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Paracelsus-Medaille für Prof. Dr. Günter Stein

Höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft für ehemaligen Ärztlichen Direktor
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23.05.2017

Bei der feierlichen Eröffnung des Deutschen Ärztetages in Freiburg ist am 23. Mai der Jenaer Internist und Nephrologe und langjährige Klinikdirektor Professor i. R. Dr. Günter Stein mit der Paracelsus-Medaille geehrt worden. Die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft erhielt er insbesondere für seine wissenschaftlichen und wissenschaftsorganisatorischen Verdienste.

Stein hat sich nicht nur als Arzt, Wissenschaftler und akademischer Lehrer ausgezeichnet, sondern sich auch unmittelbar nach der Wende als erfolgreicher Klinikmanager und Wissenschaftsorganisator erwiesen. So war er in der schwierigen Phase des Umbruchs der erste Ärztliche Direktor des Klinikums der Friedrich-Schiller-Universität. Er prägte von 1990 bis 1995 die Entwicklung des Klinikums und trug somit zum guten Ruf der Jenaer Universitätsmedizin bei. Professor Stein war aktiv am Umbau der Strukturen beteiligt und für zahlreiche Neubesetzungen in der Medizinischen Fakultät verantwortlich.


Herausragender Wissenschaftler

Neben seiner erfolgreichen Arbeit als Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums sind die Leistungen von Prof. Stein in der Nephrologie zu würdigen. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren der künstliche Organersatz und Biomaterialien. Zahlreiche Forschungsarbeiten sind auf internationalen und nationalen Kongressen vorgestellt worden. Die Publikationsliste weist an die 600 wissenschaftliche Veröffentlichungen auf. Etwa 100 Promotionen sind von ihm betreut worden.

Für das wissenschaftliche Renommee Steins sprechen insbesondere seine Tätigkeit als Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und seine Berufung in verschiedene Editorial Boards anerkannter Fachzeitschriften ebenso wie in nationale und internationale Gesellschaften wie die Leopoldina und das Royal College of Physicians Edinburgh. Seine überragenden Forschungsleistungen sind bereits mit dem Bundesverdienstkreuz und der Franz-Volhard-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie gewürdigt worden.


Engagement in der ärztlichen Selbstverwaltung

Unmittelbar im Anschluss an seine Emeritierung hat Günter Stein neue Aufgaben in der ärztlichen Selbstverwaltung der Landesärztekammer übernommen. So ist er von 2003 bis 2015 Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung gewesen und hat für die Fortbildungslandschaft in Thüringen neue Akzente und Impulse gesetzt. Dafür ist er 2014 mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette ausgezeichnet worden.

Günter Stein, 1937 geboren, hat nach Schule und Abitur in der Niederlausitz in Jena Medizin studiert und die Facharztausbildung begonnen. Bereits während seiner Facharztausbildung war er als Entwicklungshelfer im Chake-Chake-Hospital in Pemba (Tansania) tätig. Nach Jena zurückgekehrt beendete er die Facharztausbildung, es folgten die Habilitation und 1988 die Ernennung zum außerordentlichen Professor für Innere Medizin. Erst nach der Wende 1992 wurde er zum Universitätsprofessor und Direktor der Klinik für Innere Medizin berufen.

 

Meldung vom: 2017-05-23 12:38

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