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Neues Portal bündelt die Flut wissenschaftlicher Daten

Informatiker werden mit ihrem Projekt im Verband GFBio mit über 500.000 Euro gefördert
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14.08.2015
Informatikerin Prof. Dr. Birgitta König-Ries (r.) und ihre Mitarbeiterin Felicitas Löffler arbeiten im deutschen Verband für biologische Daten ( Foto: Jan-Peter Kasper Informatikerin Prof. Dr. Birgitta König-Ries (r.) und ihre Mitarbeiterin Felicitas Löffler arbeiten im deutschen Verband für biologische Daten ("German Federation for Biological Data" - kurz GFBio) an einem Portal, das die Archivierung und Analyse biologischer und umweltwissenschaftlicher Daten langfristig verbessern soll.
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Der deutsche Verband für biologische Daten ("German Federation for Biological Data" - kurz GFBio), an dem Informatiker der Universität Jena beteiligt sind, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 5,8 Millionen Euro gefördert. Ziel des 2013 ins Leben gerufenen Forschungsverbunds ist der Aufbau einer nationalen Dateninfrastruktur im Bereich der Biologie und Umweltwissenschaften.

Innovative Forschung sowie neue Techniken im Bereich der Umweltwissenschaften und Ökosystemforschung liefern heute eine Flut an digitalen Daten. Doch um etwa Veränderungen in der Zusammensetzung von Tier- und Pflanzengemeinschaften, die durch den Klimawandel bedingt sind, über Jahrzehnte hinweg erfassen und auswerten zu können, müssen die Daten langfristig gesichert und zugänglich sein. "Das setzt ein strukturiertes Datenmanagement voraus", sagt Prof. Dr. Birgitta König-Ries, Informatikerin von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Genau das ist das Ziel des Verbandes GFBio, in dem insgesamt 19 Partner aus ganz Deutschland unter der Federführung der Universität Bremen zusammenarbeiten und an dem neben dem Team um Prof. König-Ries auch Arbeitsgruppen des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena sowie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Leipzig beteiligt sind: Bereits vorhandene molekulare und ökologische Daten aus bestehenden Dateninfrastrukturen sollen in einem Portal vereinigt und vereinheitlicht werden. Vor allem aber will GFBio einen Rundum-Service für die Nutzung wissenschaftlicher Daten bieten. Dazu unterstützt der Verband Wissenschaftler bei der Projektplanung, der Datenerfassung und -visualisierung sowie bei der anschließenden Langzeitarchivierung in einem der angeschlossenen Datenzentren. Dieser ganzheitliche Ansatz und die Zusammenführung von Genom-, Umwelt- und Sammlungsdaten sind international einmalig.


Zentrale Anlaufstelle für die Datenrecherche und -archivierung

Die Jenaer Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Birgitta König-Ries ist in diesem Projekt für den Aufbau des GFBio-Portals zuständig, das als zentraler Einstiegspunkt fungieren und verschiedene Services für die Dateneinreichung (Data Submission), Datensuche und Datenanalyse bereitstellen soll. "Das Portal wird an mehrere Datenzentren und Archive angebunden sein, so dass es für Wissenschaftler künftig nur noch eine Anlaufstelle geben wird, um Forschungsdaten zu archivieren, zu recherchieren oder auszuwerten", erläutert König-Ries, die die Heinz-Nixdorf-Professur für verteilte Informationssysteme innehat.

Gemeinsam mit den lokalen Kooperationspartnern in Jena, Halle und Leipzig werden sie und ihr Team in der nun beginnenden Projektphase das neue Portal umfangreichen Benutzertests unterziehen. Daran werden auch Wissenschaftler aus dem nationalen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) beteiligt sein. "So wollen wir prüfen, ob die Infrastruktur, die wir entwickeln, tatsächlichen Anforderungen der Wissenschaft genügt." Die Jenaer Informatiker erhalten dafür in den kommenden drei Jahren über 500.000 Euro. Mit der Fördersumme werden u. a. zwei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter finanziert.

Weitere Informationen sind zu finden unter: http://www.gfbio.org

Kontakt:
Prof. Dr. Birgitta König-Ries, Felicitas Löffler
Institut für Informatik der Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946430 oder 946413
E-Mail: ,

 

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