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Gesunde Farbenpracht

Ernährungswissenschaftler engagiert sich in europäischem Netzwerk zur Carotinoid-Forschung
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02.08.2016
Die leuchtenden Rot-, Orange- und Gelbtöne von Früchten werden von Carotinoiden hervorgerufen. Der Ernährungswissenschaftler PD Dr. Volker Böhm geht den gesundheitsfördernden Effekten dieser natürlichen Pigmente in seiner Forschungsarbeit nach. Foto: Anne Günther Die leuchtenden Rot-, Orange- und Gelbtöne von Früchten werden von Carotinoiden hervorgerufen. Der Ernährungswissenschaftler PD Dr. Volker Böhm geht den gesundheitsfördernden Effekten dieser natürlichen Pigmente in seiner Forschungsarbeit nach.
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Sie färben Karotten, Tomaten und Paprika, aber auch Eigelb und Käse, Früchte und Blüten. Das rosa Federkleid von Flamingos ist ebenso auf sie zurückzuführen, wie die Farben von Lachs, Hummer und Garnelen. Hinter all diesen Rot-, Orange- und Gelbtönen stecken Carotinoide. Weit über 750 Vertreter der natürlichen Farbstoffe sind bislang bekannt.

Dabei sorgen Carotinoide nicht nur für interessante Farbtupfer in der Natur. "Diese Pigmente wirken auch als Antioxidantien und Pro-Vitamin-A-Quellen", sagt PD Dr. Volker Böhm von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Ernährungswissenschaftler und Lebensmittelchemiker geht den gesundheitsfördernden Effekten von pflanzlichen Carotinoiden in seiner Forschungsarbeit auf den Grund. Künftig kann er dabei mit zahlreichen Partnern aus ganz Europa kooperieren: Als einer von vier deutschen Forschern engagiert sich Böhm in dem von der EU geförderten COST-Netzwerk "European network to advance carotenoid research and applications in agro-food and health" - kurz EUROCAROTEN. COST steht für "European Cooperation in Science and Technology" und ist ein europäisches Rahmenprogramm zur Förderung von Wissenstransfer und Wettbewerb in der EU.


Nur 10 von rund 750 Substanzen sind bislang erforscht

Ziel des neuen Netzwerks, das Partner aus Industrie und Wissenschaft aus 30 Ländern vereint, ist, die Carotinoid-Forschung zu bündeln und so die europaweit verteilte Expertise und die wissenschaftlichen Ressourcen effektiv zu nutzen. "Bislang sind lediglich etwa 10 Carotinoide umfassend charakterisiert", unterstreicht Dr. Böhm den Forschungsbedarf. Konkret geht es darum, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen miteinander zu vernetzen, um gemeinsame Projektanträge zu stellen und vor allem auch Nachwuchswissenschaftler einzubeziehen. Dazu sollen u. a. Training Schools (Methodentrainingskurse) und Short Term Scientific Missions (kurze Forschungsaufenthalte in anderen Labors) etabliert werden.

In diesem Rahmen wollen Dr. Böhm und seine Arbeitsgruppe "Bioaktive Pflanzenstoffe" vor allem jungen Gastwissenschaftlern Aufenthalte in ihren Jenaer Labors ermöglichen und ihre Untersuchungsmethoden vermitteln. Daneben ist geplant, gemeinsame Übersichtsarbeiten zum aktuellen Wissensstand der Carotinoid-Forschung zu publizieren.

Kontakt:
PD Dr. Volker Böhm
Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dornburger Straße 25, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949633
E-Mail:


 

 

 

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