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Cornelia Dwars


10_Cornelia Dwars

 

Für Cornelia Dwars, die im Internationalen Büro der FSU für die Beratung und Studienzulassung ausländischer Bewerber zuständig ist, begann ihr Weg ins spätere Berufsleben überaus bezeichnend:  1979 wagte sie selbst zum ersten Mal den Blick über das eigene Land hinaus und machte die Erfahrung des Bestehenmüssens in einem unbekannten Umfeld, als sie für zwei Jahre zum Studium der Fachrichtung Außenhandel an die Wirtschaftsakademie Poznań (Polen) ging.

Sie setzte ihr Studium anschließend an der Hochschule für Ökonomie "Bruno Leuschner" in Berlin fort und beendete es 1984, ein Jahr nach der Geburt ihres ersten Kindes, erfolgreich mit dem Diplomabschluß als Außenhandelskauffrau. Diese Tätigkeit übte sie auch bis 1985 beim VEB Außenhandelsbetrieb "Textilcommerz" Berlin aus, ehe sie aus familiären Gründen nach Jena zog. Ihrem angestammten Beruf blieb Cornelia Dwars treu; die Branche allerdings änderte sich: Prototypisch für viele Jenaer - und fast zwangsläufig in der Stadt der Optik - begann sie beim VEB Kombinat Carl Zeiß Jena und war dort neuerlich im Außenhandel tätig.

Den Weg zurück ins akademische Umfeld schlug Cornelia Dwars nur ein Jahr später ein, als sie 1986 eine Stelle im Direktorat Internationale Beziehungen der FSU Jena übernahm - jener Einrichtung, die ab 1991 als Akademisches Auslandsamt fungierte und 2007 in Internationales Büro umbenannt wurde. Hier wurde sie, inzwischen zweifache Mutter, ab 1993 vor allem mit der Studienberatung und der Studienzulassung ausländischer Studienbewerber betraut. Nun anzunehmen, Cornelia Dwars habe eine ruhige und überschaubare Schreibtischtätigkeit, wäre allerdings völlig fehl am Platze: Seit Mitte der 1990er Jahre nimmt das Interesse ausländischer Studierender an einem Studium oder einem vorübergehenden Studienaufenthalt in Jena stetig zu.

Heute gehen jährlich etwa 2700 schriftliche Studienanfragen ein - Anfragen zu Studienmöglichkeiten per Telefon oder persönlich noch nicht eingerechnet. Für Cornelia Dwars gehören bei der Beratung ausländischer Studieninteressenten neben einem verläßlichen und detaillierten Wissen über die Studienangebote der Universität mit allen Zugangsbedingungen natürlich auch genaue Kenntnisse der möglichen Hochschulzugangsberechtigung und der sprachlichen Zugangsvoraussetzungen dazu. Derartige Anfragen beinhalten aber häufig auch Aspekte wie die Anrechnung von Studienleistungen aus dem Heimatland, visarechtliche Konditionen oder Überlegungen zur Unterbringung, den Lebensbedingungen und der Finanzierung eines Studiums in Deutschland.

Die Zahl der Studienbewerbungen ausländischer Studieninteressenten hat sich in den letzten Jahren nach Aussage von Cornelia Dwars stetig zugenommen. Während  noch 1995 nur reichlich 400 Studienbewerbungen eingingen, hatte sich diese Zahl knapp anderthalb Jahrzehnte später bereits verfünffacht. Die gewachsene Zahl der Studienbewerber aus mittlerweile fast hundert Herkunftsländern zeigt die gestiegenen Herausforderungen auf diesem Arbeitsgebiet und belegt zugleich die erfolgreiche Arbeit von Cornelia Dwars und ihren Kollegen.

So ist es nur naheliegend, wenn sie den Anspruch an ihre Arbeit selbst darin sieht, unsere Universität noch internationaler werden zu lassen. Denn das Miteinander mit ausländischen Gästen bereichert "das Leben dieser Universität und hilft ihr, über den Tellerrand hinauszuschauen", wie es Cornelia Dwars abschließend auf den Punkt bringt. Da sie aus eigener Erfahrung weiß, was es bedeutet, in einem Land zu studieren, dessen Sprache man zumindest nicht perfekt beherrscht und dessen Kultur eine andere ist, kann jeder ausländische Student auf Cornelia Dwars' Verständnis rechnen, wenn es Hürden zu überwinden gilt. Und so bewundert sie immer wieder "den Mut junger Menschen, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen, um sich hier ausbilden zu lassen!"

Beitrag vom 14.04.2010

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