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Außer Thesen allerhand gewesen

Sonderausstellung zeigt ab 22. Februar Schätze der Reformationszeit in der ThULB
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21.02.2017

Zu den Kostbarkeiten der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) gehört die "Bibliotheca Electoralis", zu deren Nutzern - damals noch in Wittenberg - Luther, Melanchthon und zahlreiche weitere bedeutende Persönlichkeiten zählten. Auch Handschriften und Drucke aus dem Vorbesitz Georg Rörers, des Sekretärs von Luther, und andere Frühschriften Luthers gehören zu den herausragenden Quellen der Reformationszeit, die sich im Besitz der ThULB befinden. All dies und noch viel mehr ist in der neuen Sonderausstellung "Außer Thesen allerhand gewesen - Schätze der Reformationszeit in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena" zu sehen. Die Exposition im Zimelienraum des Bibliothekshauptgebäudes (Bibliotheksplatz 2) wird vom 22. Februar bis 14. Dezember 2017 gezeigt.


Vom Thesenanschlag bis zu polemischen Schriften

Die Ausstellung ist der Beitrag der ThULB zum Reformationsjubiläum 2017 und präsentiert auch den Druck B der "Deutschen Messe" von 1526, der seit 2015 zum Weltdokumentenerbe gehört. Im Fokus der Ausstellung stehen außerdem Rörers kontrovers diskutierte Notizen zum "Thesenanschlag", dem Fixpunkt des Jubiläumsjahres. Berühmt geworden und viel zitiert sind seine drei Zeilen im Neuen Testament von 1540 (Ms. App. 25; Original nur bis April ausgestellt). Im Zusammenhang der Ausführungen zur Vorgeschichte von Luthers 95 Thesen gegen den Ablass wird ein jüngst entdeckter Kupferstich Albrecht Dürers, ein Porträt Albrechts von Brandenburg, erstmals öffentlich gezeigt. Die zeitlich direkten Konsequenzen der Bekanntgabe der Thesen werden anhand seltener Drucke, darunter Schlüsselschriften Luthers, veranschaulicht. Thematisiert werden auch Dokumente zur Überarbeitung der Lutherbibel, hier insbesondere Luthers und Rörers Handexemplar des Alten Testaments von 1538/39. Hinzu kommen Einblicke in das polemische Schrifttum der Reformationszeit mit seinen beißend spöttischen Illustrationen sowie in das Thema Luther und die Musik.

Die früheren Reformationsjubiläen 1617 bis 1917 werden ebenso thematisiert wie die Stadt Jena im Prozess der Reformation und der Konfessionsbildung. Hier findet vor allem die Jenaer Lutherausgabe ihre Würdigung. Besonders sie führt vor Augen, dass Jena eines der Zentren der Pflege des Gedenkens an Luther und sein Wirken war - und seit langem ein Ort der Wertschätzung und Bewahrung zentraler handschriftlicher und gedruckter Quellen dazu ist.

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung im Zimelienraum der Teilbibliothek Geisteswissenschaften am Bibliotheksplatz 2 kann montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr besichtigt werden nach vorheriger Anmeldung an der Zentralen Information, Tel. 03641 / 940100 sowie per E-Mail an: i. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann nach Voranmeldung auch von Gruppen besucht werden.

 

Meldung vom: 2017-02-21 04:23

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