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Kerstin Voigt


Kerstin Voigt, die Leiterin des Pilz-Referenz-Zentrums am Lehrstuhl für Allgemeine Mikrobiologie und Mikrobengenetik, studierte von 1987 bis 1992 Biologie an der Attila-József-Universität (JATE) in Szeged (Ungarn).

Nach der Spezialisierung auf Molekularbiologie und Biotechnologie und dem Belegen von zwei Semestern Lehramt für Fachpädagogik Biologie an der Universität Szeged,verfertigte sie als Mitglied der Arbeitsgruppe von Prof. Lajos Ferenczy ihre Diplomarbeit zum Thema "Fusarium fajok kromoszómális DNS-ének elválasztása pulzáltatott mezejü gélelektroforézíssel". Dieser zungenbrecherisch anmutende Titel läßt sich nach Angaben von Kerstin Voigt folgendermaßen übersetzen: "Trennung von chromosomaler DNA einiger Fusarium-Arten mit Hilfe der Pulsfeldgelelektrophorese".

Der Verteidigung ihrer mit "ausgezeichnet" bewerteten Diplomarbeit folgte ein Englisch-Sprachintensivkurs an der University of Surrey, Guilford (England).

Ab Herbst 1992 schloß sich für Kerstin Voigt die Promotionsarbeit zum Thema "Genetische Variabilität phytopathogener Pilze der Gattung Fusarium" in der Forschungsgruppe von PD Dr. Brückner am Lehrstuhl für Allgemeine Mikrobiologie der FSU Jena an. Im März 1995 wurde ihre Dissertation mit 'summa cum laude' bewertet, und sie erhielt im darauffolgenden Jahr den Promotionspreis der FSU "Beste Promotion der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät im Jahr 1996" verliehen. Im Januar 2003 folgte die Verteidigung der Habilitationsschrift über phylogenetische und diagnostische Analysen an mikroskopischen Pilzen. Verbunden mit der Verleihung der venia legendi für das Fach Mikrobiologie war wenig später die Verleihung des Habilitationspreises der FSU "Beste Habilitation der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Jahr 2004". Seit 2005 ist Kerstin Voigt Akademische Rätin.

Bis 2005 war Kerstin Voigt als Wissenschaftliche Assistentin bzw. Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Prof. Johannes Wöstemeyer am Lehrstuhl für Allgemeine Mikrobiologie und Mikrobengenetik tätig; eine Zeit, in die sich 1998 unter anderem ein Auslandsaufenthalt am United States Department of Agriculture, USA, einfügte und in die ein Jahr später die Übernahme der Kustodie am Pilz-Referenz-Zentrum Jena (ehemals Pilzkulturensammlung Weimar) fiel.

Kerstin Voigt, die sich im Rahmen von Forschung und Lehre vorrangig mit der Rekonstruktion der Evolution sehr alter rezenter Pilze (Zygo- und Chytridiomycota) mit Hilfe von Multigen-basierten Phylogenien, der Beschreibung neuer Pilzarten und -gruppen sowie der Identifizierung von mikroskopischen Pilzen aus der Umwelt befaßt, ist zudem Mitglied des Editorial Boards der Zeitschrift 'Journal of Basic Microbiology' sowie Gutacherin der DFG und des Natural Environment Research Council/British Antarctic Survey. Darüber hinaus fungiert sie als Gutachterin für mehrere internationale Fachzeitschriften.

Im Bereich der akademischen Selbstverwaltung wirkte Kerstin Voigt seit 2005 als Mitglied mehrerer Berufungskommissionen und ist seit 2007 Mitglied des Beirats für Gleichstellungsfragen als Gleichstellungsbeauftragte der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät der FSU Jena.

Sie ist verheiratet und hat einen vierjährigen Sohn.

Beitrag vom 24.01.2011

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