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Begabtenförderungswerke


Regelungen der Begabtenförderungswerke 

Die Begabtenförderwerke erhalten ihr Geld zum größten Teil von Bund und Ländern. Für sie gelten die einheitlichen Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Weitere Informationen zur Begabtenförderung im Hochschulbereich finden Sie hier.

Neben der Graduiertenförderung gehört auch die Studienförderung zu den Aufgaben der Stiftungen, d.h. alle Begabtenförderwerke vergeben auch in unterschiedlichem Umfang Studienstipendien. Nähere Informationen sind bei den Stiftungen direkt erhältlich.

Im folgenden werden einige für alle Begabtenförderwerke geltende Regelungen vorgestellt.


Unterbrechung des Studiums

Die Möglichkeit, das Stipendium wegen Schwangerschaft oder Kindererziehung zu unterbrechen, ist insbesondere im Hinblick auf die Dauer bei allen Begabtenförderwerken unterschiedlich geregelt. Ein Anspruch auf Unterbrechung besteht nicht, sondern die Stiftungen treffen auf Antrag Einzelfallentscheidungen aufgrund der individuellen Begründung.


Die Konrad-Adenauer-Stiftung beispielsweise ermöglicht eine Unterbrechung für maximal ein Jahr. Die Richtlinien der Friedrich-Naumann-Stiftung sehen eine Stipendienunterbrechung in der Regel nicht vor. Wenn eine Stipendiatin wegen einer Schwangerschaft die Forschungsarbeit aussetzt, könnte das Stipendium jedoch gegebenenfalls für drei Monate unterbrochen werden. Auch bei der Heinrich-Böll-Stiftung bedarf die Unterbrechung des Stipendiums eines individuellen Antrags und einer Begründung.

In der Regel bewilligt das Studienwerk eine Unterbrechung wegen Schwangerschaft und Kindererziehung bis zu einem halben Jahr.


Verlängerung der Förderungsdauer

Die Verlängerung der Förderungsdauer wegen einer Schwangerschaft oder der Erziehung von Kindern handhaben die Stiftungen unterschiedlich.


Die Konrad-Adenauer-Stiftung erkennt eine Schwangerschaft bzw. die Erziehung von Kindern zwar grundsätzlich als Verlängerungsgrund an, gewährt eine Verlängerung aber nur im Rahmen der maximalen Regelförderungsdauer von drei Jahren. Unter Hinweis auf eine Änderung der Richtlinieninterpretation für die Förderwerke gewährt die Heinrich-Böll-Stiftung eine Verlängerung ebenfalls nur noch innerhalb der Höchstförderungszeit von drei Jahren.
Wird ein Kind während der Laufzeit eines Stipendiums geboren, kann bei der Friedrich-Naumann-Stiftung die restliche Laufzeit um ein Jahr verlängert werden, wobei die zeitliche Obergrenze von vier Jahren nicht überschritten werden darf. Bei der Hanns-Seidel-Stiftung ändert die Geburt eines Kindes prinzipiell nichts an der bewilligten Förderungsdauer.


Elternzeit und Stipendium

Ob ein Stipendium auch während der Inanspruchnahme von Elternzeit aufrechterhalten wird, hängt in der Regel davon ab, ob die kontinuierliche Arbeit an der Dissertation sichergestellt ist. Auch hier führen die Stiftungen eine Einzelfallprüfung durch.
Wenn die lückenlose Fortsetzung der wissenschaftlichen Arbeit nicht gewährleistet ist, storniert bspw. die Hanns-Seidel-Stiftung das Stipendium entsprechend der gesetzlichen Höchstdauer der Elternzeit für maximal drei Jahre.

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