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Gemeinsam Türen öffnen

Versöhnungsforschung mit internationalen Partnern wird weiter gefördert
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06.12.2016
Prof. Dr. Martin Leiner spricht im Juli 2013 zur Eröffnung des interdisziplinären Forschungszentrums für Versöhnung an der Universität Jena. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU Prof. Dr. Martin Leiner spricht im Juli 2013 zur Eröffnung des interdisziplinären Forschungszentrums für Versöhnung an der Universität Jena.
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Kann es Frieden geben im Heiligen Land? Lassen sich Israelis und Palästinenser miteinander versöhnen? Seit 2013 arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Jena, der Ben-Gurion-Universität Beerscheba, der Universität Tel Aviv und vom Wasatia Academic Institute in Ostjerusalem gemeinsam in dem transdisziplinären Projekt "Hearts of Flesh - not Stone", um tiefere Einblicke in den Konflikt zu gewinnen und Ansätze für eine Lösung zu finden.

"Unser  Projekt wurde positiv evaluiert und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit etwa zwei Millionen Euro weiter gefördert", sagt Prof. Dr. Martin Leiner von der Universität Jena. Leiner, der Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik lehrt, freut sich, dass der Nahost-Konflikt weiter erforscht werden kann. Bereits jetzt gebe es interessante Ergebnisse.

So stellen sowohl die israelische als auch die palästinensische Seite in Frage, dass das Leiden der jeweils anderen Seite tatsächlich Realität ist. "In den Medien und im Schulunterricht taucht das Leiden der anderen nicht auf", sagt Martin Leiner. Bei den Palästinensern gehe es soweit, den Holocaust zu leugnen, während auf israelischer Seite die Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948 komplett ausgeblendet werde.
 
Im Projekt "Hearts of Flesh - not Stone" werden dagegen starke Zeichen gesetzt: Die Wissenschaftler sind mit Palästinensern nach Auschwitz gereist und haben Israelis beim Besuch in palästinensischen Flüchtlingslagern begleitet. Manche der Teilnehmer wurden so zum ersten Mal mit dieser Wirklichkeit konfrontiert, so Martin Leiner: "Wenn dabei deutlich wird, dass es sich um wirkliches Leiden wirklicher Menschen handelt, ist oft schon eine erste Tür zum Mitfühlen geöffnet."

Teilnehmer des bis Juli 2018 geförderten Projekts sind sieben Doktorandinnen und Doktoranden, die sich in Jena aufhalten. Nicht zuletzt von ihrer Arbeit erhoffen sich die beteiligten Wissenschaftler weitere Ergebnisse, die das Scheitern oder den Erfolg von Versöhnungsprozessen beschreiben und erklären können. Nicht nur im Nahen Osten.

Kontakt:

Prof. Dr. Martin Leiner
Theologische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 6, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 941145
E-Mail:    

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