Evangelische Theologie (Diplom) |
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1964-1967 |
Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena | |
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1967-1968 |
Studium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald | |
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1968-1969 |
Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena | |
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1969-1973 |
Forschungsstipendium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena | |
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1973-1977 |
wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Theologie Jena | |
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1974 |
Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Thema der Dissertation: "Studien zu Form- und Traditionsgeschichte der biblischen Makarismen" | |
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1977-1981 |
Evang.-luth. Pfarrer an der Trinitatiskirche in Leipzig-Anger-Crottendorf | |
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1981-1992 |
Dozent bzw. Professor am Theologischen Seminar Leipzig/an der Kirchlichen Hochschule Leipzig | |
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1992 |
Habilitation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Thema der Habilitationsschrift: "Jesu Gleichnisse als Poesie und Therapie" | |
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1992-2001 |
Universitätsprofessur an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, Fachgebiet "Neutestamentliche Wissenschaft" | |
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seit Sept. 2001 |
Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen | |
Worin besteht Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit?
Meine Aufgabe ist es, als Geistlicher die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen zu leiten. Dazu gehört erstens, dass der Landesbischof regelmäßig predigt und theologische Vorträge vor allem in den Kirchengemeinden und vor Pfarrkonventen hält. Im weiteren Sinn gehören dazu auch öffentliche Äußerungen zur Lehre der evangelischen Kirche und zu Gegenwartsfragen. Leitung vollzieht sich zweitens (wie in vielen anderen Spitzenpositionen auch) durch Entscheidungen über Sachfragen, Haushalts- und Personlangelegenheiten. Dazu sind viele verschiedene Kompetenzen und Gremien einzubeziehen und zu berücksichtigen. Drittens muss die Landeskirche nach innen und nach außen gegenüber anderen Kirchen und im politischen Raum vertreten werden. Schließlich gehören viele Einzelgespräche zu dieser Aufgabe, in denen Sorgen von Gemeindegliedern und Pfarrern besprochen und beraten werden müssen.
Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für Ihren Beruf wichtig?
Zunächst gehört eine solide theologische Grundausbildung zum Handwerkszeug jedes Pfarrers, also auch des Bischofs. Dazu kommt wesentlich die Fähigkeit, mit anderen Menschen bzw. Christen sensibel und partnerschaftlich umzugehen, die jeweils ihre eigene Glaubensprägung, ihre Wünsche, Eigenheiten und Geschichte mitbringen. Wie bei jeder anderen Leitungstätigkeit müssen Gemeindemitglieder und Mitarbeiter motiviert und gewonnen werden, weil nur alle zusammen Kirche sind und überzeugend auf Gott hinweisen können, dem alle Menschen ihr Leben verdanken.
Welche für Ihren Beruf wichtigen Kompetenzen hat Ihnen das Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vermittelt?
An der FSU Jena habe ich die grundlegenden theologischen Kompetenzen und durch das Engagement in der evangelischen Studentengemeinde eine Reihe von kommunikativen Fähigkeiten erworben, die unabdingbar sind für den Beruf des Pfarrers. Für den Umgang mit Menschen habe ich von den ersten Lehrveranstaltungen, die ich als Promotionsstudent gehalten habe, besonders viel profitiert.
Welche Tätigkeiten und Erfahrungen waren außerhalb des Studiums wichtig?
Meine beruflichen Erfahrungen als Elektromonteur und das Engagement im Studentenclub Rosenkeller haben mich meine Umgebung anders erleben lassen und mit ganz unterschiedlichen Menschen umgehen gelehrt. In der zweiten Phase der Ausbildung zum Pfarrer, die wie bei Lehrern und Juristen im Praxisfeld, das heißt in einer Kirchgemeinde, erfolgt (Vikariat), wurden wesentliche praktische Anwendungen erprobt und geübt, die innerhalb des Studiums schwerlich ausgebildet werden können.
Ich würde wieder nach Jena gehen, weil ...
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in dieser Universität Studenten verschiedenster Fachrichtungen miteinander zwanglos Verbindung aufnehmen können und weil diese Stadt mit ihrer Universität eng zusammengehört. |