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Jugendschutz 4.0? Benötigt der Jugendmedienschutz ein Update für die digitale Welt?

6. Jenaer Medienrechtliche Gespräche am 21. November in den Rosensälen / Anmeldung bis 17. November erbeten
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13.11.2017

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales Anliegen unserer Rechtsordnung. Dies schließt einen Schutz vor Medieninhalten ein, von denen Gefährdungen für Kinder und Jugendliche ausgehen. Angesichts der stetigen Veränderung der Medienwirklichkeit stellt sich jedoch die Frage, ob der Jugendmedienschutz in seiner heutigen Gestalt leistungs- und zukunftsfähig ist oder ein Update für die digitale Welt benötigt. Die 6. Jenaer Medienrechtliche Gespräche von Friedrich-Schiller-Universität und Thüringer Landesmedienanstalt möchten Gelegenheit geben, über den heutigen Stand und die künftigen Herausforderungen für den Jugendmedienschutz zu diskutieren. Medienschaffende, Mediennutzer und alle medienrechtlich Interessierten sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung am 21. November ab 16 Uhr in den Rosensälen der Universität Jena (Fürstengraben 27) teilzunehmen.


Jugendmedienschutz ist nicht mehr up-to-date

Kinder und Jugendliche wachsen heute mit digitalen Medien auf. Sie sind "digital natives", die Nutzung solcher Medien ist für sie selbstverständlich. Deswegen können Kinder und Jugendliche jedoch bereits früh mit Inhalten auf Internetseiten, in Spielen, in sozialen Netzwerken usw. konfrontiert werden, die einen Schutz erforderlich machen. Doch wie kann ein solcher Schutz in einer digitalisierten und vernetzten Medienwelt gewährleistet werden? Diese Frage stellt sich besonders drängend vor dem Hintergrund, dass die Instrumente des Jugendmedienschutzes überwiegend in einer Zeit entstanden sind, in der die Digitalisierung und Vernetzung noch längst nicht den heutigen Entwicklungsstand erreicht hatte.

Hinzu kommt, dass im geltenden Jugendmedienschutz unterschiedliche gesetzliche Regelungen, Kompetenzen und Institutionen ineinandergreifen. Welche Bedeutung kommt der privaten, behördlichen und strafrechtlichen Rechtsdurchsetzung zu? Wo liegen Defizite und wie können diese behoben werden? Welchen Stellenwert hat die Selbstkontrolle durch Unternehmen?

Nicht zuletzt muss berücksichtigt werden, dass der Jugendmedienschutz sehr stark durch die jeweils geltenden Anschauungen und Wertungen unserer Gesellschaft geprägt wird, die jedoch einem stetigen Wandel unterliegen. Inhalte, die in der "Frühzeit" der digitalen Welt möglicherweise als gefährdend eingestuft wurden, wirken nur wenige Jahre später möglicherweise ganz harmlos. Zeigt sich hier eine bloße "Abstumpfung" oder müssen die Bewertungskriterien überdacht werden?

Die Teilnahme ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen wird jedoch um eine vorherige Anmeldung bis zum 17. November 2017 gebeten.

Das Programm und die Anmeldung ist zu finden unter: http://www.rewi.uni-jena.de/JMRG6.html.

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Alexander
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Str. 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 942100
E-Mail:

 

 

Meldung vom: 2017-11-13 10:36

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