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IZKF-Projekt

Untersuchung von Verlauf und Prognose von Faserbahnläsionen bei der Hirnstammischämie mit anisotroper DWI und Diffusionstensor-MRT

Dr. med. Clemens Fitzek, PD Dr. med. Hubertus Axer, Dr. med. Sabine Fitzek

IZKF Jena

Einleitung:
Neue Entwicklungen der MR Methodik auf dem Gebiet der Diffusionsbildgebung ermöglichen es, exakt und hocheffizient mittels ADC zwischen zellulärem Ödem und extrazellulären Ödems zu differenzieren und die Intaktheit von Bahnsystemen mittels DTI zu bestimmen. Hiermit ist es erstmals möglich vorauszusagen, welche Bereiche im Hirnstamm irreversibel geschädigt sind. Gleichzeitig verfügen wir über einen in der Arbeitsgruppe weiterentwickelten Hirnstamm Faser Atlas, mit dem Hirnstamm Bahnen im MRT prospektiv deutlich besser als bisher identifiziert werden können. Diese beiden Voraussetzungen ermöglichen es, folgende Hypothesen zu untersuchen:

Hypothese:
1. Bahnen, die von Läsionen betroffen sind, bei denen der ADC Wert um mehr als 40% reduziert ist, degenerieren irreversibel.
2. Die Bereiche mit geringerer ADC Minderung und überwiegend extrazellulärer Wassereinlagerung zeigen keine maßgebliche Faserdegeneration.

Arbeitsplan:
20 Patienten mit umschriebenen, klar definierten Hirnstamminfarkten, die entweder die Pyramidenbahn oder cerebello-pontine Bahnen betreffen, werden früh (innerhalb von 12 Stunden nach Infarkt) im MRT untersucht werden. Es wird eine Prognoseabschätzung zu einer erwarteten Faser Degeneration getroffen und festgehalten. Nach 7 Tagen sowie nach 3 Monaten werden die Patienten im MRT nachuntersucht und festgestellt, inwieweit und in welchem Umfang es tatsächlich zu einer Faserdegeneration gekommen ist. Zusätzlich werden klinisch funktionelle Daten mit den Läsionen korreliert. Das Ergebnis der Studie ist bedeutsam für die frühe Prognoseabschätzung nach Insult.

 
Abbildung: Markscheidenlichtung in beiden Pyramidenseitensträngen bei einer spastischen Spinalparalyse (aus: Oskar Gagel, Einführung in die Neurologie, Springer, 1949).
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