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Weimarer Theaterzettel

Musikwissenschaftler bauen im Rahmen eines neuen DFG-Projekts eine Internetplattform zu Theater- und Besetzungszetteln des Deutschen Nationaltheaters Weimar auf
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02.03.2017
Prof. Dr. Michael Klaper leitet das Projekt, in dem historische Quellen aus dem Deutschen Nationaltheater digitalisiert und wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Foto: Anne Günther Prof. Dr. Michael Klaper leitet das Projekt, in dem historische Quellen aus dem Deutschen Nationaltheater digitalisiert und wissenschaftlich aufgearbeitet werden.
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Erneut fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Projekt des gemeinsamen Instituts für Musikwissenschaft der Weimarer Musikhochschule und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Projekt mit dem selbst erklärenden Titel "Aufbau einer Internetplattform: Theater und Musik in Weimar. Digitalisierung, Erfassung, wissenschaftliche Aufarbeitung und Online-Präsentation der Weimarer Theaterzettel von der Spielzeit 1969/70 bis zur politischen Wende 1989/90" ist am Lehrstuhl von Prof. Dr. Michael Klaper angesiedelt. In den Jahren 2017 bis 2018 wird es in Kooperation mit dem Landesarchiv Thüringen und seinem Leiter Dr. Bernhard Post realisiert.

Dieses Forschungsvorhaben knüpft an frühere Projekte an, die mit dem Jahr 1969 endeten. Dazu zählten sowohl "Musik und Theater in Weimar von der Ära Hummel bis zum Ende des Hoftheaters (1819-1918)" als auch "Theater und Musik in Weimar von der Gründung des Deutschen Nationaltheaters bis zur Umsetzung des Bitterfelder Programms (1919-1969)". Nun soll das gesamte Repertoire des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar von der Spielzeit 1969/70 bis zur politischen Wende 1989/90 erfasst und dokumentiert werden. Dazu gehören sämtliche Sparten vom Sprechtheater über das Musiktheater und Ballett bis hin zu den öffentlichen Konzerten. Insgesamt gilt es dabei, rund 30.000 Theater- und Besetzungszettel (inkl. Programmhefte) aus besagtem Zeitraum zu erfassen und wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Online präsentiert wird die überwiegende Zahl dieser Dokumente dann in Form von ca. 19.000 Digitalisaten im Rahmen von "UrMEL", einer von der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek geschaffenen Plattform. Damit wird ein einzigartiger historischer Quellenbestand sowohl der Forschung als auch einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zu Recherchezwecken aller Art zur Verfügung stehen. Als wissenschaftliche Mitarbeiter des Projekts fungieren Dr. Thomas Radecke und Annedore Hainsch M.A..

Die Digitalisate werden dabei innerhalb einer eigens für das Projekt entwickelten Applikation präsentiert und sind dort sofort nach Eingabe recherchierbar. Die im Rahmen von UrMEL bereitgestellten Projektmaterialien (Digitalisate und Metadaten) sind in übergreifende Informationssysteme und -verbünde integriert (DDB, Archivportal-D, EUROPEANA). Die gefundene Lösung wahrt die Stimmigkeit des Grundkonzepts des Projektes, die Digitalisate der Theaterzettel online verfügbar zu machen. Sie trägt anderseits der Erkenntnis von der zunehmenden Bedeutung der Programmhefte Rechnung: Angesichts der Tatsache, dass die Programmhefte einerseits theater- und kulturgeschichtlich, aber auch für die Frage der politischen Instrumentalisierung des Theaters unschätzbare Quellen sind, andererseits die Grafiken und Fotografien langfristigen Schutzfristen unterliegen, sollen die Besetzungslisten als Digitalisate bereitgestellt und die Programmhefte im Kommentarfeld der Theaterzetteldatensätze in Inhaltsübersichten beschrieben werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Klaper
Institut für Musikwissenschaft Jena-Weimar
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 18, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944990, 03643 / 555221
E-Mail: ,

 

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