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Ein Brief von Charles Darwin an Ernst Haeckel ist Objekt des Monats im September 2016
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10.09.2016


"My dear Haeckel" begann der Evolutionsbiologe Charles Darwin am 9. Februar 1881 einen Brief an den Zoologen Ernst Haeckel. Darin bat er seinen Jenaer Kollegen um den Gefallen, ein Zeiss-Mikroskop für seinen Sohn Francis zu besorgen. Der Brief aus dem Haeckel-Archiv (Ernst-Haeckel-Haus) ist Objekt des Monats im September 2016.

Als Botaniker interessiert sich der junge Darwin für pflanzenphysiologische Fragestellungen und arbeitet zusammen mit seinem Vater an Wachstumsexperimenten mit Pflanzen. Für die genaue Beobachtung zellularer Strukturen waren hochauflösende Mikroskope für die Forscher unersetzlich. Da Charles Darwin vor Ort kein adäquates Gerät zur Verfügung stand, bat er Haeckel um Hilfe und orderte eines der renommierten Zeiss-Modelle.

Der Brief spiegelt in interessanter Weise das bereits zu dieser Zeit stark vernetzte Wissenschaftsnetzwerk wider, das in Jena in zahlreichen Personen und Institutionen zusammenlief. Somit ist das Dokument auch ein mustergültiges Objekt für die aktuelle Ausstellung "Zeiss-Spuren in den Sammlungen der Universität Jena", die noch bis 30.9. im Ausstellungskabinett der FSU (Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1) zu sehen ist.

Die Kabinettausstellung wurde im Rahmen des Jubiläumsjahres 2016, in dem der 200. Carl-Zeiss-Geburtstag begangen wird, initiiert. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, auf die frühen Schaffensjahre von Zeiss zu blicken. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde jene fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie eingeleitet, die maßgeblich zum raschen Wachstum und Aufstieg des Optikherstellers beitrug.

Weitere Informationen zum Objekt sind hier zu finden.

"Zeiss-Spuren in den Sammlungen der Universität Jena" bis 30.9. im Ausstellungskabinett (Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1), Dienstag 14 bis 16 Uhr, Mittwoch und Freitag 10 bis 12 Uhr und Donnerstag 16 bis 18 Uhr, sowie am Tag des Festaktes zum Jubiläum (11.9.) von 10 bis 17 Uhr.

Kontakt:
Dr. Thomas Bach
Ernst-Haeckel-Haus der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Berggasse 7, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 949503
E-Mail:

Meldung vom: 2016-09-10 08:00

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