und sich ein Footballspiel anzusehen ist ein Muss! An den sogenannten Game Days steht der Campus Kopf, alle Studenten sind ab morgens auf den Beinen und vor dem Spiel findet auf dem ganzen Campus das sogenannte Tailgating statt. [...].

Das Studium

Los ging das Auslandsabenteuer mit der Orientation Week an der MSU ein paar Tage vor Beginn des Semesters. Ich würde auf jeden Fall empfehlen daran teilzunehmen. Es gibt nicht nur wertvolle Tipps zur Fächerwahl, Meal Plan, Campusleben etc., sondern man lernt auch alle anderen Austauschstudenten kennen und kann erste Freunde finden. [...].

Dann wurde es ernst und das Semester begann. Die Kurse, die man bereits in Deutschland wählen sollte, konnte man auch dort nochmal ändern. Das war kein Problem, wurde mir aber vorher nicht so mitgeteilt. [...]. Während des Semesters schreibt man in jedem Kurs mehrere Klausuren, Quizzes, Hausarbeiten etc. [...]. Man ist so während des Semesters gut beschäftigt, aber kann sich sicher sein, dass man auch eine gute Note schreibt, wenn man was macht. [...].

Während des Semesters wurde von Stuy Abroad Office viele Trips für uns Austauschstudenten angeboten. Zum Beispiel ein Ausflug zu Cedar Point, einem Vergnügungspark in Ohio, zum Lake Michigan, nach Chicago, Detroit etc. Wir konnten auch selbst Vorschläge machen, was organisiert werden sollte. [...].

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Link: Michigan State University


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