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Ausgezeichnete statistische Modellierung und Bildanalyse

Dr. Thomas Bocklitz erhielt Wissenschaftspreis des Beutenberg-Campus Jena e. V.
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07.04.2017

Der Beutenberg-Campus Jena e. V. zeichnete am 6. April Dr. Thomas Bocklitz als besten Nachwuchswissenschaftler aus. Dr. Bocklitz ist Leiter einer gemeinsamen Arbeitsgruppe am Leibniz-Institut für Photonische Technologien und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er erhielt den Preis für seine Forschung an computergestützten Verfahren, mit denen er biomedizinische Informationen aus physikalischen Messdaten gewinnt.

In seiner Arbeitsgruppe "Statistische Modellierung und Bildanalyse" beschäftigt sich Bocklitz hauptsächlich mit der gezielten Auswertung spektroskopischer Daten sowie der automatisierten Analyse von Bilddaten. "Die von mir maßgeschneiderten statistischen und mathematischen Methoden versetzen Biologen und Mediziner in die Lage, die komplexen Raman- und Infrarotspektren biologischer Proben automatisch auszuwerten. Damit gewinnen sie zusätzliche Informationen über die Probe, die sonst nur schwer oder gar nicht zugänglich sind", beschreibt Bocklitz das Ziel seiner Arbeit. Zudem erforscht er neue Ansätze für die computergestützte Bildanalyse von Gewebeschnitten beispielsweise für die Tumordiagnostik. Dank der von ihm entwickelten Algorithmen gelingt es, quantitative medizinische Informationen aus den Messdaten zu extrahieren.

Der wissenschaftliche Erfolg des erst 35 Jahre alten Physikers spiegelt sich in den rund 60 Veröffentlichungen in hochrangigen Fachzeitschriften wider. Im vergangenen November schloss er seine Habilitation mit dem Titel "Extraktion biomedizinischer Informationen aus photonischen Daten" erfolgreich ab. Der Nachwuchswissenschaftler vertritt mit seinen interdisziplinären Forschungsprojekten, in denen Partner aus Medizin, Biologie, Chemie, Physik und Mathematik eng zusammenarbeiten, den Campusleitgedanken "Life Science meets Physics".

Den Preis für die beste Promotion 2016 nahm Dr. Dapeng Li vom Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie entgegen.

Mit den mit jeweils 1.000 Euro dotierten Preisen würdigt der Verein hervorragende Arbeiten aus den Beutenberg-Instituten, in denen die Lebenswissenschaften idealerweise mit der Physik verbunden sind.

 

 

Meldung vom: 2017-04-07 13:12

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