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Kaiserlicher Stammbaum

Genealogie der Habsburger ist Objekt des Monats im August 2016
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01.08.2016

Objekt des Monats August 2016 aus den zahlreichen Sammlungen und Museen der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist der Stammbaum Kaiser Maximilians I. aus dem 16. Jahrhundert aus der Kustodie der Universität.

Das 118 cm hohe und 61,5 cm breite Pergament auf Holz entstand auf Basis zweier Holzschnitte Jörg Breus d. J. Der erste zeigt die Habsburger in ihren verwandtschaftlich-europäischen Verflechtungen, der zweite eine Kaisergenealogie von Friedrich I. bis zu Karl V. Der Stammbaum selbst wurde 1537 durch den in Augsburg ansässigen Formschneider Johannes Schwartzenberg um vier Schrifttafeln erweitert.

Zu sehen ist die Genealogie der Habsburger von Rudolf I. bis Karl V. bzw. Ferdinand I. In deren Mitte ist unter dem Banner des Reichsadlers eine Medaille mit der Ausbreitung des Habsburger Reiches zu sehen. Diese wird durch die Säulen des Herakles und der Leitdevise Karls V. PLUS ULTRE flankiert. Die Darstellungsform ist ein nach oben geöffneter und mit Bildnissen, Schrifttafeln und Wappen verzierter Baum. Hervorzuheben sind die hochwertigen Materialien sowie die aufwendig betriebene Kolorierung.

Dass die Stammbaum-Tafel überhaupt gezeigt werden kann, ist einer Kooperation mit dem Fachbereich Konservierung und Restaurierung an der FH Erfurt zu verdanken. Im Rahmen der Masterarbeit von Julia Abramowicz wurde die Tafel erstmals kunsttechnologisch untersucht und eine Konzeption zur Konservierung, Restaurierung sowie Präsentation erstellt. Seine Restaurierung für die Thüringer Landesausstellung erfolgte mit finanzieller Unterstützung der Gesellschaft der Freunde & Förderer der FSU sowie der Thüringer Staatskanzlei durch den Restaurator Jan Deichsel.

Das Objekt des Monats ist wie weitere herausragende Objekte aus den Sammlungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena in der Thüringer Landesausstellung "Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa" bis zum 28. August zu sehen.

Weitere Informationen zum Stammbaum sind hier zu finden.

Kontakt:
Dr. Babett Forster
Kunsthistorisches Seminar und Kustodie der Universität Jena
Fürstengraben 18
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944179
E-Mail:

 

 

Meldung vom: 2016-08-01 11:52

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