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Wortmarke FSU

Dr. Andreas Gla


 

Physik (Diplom)



 



 


 


 

1990-1996

Studium an der Bayrischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg

1996-1999

Promotionsstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Dissertation zum Thema der Steuerung von chemischen Reaktionen mittels Kurzpuls-Laserstrahlung

1996-1997

BWL-Aufbaustudiengang an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

1999-2003

Tätigkeit bei der Lambda Physik AG:
Nov. 1999-Nov. 2000 Project Controller

Foto: privat

Dez. 2000 -Juni 2002 Leiter Innovationsmanagement
Juli 2002 - Jan. 2003 Leiter Vorstandsbüro

seit Feb. 2003

Entwicklungscontroller bei der Carl Zeiss SMT AG

 

 

Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?

 

Als Entwicklungscontroller bin ich zuständig für die betriebswirtschaftliche Begleitung der Produktentstehungsprozesse von der Entwicklung bis hin zur Markteinführung. So plane ich gemeinsam mit dem jeweiligen Produktverantwortlichen unter Berücksichtigung der fachlichen Zielvorgaben die Entwicklungsbudgets und überwache deren Einhaltung. Auf Basis der festgelegten Budgets erstelle ich für jedes Produkt Businesspläne, die von mir regelmäßig aktualisiert werden. Anhand dieser Businesspläne wird nicht nur die Wirtschaftlichkeit von neuen Produkten beurteilt, sondern letztendlich die Geschäftstätigkeit des gesamten Unternehmens.

 

 

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für Ihren Beruf wichtig?

 

Der globale Charakter der Halbleiterindustrie bestimmt die täglichen Anforderungen: So sind Englisch, ein sicherer Umgang mit Standardprogrammen (MS-Office, MS Project u.a.), Projektmanagement-Kenntnisse und das Arbeiten im Team unerlässliche Voraussetzungen neben den fachspezifischen Kenntnissen. Speziell für mich als Entwicklungscontroller sind fundierte technisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse insbesondere im Bereich Optik sowie auch betriebswirtschaftliches Wissen notwendig.

 

 

Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen hat Ihnen die Friedrich-Schiller-Universität vermittelt?
 

Durch die Promotionsarbeit in experimenteller Physik konnte ich meine wichtigste Kompetenz, das selbstständige analytische Erfassen komplizierter (technisch-wissenschaftlicher) Sachverhalte ausbauen. Da heute nicht nur Firmengründer und Firmenlenker, sondern alle engagierten Mitarbeiter eines Unternehmens unternehmerisch denken und handeln müssen, wollte ich mir auch Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge aneignen. Die Promotionsprüfungsordnung an der FSU Jena hat es mir ermöglicht, BWL als drittes Promotionsfach zu wählen - neben experimenteller und theoretischer Physik als erstes und zweites Promotionsfach. Zudem herrschte an der FSU Jena ein „Unternehmensgründerklima“, in welchem Ausgründungen durch die Universität unterstützt wurden. So gab es einige Programme, initiiert durch die Physikalisch-Astronomische Fakultät und die Wirtschaftswirtschaftliche Fakultät, in denen Naturwissenschaftler und Betriebswirtschaftler gemeinsam Geschäftsideen entwickeln konnten, um diese in Praxis umzusetzen. In einem der Programme, das von Prof. Dr. B. v. Knyphausen (WiWi-Fakultät) geleitet wurde, habe ich mit weiteren Kollegen unsere Produktidee zur Messung ultrakurzer Laserpulse, die im Zuge unserer wissenschaftlichen Arbeit entstanden war, weiter verfolgt. Wir erstellten einen Businessplan, den wir interessierten Investoren vorstellen konnten. Die gemachten Erfahrungen kommen mir heute zugute.



Welche Tätigkeiten und Erfahrungen waren außerhalb des Studiums wichtig?

Während der Zeit meiner Promotion habe ich mich in dem Arbeitskreis „Option für die Zukunft“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft engagiert. In diesem Arbeitskreis haben wir die Zukunftsperspektiven junger Physiker/-innen in Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert. Oft genannte „Optionen“ waren unter anderem das Aneignen von betriebswirtschaftlichen Zusatzkenntnissen oder die Gründung einer eigenen Firma. Einige der Mitglieder dieses Arbeitskreises hatten bereits ihre eigene Firma gegründet. Diese Eindrücke haben mich bewegt, das erste Existenzgründerseminar für Naturwissenschaftler an der Friedrich-Schiller Universität Jena durchzuführen. Dank der Unterstützung durch meinen Doktorvater, Prof. Dr. R. Sauerbrey und durch Herrn Prof. Dr. V. Botta von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät war das Seminar ein großer Erfolg und im Rückblick eine wichtige Bestätigung für meinen eingeschlagenen Berufsweg.


Ich würde wieder nach Jena gehen, weil ...

... es den Studenten dort in idealer Weise ermöglicht wird, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Das selbstständige unternehmerische Denken der Studenten wird zudem in vielen Programmen gefördert und man hält sie dort an, auch über die eigene Firmengründung als Alternative zu der Anstellung in Wissenschaft oder Wirtschaft nachzudenken. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll die persönliche Unterstützung durch den Doktorvater bei der wissenschaftlichen Arbeit, aber auch bei der Verfolgung der eigenen Geschäftsidee ist. Zusammenfassend war die Zeit an der FSU Jena für mich eine wichtige Vorbereitung auf meine unternehmerische Tätigkeit in der Industrie.

 

 

 

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