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Die Gunst des Augenblicks


Lyrik der Gegenwart 
Thüringer Lesungen und Werkstattgespräche

Programm 2017

(Der Besuch der Lesungen - im Rahmen dieser Reihe - ist für StudentInnen kostenfrei! Dies gilt jedoch nur für jene Lesungen die in Schillers Gartenhaus stattfinden.)

Bärbel Klässner - Die Lesung wurde auf den 11.07. VERSCHOBEN!

18.30 Uhr in Erfurt / Haus Dacheröden - Moderation: Nancy Hünger

 
Bärbel Klässner, geboren 1960 in Magdeburg, studierte Sozialpsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In den 80er Jahren engagierte sie sich in der Oppositionsbewegung innerhalb der Evangelischen Kirche der DDR. Sie gab in Jena die illegale Zeitung frau anders mit heraus. Seit 1995 leitet sie Schreibgruppen und -werkstätten. Bärbel Klässner ist Mitglied in der Literarischen Gesellschaft Thüringen, im Verband der Schriftsteller und in der Autorinnenvereinigung e.V. Seit 2003 lebt sie als freie Autorin in Essen.
Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, sie erhielt u. a. das Harald-Gerlach-Literaturstipendium (2013), das Clara- und Eduard-Rosenthal-Stipendium der Stadt Jena für Literatur/Stadtschreibung und war mehrfach Preisträgerin im Postpoetry-Wettbewerb NRW.
 
Zuletzt erschienen: so übernächtigt so angezündet: Poesie & Liebe (2014); Der Zugang ist gelegt (2008).
 
"Sie hat sich ihre eigene Sprache geschaffen, dazu eine erstaunlich selbständige (originäre) Bilderwelt, die kaum Anleihen erkennen lässt. Bärbel Klässners Gedichte bergen immer wieder Zeilen, Wendungen, die sich festhaken." (Wulf Kirsten, Nachwort "Nahe dem wortwendekreis")
 



Barbara Köhler

15.05. / 19.30 Uhr in Jena - Moderation: Nancy Hünger und Dr. Johanna Bohley
16.05. / 18.30 Uhr in Erfurt
/ Haus Dacheröden: Moderation: Guido Naschert
 
Barbara Köhler, geboren 1959 in Burgstädt, arbeitete nach dem Abitur in verschiedenen Funktionen am Theater in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). 1985 bis 1988 studierte sie am Institut für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig. Seit 1990 lebt sie als freie Autorin in Chemnitz und übersiedelte 1994 nach Duisburg. Sie verfasst nicht nur Texte für Kunstzeitschriften und Kataloge, sondern arbeitete auch mit bildenden KünstlerInnen zusammen. Neben Gedichten, Essays und Übersetzungen (z.B. von Gertrude Stein), entwickelt sie seit 1996 auch eigene Textinstallationen, Schriftbilder, Audio-Arbeiten und Multiples, temporäre und ständige Arbeiten für den öffentlichen Raum und private Gärten.
Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, sie erhielt u. a. den 2017: Alice Salomon Poetik Preis (2017), den Peter-Huchel-Preis (2016). 2013 war sie Artist in Residence an der Cornell University, Ithaca N.Y.

Zuletzt erschienen: Istanbul, Zusehends. Gedichte, Lichtbilder (2015); 36 Ansichten des Berges Gorwetsch (2013).

"Die Lyrikerin arbeitet an der Sprache, vorsichtig, tastend, energisch und selbstbewußt. Manchmal bringt sie Worte ins Schweben. Diese Dichtung ist aufregend, vielschichtig, eigenständig, unerklärlich." (Birgit Dahlke, neue deutsche literatur)

Förderer & Partner: Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. [GfdS]



Dirk von Petersdorff

04.07. / 19.30 Uhr in Jena: Moderation: Dr. Helmut Hühn und PD Dr. Stephan Pabst (FSU Jena)

Dirk von Petersdorff, geboren 1966 in Kiel, studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Kiel. Dort legte er 1991 das erste Staatsexamen ab. 1995 promovierte er in Literaturwissenschaft, habilitierte sich 2003 an der Universität des Saarlandes. Heute lebt er in Jena, wo er an der Friedrich-Schiller-Universität als Professor für Neuere Deutsche Literatur tätig ist. Seit 2004 ist Dirk von Petersdorff Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Daneben ist er Mitglied des Internationalen Zentrums für Klassikforschung. 2013 war er Writer-in-Residence an der Washington-University, St. Louis, und erhielt die Poetikdozentur der Universität Tübingen, gemeinsam mit Hans Magnus Enzensberger. 2016 war er als Fellow am "Internationalen Kolleg Morphomata" in Köln.

Zuletzt erschienen: Sirenenpop (2014); Wie soll man Geschichte(n) schreiben? Tübinger Poetik-Dozentur (2013).

"Ist Dirk von Petersdorff ein Pop-Lyriker oder ein Neuromantiker? Er ist beides zugleich und doch ein Solitär, eigenwillig und beweglich." (Harald Hartung, FAZ)




Thomas Kunst

15.09. /19.30 Uhr in Jena - Moderation: Nancy Hünger und Ralf Schönfelder (Lese-Zeichen e.V.)

Thomas Kunst, geboren 1965 in Stralsund, studierte zunächst Pädagogik in Leipzig und ist seit 1987 als Bibliotheksassistent der Deutschen Nationalbibliothek tätig. Er schreibt Lyrik und Prosa und befasst sich mit musikalischer Improvisation (Gitarre und Violine). Sein literarisches Debüt Besorg noch für das Segel die Chaussee erschien 1991, es folgten zahlreiche Lyrikbände, Romane, Hörbücher und Musik-CDs. Thomas Kunst erhielt u. a. den Dresdner Lyrikpreis, das Stipendium der Villa Massimo und 2004 den F.-C.-Weiskopf-Preis der Akademie der Künste Berlin und 2014 den Lyrikpreis Meran. Er ist Mitglied im P.E.N.

Zuletzt erschienen: Freie Folge (2015); Kunst. Gedichte 1984-2014. (2015).

"Jedes Gedicht ein Juwel. Jedes Gedicht eine Feier des Lebens. In jedem entdeckt man Losungsworte der Errettung, der Abwendung vom Öden, Stumpfen, Glanzlosen. Kunst ist der Pestdoktor unserer Zeit: Er heilt."
(Feridun Zaimoglu, LiteraturSpiegel)



Norbert Hummelt

23.10. / 19.30 Uhr in Jena - Moderation: Gloria Freitag und Dr. Helmut Hühn
Prosa der Gegenwart
24.10. / 18.30 Uhr in Erfurt 
/ Haus Dacheröden: - Moderation: Guido Naschert

Norbert Hummelt, geboren 1962 in Neuss am Rhein, studierte Anglistik und Germanistik in Köln. Erste literarische Texte entstanden seit 1984, erste Gedichte seit 1986. Seit 1984 war er für verschiedene Zeitungen und Rundfunkanstalten journalistisch tätig. Er leitete von 1988 bis 1992 die Autorenwerkstatt der Universität Köln und lebt seit 1991 als freier Schriftsteller. 1993 erschien sein Debüt knackige codes im Druckhaus Galrev, Berlin, seitdem sind zahlreiche Essays und Features zur Literaturgeschichte und Poetik entstanden. Er gab u.a. die Werke von W.B. Yeats heraus und übertrug T.S. Eliots Gedichtzyklen The Waste Land und Four Quartets neu ins Deutsche. Seit 2002 unterrichtete er wiederholt als Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis der Stadt Köln (1996), dem New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds (2001), zuletzt erhielt er den Niederrheinischen Literaturpreis (2007).

Zuletzt erschienen: Fegefeuer (2016); Pans Stunde (2011).

"Norbert Hummelt schreibt nicht von dem, was er sieht, sondern von dem, was ihn berührt. Das reicht in tiefe Schichten." (Deutschlandfunk)



Gerhard Rühm

21.11. / 18.30 Uhr in Erfurt 
/ Haus Dacheröden: - Moderation: Guido Naschert

Gerhard Rühm, geboren 1930 in Wien, studierte Klavier und Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit Anfang der 50er Jahre produzierte er Lautgedichte, Sprechtexte, visuelle Poesie, Photomontagen und Buchobjekte. Er ist Mitgründer der Wiener Gruppe (mit Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Konrad Bayer und Oswald Wiener) und auch Herausgeber der gleichnamigen Anthologie. Von 1972 bis 1996 war er Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und von 1978 bis 1982 Präsident der Grazer Autorenversammlung. Rühms Arbeiten sind im Grenzbereich von Musik, Sprache, Gestik und Visuellem angesiedelt. Seine Hör-Produktionen sind herausragende Beispiele für das Neue Hörspiel und die Akustische Kunst. Sein Werk ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Seit 2005 gibt Michael Fisch seine Gesammelten Werke heraus. Gerhard Rühm selbst verwaltet den Nachlass von Franz Richard Behrens und ist Herausgeber des Werkes von Konrad Bayer. Seit 1978 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.
Rühm erhielt zahlreiche Preise, darunter den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur (1991), den Alice-Salomon-Poetik-Preis (2007) und Karl-Sczuka-Preis (2015).

"Ein Komponist ist er geworden, mit allen Texten gewaschen; ein Dichter ist er geworden, mit allen Ohren blickend und Händen findend; ein bildender Künstler ist er geworden mit eigenen Klaviaturen. Ein Filmemacher, ein Wiederentdecker, ein Diskurserfinder, ein Essayist, ein Wissenschaftler im Erforschen dessen, was er da tut, ist Gerhard Rühm ebenfalls geworden." (Michael Lentz, FAZ)




Prosa der Gegenwart
Thüringer Lesungen und Werkstattgespräche


Leif Randt

13.06. / 19:30 Uhr in Jena - Moderation: Prof. Dr. Simone Schiedermair und Dr. Boris Hoge-Benteler (FSU Jena)

Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt am Main, gehört seit seiner mehrfach ausgezeichneten Wohlstandsutopie Schimmernder Dunst über Coby County zu den stilbildenden deutschsprachigen Autoren. Er studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 2006 war er Finalist beim 14. Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin. Er schrieb das Drehbuch Innocence für eine Razor-Film-Produktion.
Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, so erhielt er u.a. beim Ingeborg-Bachmann-Preis für einen Auszug aus dem Romanprojekt Schimmernder Dunst über Coby County den Ernst-Willner-Preis 2011 und jüngst den Erich-Fried-Preis (2016).

Zuletzt erschienen: Planet Magnon (2015); Schimmernder Dunst über Coby County (2011).

"Als hätte der StarWars-Erfinder George Lucas zusammen mit Jürgen Habermas, dem brillantesten Soziologen Deutschlands, einen Roman verfasst." (Denis Scheck)



Jan Brandt

13.10. / 19:30 Uhr in Jena - Moderation: Prof. Dr. Simone Schiedermair und Dr. Boris Hoge-Benteler (FSU Jena)


Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland), lebt in Berlin. Er studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Köln, London und Berlin und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Sein Roman ›Gegen die Welt‹ (DuMont 2011) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. 2014 war er Gast in der Villa Aurora, Los Angeles. Zuletzt erhielt er das Spreewald-Literatur-Stipendium 2015

Zuletzt erschienen: Tod in Turin (2015); Stadt ohne Engel (2016).

"Brandt, der sich ›manischen Realismus‹ attestiert, ist ein begnadeter Hinseher und Nachgucker." (Erhard Schütz, DER FREITAG)

"Dass sich Brandt seinen Themen mit Haut und Haar ausliefert, macht das Besondere, Gewagte dieser Texte aus." (Oliver Jungen, FAZ)



Projektträger: Schillers Gartenhaus in Kooperation mit der Literarische Gesellschaft Thüringen e.V., dem Lese-Zeichen e.V., der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Forschungsstelle Europäische Romantik Jena, der Herbstlese Erfurt e.V.

Förderer: Thüringer Staatskanzlei, Stadt Erfurt, Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.

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"Die Gunst des Augenblicks" heißt eine Veranstaltungsreihe, die 2012 von Helmut Hühn (Universität Jena) und Guido Naschert (Literarische Gesellschaft Thüringen e.V.) initiiert wurde. Die Reihe hat mittlerweile ein thüringenweites Forum geschaffen, das renommierten Autorinnen und Autoren der Gegenwart die Gelegenheit bietet, ihre Texte publikumsnah vorzustellen. ausführliche Informationen >

 

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