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Wettbewerb Jugend forscht 2017 gestartet

Universität Jena engagiert sich bei der Nachwuchsgewinnung
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28.09.2016

Das Patenunternehmen ZEISS und die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) rufen den Forschernachwuchs aus Jena und Umgebung zur Teilnahme am 4. Regionalwettbewerb Jena von Jugend forscht auf, der am 22. Februar 2017 von ZEISS in Jena ausgerichtet wird. Die Anmeldung für die neue Runde ist bis zum 30. November 2016 möglich unter: www.jugend-forscht.de.


FSU unterstützte erfolgreiche Teilnehmerin

Wie erfolgreich die Teilnahme am Wettbewerb verlaufen kann, zeigt Julia Graupner, Absolventin des Carl-Zeiss-Gymnasiums Jena. Die 19-Jährige schaffte es beim letzten Wettbewerb sogar ins Bundesfinale in Paderborn. Dort erreichte sie im Fachgebiet Physik den dritten Platz, der mit 1.500 Euro dotiert war. Graupner ließ sich ein aufwendiges Grundlagenexperiment einfallen: Mit einem Spezialmikroskop der Universität Jena beobachtete die Jungforscherin, was passiert, wenn man winzige Goldpartikel mit Gallium-Ionen beschießt. Sie fand heraus, dass dadurch zahlreiche Goldatome aus den nanometerkleinen Partikeln herausgeschlagen wurden und die Teilchen schrumpfen. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, in Zukunft maßgeschneiderte Nanostrukturen herzustellen.

"Ich habe die unglaublich tolle Zeit von Anfang an genossen. Obwohl die Teilnahme eine Menge Aufwand bedeutet, ist es das definitiv wert, da man sehr viel über sich selbst und seine Möglichkeiten lernt, tolle neue Kontakte knüpft und am Ende ein Mensch mit mehr Selbstvertrauen und neuen Fähigkeiten ist. Außerdem gibt es richtig coole Sonderpreise, die Atmosphäre und die Leute sind super und man kann sich mit anderen Interessierten austauschen. Deshalb kann ich jedem nur ans Herz legen, bei Jugend forscht mitzumachen. Es ist unbedingt einen Versuch wert", so Graupner, die sich zudem für den weltweit größten vorakademischen Wissenschaftswettbewerb qualifiziert hat: An der "Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF)", die vom 14.-19. Mai 2017 in Los Angeles, USA, ausgetragen wird, nehmen rund 1.700 junge Wissenschaftler aus mehr als 75 Ländern teil. Den Nachwuchswissenschaftlern winken Preise und Stipendien im Gesamtwert von rund vier Millionen US-Dollar.


Schülerforschungszentrum mit sachkundiger Betreuung

"Wir hoffen, dass durch derartige Erfahrungen noch mehr junge Menschen Lust bekommen, bei dem Wettbewerb mitzumachen", sagte Dr. Christina Walther vom Netzwerk wissenschaftlich-technische Lernorte "witelo" und Leiterin des Schülerforschungszentrums Jena. "Und es gibt viele Unterstützungsmöglichkeiten, die die jungen Leute in Anspruch nehmen können." Das von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) im April 2016 gegründete Schülerforschungszentrum Jena soll Nachwuchsforschern die Arbeit an interessanten Themen ermöglichen, um sich damit dem Wettbewerb zu stellen. Die einzelnen stadtoffenen Forscherclubs bieten sachkundige Betreuung und experimentelles Arbeiten in den Themen Mathematik, Informatik, Physik sowie Technik und sollen Schüler bei ihren Forschungsprojekten unterstützen. Auch im Chemielabor der AG Chemiedidaktik der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben interessierte Nachwuchsforscher die Möglichkeit, ein selbstgewähltes Thema zu bearbeiten. "In unserem Labor wird ein Einblick in die aktuelle Forschung gegeben, wobei die Schüler ihre eigene chemische Forschungsfrage selbstständig bearbeiten können", erklärt Peter Heinze, Labor-Koordinator der AG Chemiedidaktik. Dabei sind sie aber nicht auf sich allein gestellt, sondern werden durch Mitarbeiter der AG Chemiedidaktik und von Professoren verschiedener Forschungsrichtungen der Chemie begleitet und beraten.


Jugend forscht

In Thüringen gibt es sechs Jugend forscht-Regionalwettbewerbe, deren Sieger dann beim Landeswettbewerb Thüringen ihre Projekte präsentieren und bei einem erneuten Sieg auf Landesebene beim Bundesfinale antreten dürfen. Die Patenunternehmen von Jugend forscht richten deutschlandweit die Wettbewerbe auf Regional-, Landes- und Bundesebene aus. ZEISS ist seit 2014 Patenunternehmen für den Regionalwettbewerb Jena. Beim dritten Regionalwettbewerb Jena von Jugend forscht hatten sich 76 Teilnehmer mit 37 Arbeiten beteiligt; 14 Erstplatzierte konnten sich für den Landeswettbewerb Thüringen qualifizieren.

Der bundesweite Wettbewerb Jugend forscht geht in diesem Jahr unter dem Motto "Zukunft - ich gestalte sie!" in die 52. Runde. Der bekannteste Nachwuchswettbewerb Deutschlands richtet sich an Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren, die sich für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen begeistern. Schüler bis 14 Jahre treten in der Juniorensparte Schüler experimentieren an. Die 15- bis 21-Jährigen starten in der Sparte Jugend forscht. Ihre Forschungsprojekte präsentieren die jungen Talente in einem der sieben Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Über die Preisträger und Sieger entscheidet eine unabhängige Jury, die sich aus Fach- und Hochschullehrern, viele von der FSU, sowie Experten aus der Wirtschaft zusammensetzt.

 

 

 

Meldung vom: 2016-09-28 11:00

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