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Online-Shops in Wolken

Jenaer Wirtschaftsinformatiker starten neue Kooperation mit der Intershop Communications AG
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25.05.2016
Individualisierungsmöglichkeiten sind das Ziel der Online-Shop-Technik, die in eine sogenannte Cloud transferiert wird und durch die Kooperation von FSU und Intershop umgesetzt werden soll. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU Individualisierungsmöglichkeiten sind das Ziel der Online-Shop-Technik, die in eine sogenannte Cloud transferiert wird und durch die Kooperation von FSU und Intershop umgesetzt werden soll.
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Die Fußball-Europameisterschaft steht kurz bevor und das hat auf nicht wenige Online-Shops etwa die gleiche Wirkung, wie die umsatzstarke Weihnachtszeit. Doch vor welche informationstechnischen Herausforderungen das gerade mittelständige Unternehmen und deren IT-Bereiche stellt, ist kaum vorstellbar. Während Online-Shop-Riesen über Hochleistungsrechner und eigene Shop-Technik verfügen, nutzen kleinere Unternehmen für ihren elektronischen Handel standardisierte Modelle. Dazwischen liegt eine große Kundengruppe, die weder mit den zu 100 Prozent standardisierten Systemen arbeiten möchte, noch die Kapazität hat, wie ein Großunternehmen online zu agieren. Bisher konnten sich diese Kunden bei entsprechenden Anbietern leistungsstarke Rechner zur Umsetzung ihres Web-Shops mieten. Doch die Nachfrage nach schnelleren und einfacheren Lösungen ist in den letzten Jahren gestiegen. "Es gibt in der Branche schon länger Überlegungen, E-Commerce-Systeme in eine Cloud zu transferieren", sagt Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Johannes Ruhland von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das sogenannte "Cloud Computing" (Rechnerwolke) bezeichnet die Ausführung von Programmen, die nicht mehr auf einem lokalen Rechner installiert sind, sondern auf einem anderen Rechner, der aus der Ferne z. B. über das Internet abgerufen wird. An einer solchen Alternative zum bisherigen Mietmodell arbeitet die Intershop Communications AG Jena nun zusammen mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der FSU.


Maßgeschneidert für Käufer und Verkäufer

Die Zusammenarbeit ist eine Fortsetzung der bereits bestehenden Kooperation im Bereich E-Commerce (elektronischer Handel) zur Entwicklung personalisierter Online-Shops für Geschäftskunden. So soll es auch um die im Vergleich zu Privatkunden sehr komplexen Bedürfnisse von Geschäftskunden - Online-Shops mit Produktbesprechungen, Kundenmeinungen und Kaufempfehlungen - gehen. Ergebnis wird ein maßgeschneidertes Internetangebot für die einzelnen Geschäftskunden sein.

Solche Individualisierungsmöglichkeiten sind Ziel der Shop-Technik, die in eine Cloud transferiert wird und durch die Kooperation von FSU und Intershop umgesetzt wird. "Der Kunde ist in der Gestaltung und Umsetzung seines Shops einfach freier als bei den schon vorliegenden standardisierten Systemen, die über eine Cloud abgerufen werden können. Das hat beispielsweise Vorteile für das saisonale Geschäft", so Prof. Ruhland.


Kundenakzeptanz bisher unerforscht

Aufgabe der Wirtschaftsinformatiker der Universität Jena ist es nun, gesicherte Erkenntnisse über die bisher noch gänzlich unerforschte Kundenakzeptanz der neuen Modelle zu sammeln. Denn nur weil ein E-Commerce-System technisch funktioniert, muss es nicht auch auf die Akzeptanz der Nutzer stoßen. Dafür tragen die Mitarbeiter um Johannes Ruhland u. a. Daten über Kundenbedürfnisse, Angebot und Nachfrage sowie Preise zusammen. "Wir liefern eine wissenschaftliche Erhebung, auf deren Grundlage Geschäftsmodelle herangezogen werden können und Marktexperimente durch unseren Kooperationspartner durchgeführt werden können", so der Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik und ergänzt "die wissenschaftliche Begleitung bei der Entwicklung eines solchen Projektes ist eine sehr schöne Aufgabe für die Jenaer Wirtschaftsinformatiker." Auch Dr. Jochen Wiechen, Vorstandsvorsitzender der Intershop Communications AG, freut sich über die fortgeführte Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsinformatikern der FSU Jena: "Intershop engagiert sich derzeit verstärkt im Bereich Cloud Commerce, da wir hier mit erheblichen Wachstumspotenzialen rechnen. Mit den gemeinsamen Forschungsbemühungen ergänzen wir die noch geringen Erfahrungswerte in diesem jungen Segment um wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und können so für den Markt das passende Portfolio entwickeln."


Kontakt:
Prof. Dr. Johannes Ruhland
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 943310
E-Mail:

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