Die Debattiergesellschaft Jena e. V. (DGJ) hat am 12. Juni die 11. Deutsche Debattiermeisterschaft 2011 in Heidelberg gewonnen. Die Jenaer Redner Severin Weingarten, Clemens Lechner und Moritz Niehaus gewannen die Finaldebatte zum Thema "Sollten Gesetze generell befristet sein?" gegen das Team aus Tübingen.
Mit diesem Erfolg knüpfen die Jenaer an ihren Meistertitel von 2006 sowie die Vizemeistertitel von 2007, 2009 und 2010 an. Damit gehört die DGJ zu den erfolgreichsten Debattierclubs Deutschlands.
In sechs Vorrunden und vier K.O.-Runden traten in diesem Jahr 45 Mannschaften aus 35 studentischen Debattierclubs gegeneinander an. Das Team der Debattiergesellschaft Jena setzte sich in diesen zehn Runden mit Themen wie "Soll die Wikipedia Weltkulturerbe werden?", "Brauchen wir einen europäischen Marshallplan für Nordafrika?", "Soll Betteln verboten werden" oder "Soll Antigone Polyneikes beerdigen?" ungeschlagen durch.
Die Deutsche Meisterschaft im Hochschuldebattieren wird jährlich im Rahmen der ZEIT-Debatten-Serie vom Verband der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH) ausgerichtet.
Die Debattiergesellschaft Jena e.V. wurde 2002 als gemeinnütziger studentischer Verein gegründet und ist eine Hochschulgruppe der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Vereinszwecke sind politische Bildung, die Förderung der demokratischen Streitkultur, die Pflege der deutschen Sprache sowie der Austausch zwischen Studierenden verschiedener Fachbereiche und Weltanschauungen. Diesen Zwecken gehen die 69 Mitglieder in wöchentlichen Vereinsdebatten nach. Dabei treten nach festgelegten Regeln je eine "Pro-Seite" und ein "Contra-Seite" gegeneinander an, wobei die Positionen zugelost werden. Daneben veranstaltet der Verein regelmäßig Rhetorikseminare, Professorendebatten und Podiumsdiskussionen. Schirmherr der Debattiergesellschaft ist Prof. Dr. Klaus Dicke, Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Meldung vom: 2011-06-14 09:30