Schnelleinstieg Reader

Home|Suche|Friedolin|Webmail de

Wortmarke FSU

Wenig Leerstand - hohe Nachfrage

Wirtschaftsgeograph der FSU erarbeitet als Projektpartner mit der Jenaer Wirtschaftsförderung aktuellen Büromarktbericht
PDF erstellen
ReadSpeaker
zurück | vor
28.08.2017

 

Nach der erfolgreichen Erstauflage im vergangenen Jahr liegt nun der fortgeschriebene Bericht für den Jenaer Büroflächenmarkt vor. Auf Grundlage einer wissenschaftlichen Studie analysiert der Büromarktbericht dazu erneut den Jenaer Büroimmobilienmarkt hinsichtlich Bestand, Leerstand, Angebot, Nachfrage und auch allgemeinen Marktperspektiven. Erstmals können Tendenzen und Trends in der Büromarktentwicklung aufgezeigt und der Jenaer Immobilienmarkt ein Stück weit transparenter gemacht werden.

"Der Büromarktbericht liefert sowohl kommunalen Entscheidungsträgern als auch privaten Investoren eine wertvolle Informationsgrundlage für ihre Planungen. Wir erwarten in den nächsten Jahren eine weiterhin hohe Dynamik und starke Investitionstätigkeit und brauchen für eine gezielte Planung detaillierte und belastbare Kennziffern", erklärt Wilfried Röpke, Geschäftsführer von JenaWirtschaft.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, weist der erfasste Büroflächenbestand mit einer Zuwachsquote von 5,4 Prozent gegenüber 2015 eine Gesamtfläche von 700.700 m² (Stand: 31.12.2016) auf. Der Leerstand beträgt nur noch 22.640 m² und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 2.390 m² zurückgegangen. Im Jahr 2016 beträgt die Leerstandquote somit 3,2 Prozent und ist gegenüber 2015 um 0,6 Prozentpunkte gesunken. Wichtig für die Bedarfsplanungen sind auch Informationen, aus welchen Branchen die Unternehmen kommen, die viele Flächen nachfragen. Laut Bericht sind das vor allem die wissensintensiven Branchen. "Das sind die Kernbereiche Jenas", erläutert Wilfried Röpke. "Damit wachsende Unternehmen am Standort bleiben und sich neue hier ansiedeln können, bedarf es attraktiver Büro- und Gewerbeflächen."


Leerstandsquote von weniger als drei Prozent

Als Projektpartner holte sich die Jenaer Wirtschaftsförderung neben dem Institut für Geographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena auch das Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt, die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif) sowie einen Experten-Arbeitskreis aus gewerblich relevanten Maklern mit ins Boot, um die ermittelten Daten gemeinsam zu interpretieren und auszuwerten.

"Mit der Fortschreibung der umfangreichen Ersterhebung können wir nun erste Entwicklungstendenzen analysieren", erläutert Prof. Dr. Sebastian Henn, Direktor des Instituts für Geographie und Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsgeographie. "Wir sehen in einigen Büromarktzonen eine Leerstandsquote von 3 Prozent oder weniger. Das ist ein Indiz für eine - zumindest partielle - Unterversorgung des Marktes und den sich abzeichnenden Mangel an Reserve- bzw. Verfügungsflächen. Bei der anhaltenden Beschäftigungsdynamik ist daher auch in Zukunft auf eine ausreichende Flexibilitätsreserve in nachfragestarken Zonen zu achten", so Prof. Henn weiter.


Nachfrage nach bedarfsgerechten Flächen für Stadtentwicklungsprojekte

Dass sich die beständig hohe Nachfrage nach bedarfsgerechten, also modernen und repräsentativen Flächen auf die Stadtentwicklungsprojekte in der Stadt auswirkt, weiß auch der zuständige Dezernent Denis Peisker. "In der Stadt Jena sollen zahlreiche städtebauliche Vorhaben realisiert werden - zu den bedeutendsten gehören der Neubau des Campus der Friedrich-Schiller-Universität am Inselplatz sowie die Stadtentwicklungsprojekte auf dem Eichplatz und dem ehemaligen Universitätsklinikum im Bachstraßenareal in unmittelbarer City-Lage. Als Stadt unterstützen wir diese Entwicklungen, in dem wir die Rahmenbedingungen für Bau- bzw. Sanierungsvorhaben und damit auch für einen stabilen, dynamischen und zukunftsfähigen Büroimmobilienmarkt schaffen. Die bereits gefühlte gute Grundstimmung auf dem Büroflächenmarkt wird nun durch den Büromarktbericht bestätigt: die befragten Marktteilnehmer schätzen ihre Geschäftslage als durchweg positiv ein", fasst Stadtentwicklungsdezernent Peisker die Ergebnisse des Büromarktberichtes zusammen.

Der komplette Büromarktbericht kann als Printversion bei JenaWirtschaft bestellt sowie online eingesehen werden unter www.jenawirtschaft.de/bueromarkt.


Wichtigste Daten Büromarktbericht Jena 2017

Büromarkt-Kategorie

C-Standort

Flächenbestand

700.700 m² (Vorjahr: 662.820 m²)

Leerstandsquote

3,2 % (Vorjahr: 3,8 %)

Flächenumsatz

18.830 m² (Vorjahr: 12.780 m²)

Mietspanne

1,90 - 18,00 € / m²

Durchschnittsmiete

9,50 € / m² (Vorjahr: 8,90 € / m²)

Flächen im Bau & Pipeline

24.860 m²

Stand: 31.12.2016
Erhebungszeitraum Kalenderjahr 2016
In Klammern sind die Werte aus dem Kalenderjahr 2015 aufgeführt


Kontakt:
Prof. Dr. Sebastian Henn
Institut für Geographie der Universität Jena
Löbdergraben 32, 07743 Jena 
Tel.: 03641 /  948830
E-Mail:




Meldung vom: 2017-08-28 14:05

Logo Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit

Logo Total E-Quality Coimbragroup Partnerhochschule des Spitzensports