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Sepsisforschung in Jena wird ausgebaut

ZIK Septomics weiter vom BMBF gefördert
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27.03.2015
Die Arbeit am Zentrum für Innovationskompetenz Septomics - wie hier von Antje Häder an der Sterilwerkbank beim Überimpfen von Candida albicans - kann weitergehen, da jetzt die zweite Förderphase vom BMBF bewilligt wurde. Foto: Anna Schroll/HKI Die Arbeit am Zentrum für Innovationskompetenz Septomics - wie hier von Antje Häder an der Sterilwerkbank beim Überimpfen von Candida albicans - kann weitergehen, da jetzt die zweite Förderphase vom BMBF bewilligt wurde.
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Die Forschung am Jenaer Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) Sep­tomics wird für weitere fünf Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, wie das Ministerium am 27. März be­kannt­gab. Dem 2009 gegründeten Forschungsverbund von Friedrich-Schiller-Universität Jena, Universitätsklinikum Jena und Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI) stehen damit bis 2020 Finanzmittel zur Verfügung, die u. a. in die Einrichtung von zwei neuen Nachwuchsgruppen fließen. Im ZIK Septomics arbeiten Grundlagenfor­scher und Kliniker zusammen, um ein besseres molekulares Verständnis lebensbe­drohender Sepsiserkrankungen zu gewinnen, aus dem sich neue, lebensret­tende diagnostische und therapeutische Ansätze entwickeln lassen.


Als exzellent bewertet

"Wir freuen uns über die Fortsetzung der Förderung", sagt Septomics-Sprecher Prof. Dr. Oliver Kurzai, ermögliche diese doch nicht nur die außerordentlich er­folgreiche Arbeit des interdisziplinären Forschungsteams weiter auszubauen. "Zugleich sehen wir damit auch die gesamte Infektions- und Sepsisforschung am Standort Jena bestätigt", so der Professor für Fungal Septomics der Univer­sität Jena und Leiter der gleichnamigen Forschungsgruppe am HKI. Die bis­herige Entwicklung, maßgeblich geprägt von Prof. Dr. Frank Martin Brunkhorst und Prof. Dr. Hortense Slevogt sowie den Septomics-Gründern Prof. Dr. Konrad Reinhart, Prof. Dr. Axel Brakhage und Prof. Dr. Eberhard Straube, und das neue Strategiekonzept seien von der Exper­tenjury des BMBF als exzellent bewertet worden. "Im Rahmen der nun be­gin­nen­den zweiten Förderphase werden zwei neue Nachwuchsgruppen eingerich­tet, die in den kommenden fünf Jahren unsere Forschungsarbeit bereichern wer­den", ist sich Prof. Kurzai sicher.

So soll die neue Nachwuchsgruppe "Host Fungal Interfaces" klinisch relevante Aspekte der Pathobiologie invasiver Pilzinfektionen untersuchen. In enger Kooperation mit den beste­hen­den Arbeitsgruppen und dem seit 2014 in Jena angesiedelten Nationalen Re­ferenz­zentrum für Invasive Pilzinfektionen kann so der international sichtbare Forschungsschwerpunkt zu invasiven Pilzinfektionen weiter gestärkt werden.


Organfehlfunktionen im Verlauf der Sepsis

Die Nachwuchsgruppe "Translational Septomics" soll die Expertise des ZIK Sep­to­mics um die Forschung zu Mechanismen und klinischer Bedeutung von Organfehlfunktionen im Verlauf der Sepsis und bei Sepsisüberlebenden ergän­zen und dabei neue Konzepte für eine frühzeitige Erkennung und therapeu­ti­sche Interventionen entwickeln. Dazu wird die Gruppe sowohl in die Patienten­versorgung in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin eingebunden sein, als auch Forschungslabors am Beutenberg-Campus beziehen. Mit den beiden neuen Nachwuchsgruppen werden dann insgesamt fünf Arbeitsgruppen mit etwa 45 Personen am ZIK Septomics angesiedelt sein.

Neben der Förderung durch das BMBF wurde das ZIK Septomics auch über das Programm "ProExzellenz" des Freistaates Thüringen unterstützt. Dessen För­derung floss in die Finanzierung der klinischen Paul-Martini-Forschergruppe und hat den Septomics-Forschungsneubau ermöglicht.

Kontakt:
Prof. Dr. Oliver Kurzai, Dr. Katrin Haupt
Zentrum für Innovationskompetenz Septomics
Albert-Einstein-Str. 10, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 5321347
E-Mail: ,

 

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