Neue internationale Untersuchungen zur Qualität von Unterricht machen deutlich, dass den Problemen des Lehrens und Lernens besondere Aufmerksamkeit zu schenken ist: Lehrende benötigen zur Entwicklung ihrer professionellen Rolle zusätzliche Kompetenzen für die Lernförderung von Schülerinnen und Schülern. Dies verlangt von ihnen eine fortlaufende Vertiefung ihrer fachlichen, didaktischen und diagnostischen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie ihres Beurteilungsvermögens aufgrund wissenschaftlicher und praktischer Auseinandersetzung.
Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis in einer tätigkeitsfeldorientierten Fortbildung erfordert die Überwindung der Versäulung der drei Lehrerbildungsphasen. Trotzdem darf der spezifische Wissenschafts- bzw. Praxisauftrag der beteiligten Institutionen nicht aufgegeben werden. Aus den Aufträgen der beteiligten Institutionen ergeben sich vielmehr die Bedingungen einer Zusammenarbeit, die allen Beteiligten Nutzen bringen kann.
Auf der Grundlage dieser Überzeugungen führen das ThILLM, das ZfD und die Studienseminare gemeinsam eine Fortbildung Didaktik im institutionellen und regionalen Verbund durch. Diese ist für alle Lehrerinnen und Lehrer konzipiert, die besondere didaktische Aufgaben wahrnehmen oder in ihrer Berufskarriere anstreben. In einer ersten Phase wird die Fortbildung "Didaktik" vorwiegend für ca. 20 Fachleiter und lehrbeauftragte Fachleiter aller Lehrämter, also für das Ausbildungspersonal der 2. Phase der Lehrerbildung, organisiert. Eine spätere Funktionsausweitung wird ebenso angestrebt, wie die Etablierung der Fortbildung als offizieller postgradualer Studiengang.
Prof. Dr. Karl-Ulrich Meyn (Rektor der FSU Jena)
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Hermann Ströbel (Kultusministerium)
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Bernd Schreier (ThILLM)
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Prof. Dr. Will Lütgert (ZfD)
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