| Leiter: |
Prof. Dr. Stefan Halle |
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Anschrift: |
Friedrich-Schiller-Universität Jena Institut für Ökologie Dornburger Str. 159 07743 Jena |
| Tel: | 03641 949401 |
| Fax: | 03641 949402 |
| Sprechzeiten: | Mo. 14-15 Uhr und Do. 10-11 Uhr oder nach telefonischer Rücksprache |
Unsere Arbeiten auf den Gebieten Verhaltensökologie, evolutionäre Ökologie, Populationsdynamik und Landschaftsökologie führen wir mit Kleinsäugern, und hier insbesondere mit Wühlmäusen durch. Einen thematischen Schwerpunkt bildet die räumlich-zeitlich Organisation von Populationen sowie die Chronoökologie, d.h. die Untersuchung der ökologischen Bedeutung tageszeitlicher Aktivitätsmuster für Räuber-Beute Interaktionen, für interspezifische Konkurrenz ( temporal niche concept ) und für die intraspezifische soziale Organisation von Populationen. Im Vordergrund der Arbeiten stehen Aspekte der ökologischen Grundlagenforschung, wobei experimentelle Freilandarbeiten auf Populationsniveau mit Computermodellierung (individual based modelling, game theory models) und neuen statistischen Ansätzen (neutral models, resampling Verfahren) kombiniert werden. In begrenztem Umfang werden auch Projekte mit angewandten Fragestellungen von der AG bearbeitet.
Es besteht eine enge Kooperation mit mehreren Arbeitsgruppen in Skandinavien (Jyväskylä/Finnland, Umeĺ/Schweden, Oslo/Norwegen), wo wir auch eine Reihe von experimentellen Arbeiten im Freiland bzw. in Grossgehegen durchführen. Derzeitiger Schwerpunkt dieser Arbeiten sind Räuber-Beute Beziehungen (hier insbesondere die chemische Kommunikation und die sogenannte breeding suppression hypothesis) sowie der Etablierungserfolg von Dispersern. Mit diesen Fragen werden teilweise auch die 3-5 jährigen Populationszyklen von Lemmingen und Wühlmäusen sowie der Einfluss der Habitatstruktur auf das Verhalten angesprochen.
Eingesetzte Methoden sind Lebendfang mit individueller Markierung (CMR, PIT-Markierung), Radiotelemetrie (probe antenna Methode) und automatische Aktivitätsregistrierung im Freiland (passage counter Methode). Seit Sommer 2000 werden unsere experimentellen Arbeiten hauptsächlich an der Feldstation Remderoda bei Jena durchgeführt, wo sechs Grossgehege von 50 x 50 m Grösse, Arbeitsräume sowie Unterkünfte für die Feldarbeit zur Verfügung stehen. Schwerpunkt der hier durchgeführten Arbeiten ist die Manipulation von Habitat- und Populationsstrukturen, um deren Einfluss auf Verhalten und Populationsdynamik der Feldmaus (Microtus arvalis ) als Modellorganismus zu untersuchen.
Mitarbeiter
Projekte
Abgeschlossnen Arbeiten der letzten 5 Jahre
Publikationen
Kooperationen