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Anne Günther


Anne Günther
 
 

Anne Günthers Gesicht dürfte wohl vielen Studierenden und Beschäftigten der FSU vertraut sein - und weitaus mehr noch die "Produkte" ihrer Arbeit; ist sie doch seit November 1987 am Fotozentrum der FSU Jena als Fotografin beschäftigt.

In dieser Einrichtung, die "Bildgedächtnis" und visuelle Gegenwart unserer Universität vereint, und seit 2010 zur Stabsstelle Kommunikation/ Pressestelle gehört, ist Anne Günther für das Bereitstellen von Fotografien und Bilddokumentationen zuständig. Zu ihrem Arbeitsalltag gehören dabei Porträtfotos von Hochschulmitarbeitern oder Gruppenaufnahmen, Bildreportagen für das Uni-Journal und Broschüren sowie vordergründig die Dokumentation von Tagungen, Konferenzen und anderen universitären Veranstaltungen. Wissenschaftliche Fotografie, das Arbeiten für die Kustodie und in der Handschriftenabteilung, gehören für Anne Günther ebenfalls zu ihren vielfältigen - und geliebten - Aufgabenfeldern.

Anne Günther besuchte bis 1977 in Jena die POS und kam bereits zu dieser Zeit zum ersten Mal mit dem Fotografieren in Kontakt. Von ihrem Vater, einem leidenschaftlichen Hobbyfotografen, bekam sie die Grundlagen professionellen Fotografierens vermittelt, lernte Motive wahrzunehmen, Filme zu entwickeln und vieles mehr.

So lag es nur nahe, daß Anne Günther nach dem Schulabschluß eine zweijährige Facharbeiterausbildung zur Fotografin aufnahm, die sie 1979, nach fundierter theoretischer Ausbildung in Potsdam und praktischen Ausbildungsmodulen in Jena, erfolgreich beendete. Es folgten Tätigkeiten als Fotografin in verschiedenen Ateliers des VEB HDR bzw. ab 1983 auch als Lehrfacharbeiter, die schließlich 1987 in der Qualifizierung zur Fotomeisterin gipfelten.

Die Verbindung zur FSU nahm ihren Anfang jedoch nicht erst mit ihrem Wechsel ins Fotozentrum zwei Jahre vor der Wende. Bereits seit 1980 war Anne Günther Mitglied im Universitätsfotoklub UNIFOK, wo sie viel von der Gruppe um Dr. Walter Streit lernte, deren Mitglieder für sie zu ersten Leitfiguren im Bereich des fotografischen Arbeitens wurden.

Die politische Wende der Jahre 1989/90 brachte für Anne Günther neben allen persönlichen Veränderungen auch eine Wende im fotografischen Bereich mit sich; denn zum Arbeiten auf Anforderung oder Auftrag gesellten sich mehr und mehr fotokünstlerische Arbeiten. Gerade die Kombination von Öffentlichem und Privatem, wie es sich beim Porträtieren von Menschen zeigen, aber ebenso beim fotokünstlerischen Fixieren von Architektur und Landschaften zutage treten kann, faszinierte Anne Günther dabei von Anfang an. Die Schwarzweißfotografie sollte dabei zu ihrem bevorzugten Stilmittel werden. 

Ihre zunehmende Professionalität und ihr künstlerisches Reifen auf diesem Feld blieben nicht unbemerkt: 1996, 1997, 1999 errang Anne Günther den Kunstpreis des Rektors; im Jahre  2000 wurde ihr schließlich sogar das Walter-Dexel-Stipendium zugesprochen.

Parallel dazu stellte sich ihr zu Beginn dieses Jahrzehnts die digitale Bildbearbeitung per Computer als neue berufliche Herausforderung - die Anne Günther ebenso meisterte wie das Vereinbaren von Beruf und Familie, nachdem im Jahre 2004 ihr Sohn Leon und drei Jahre später ihre Tochter Laura geboren wurden.

Anne Günther, die mit dem Vater ihrer Kinder in der Nähe von Bad Berka lebt und von ihrem achtzehnten Lebensjahr bis zur Geburt der Kinder durchgehend voll berufstätig war, fand dafür ihren eigenen Weg: Seit Ende 2008 arbeitet sie nach der Rückkehr aus der Elternzeit verkürzt und wird zusätzlich beim täglich neuen Bemühen, weder Beruf noch Familie zu kurz kommen zu lassen, von ihrem Vorgesetzten unterstützt, der versucht, sämtliche Abend- und Wochenendtermine zu übernehmen.

Nur Hausfrau und Mutter zu sein wäre allerdings für Anne Günther keine befriedigende Lösung, da sie ihren Beruf, der für sie zweifelsohne auch Berufung ist, sehr liebt und sich über ihn definiert: "Ich komme viel rum, treffe viele Menschen. Ich bin froh, diesen Job zu haben."

Wie sehr das tägliche Arbeiten mit der Kamera ihre Lebens- und Weltwahrnehmung verändert und beeinflußt, wird man spätestens 2011 wieder erleben können, wenn Anne Günther, die neben ihrer regulären Tätigkeit an der FSU in der Vergangenheit auch bereits einen Fotozirkel an der Volkshochschule leitete, eine große Ausstellung anläßlich ihres 50. Geburtstages konzipieren wird.

Beitrag vom 24.01.2011

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