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Erkenntnisse schneller in innovative Produkte überführen

Land fördert fünf neue Forschergruppen an der FSU
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27.11.2017

Um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in innovative Produkte und Dienstleistungen zu überführen, fördert der Freistaat die Einrichtung von zwölf neuen industriellen Forschergruppen mit jeweils 700.000 Euro. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) ist an fünf davon beteiligt - mit einem Schwerpunkt in Physik und Materialwissenschaften, wie das Wissenschaftsministerium mitteilt.

"Der Königsweg für mehr wirtschaftliche Dynamik liegt in der Innovation", sagt Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. "Dafür brauchen wir das enge Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft in der Industrieforschung", begründet er das Engagement des Ministeriums. Bei den Forschergruppen handelt es sich um Teams aus drei bis sechs wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitern, die gemeinsam an einem konkreten Projekt forschen. Das Forschungsthema muss für die Industrie im Freistaat von Bedeutung sein und zur Vermarktung genutzt werden können. Pro Forschergruppe werden Personal- und weitere Projektausgaben mit 700.000 Euro gefördert. Insgesamt stellt das Land in der diesjährigen dritten Auswahlrunde damit 8,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaats bereit. Jedes Forschungsvorhaben hat eine Laufzeit von drei Jahren.


Die FSU ist an folgenden Forschergruppen beteiligt:

  • "Neuartige Hybridfestelektrolyte für Natriumionenbatterien (Hy-NIB)" (Friedrich-Schiller-Universität Jena / Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme, Hermsdorf): Ziel ist die Entwicklung von neuen Materialien und Systemen für effiziente Energiespeicher. Der Hybridansatz soll dabei die Vorteile polymerer und keramischer Festelektrolyte kombinieren und gleichzeitig derzeitige Schwierigkeiten der einzelnen Systeme umgehen. Der Vorteil dieses Systems ist die signifikante Kostenreduktion gegenüber Lithiumbatterien.
  • "Quantenoptische Bildgebung mit verschränkten Photonen" (Friedrich-Schiller-Universität Jena / Technische Universität Ilmenau): Im Projekt sollen grundlegende Verfahren zur Nutzbarmachung der quantenoptischen Bildgebung mittels verschränkten Photonenpaaren untersucht werden. Daraus können räumlich auflösende Kamerasysteme und Detektoren, die sensorisch und optisch die Lageinformationen eines Photons über dessen Partnerphoton gewinnen, entwickelt werden. Mit den Ergebnissen wird ein wichtiger Schritt im Bereich der Entwicklung neuer optischer Bildgebungsverfahren und daraus resultierenden Kamerasystemen bis in den relevanten, weil hoch auflösenden, extrem kurzweiligen Spektralbereich beschritten.
  • "Innovative Verfahren zur hochauflösenden Röntgenbildgebung" (Helmholtz-Institut Jena / Friedrich-Schiller-Universität Jena): Im Projekt werden grundlegende Forschungsarbeiten zu röntgenbasierten Laserquellen sowie den dazugehörigen Detektoren und Optiken angestellt, um zukünftig Entwicklungen in den Bereichen der optischen Bildgebung in der Industrie (Röntgenmesstechnik in Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Autoindustrie) und Medizin (Magnetresonanz in der Diagnostik) zu ermöglichen.
  • "Ultrakurzgepulste Laserstrahlung zur flexiblen Fertigung maßgeschneiderter, optischer Komponenten für die individualisierte Produktion" (Ernst-Abbe-Hochschule Jena / Friedrich-Schiller-Universität Jena): Im Vorhaben werden Grundlagen für eine flexible und effiziente Herstellung individueller optischer Komponenten gelegt. Ziel ist die Entwicklung einer durchgängigen, laserstrahlbasierten Prozesskette, die es ermöglicht, optisch transparente Bauelemente für ausgewählte Anwendungsbereiche flexibler und individualisiert herzustellen.
  • "Hochleistungsoptiken für (kohärente) weiche Röntgenstrahlen" (Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik Jena / Friedrich-Schiller-Universität Jena): Im Projekt sollen Optiken für den XUV- und Röntgenbereich grundlegend erforscht werden. Aktuelle Optiken weisen im weichen Röntgenbereich Verluste von fast vier Größenordnungen auf dem Weg von der Quelle bis zur Probe auf und verhindern somit eine Fokussierung des Laserstrahls auf kleinste Durchmesser. Aus diesem Grund konnten sich Verfahren zur Nutzbarmachung der Röntgenbildgebung in der Anwendung bisher nicht oder nur sehr schwer durchsetzen. Mit dem Forschergruppenvorhaben und der Entwicklung entsprechender Optiken und Verfahren soll diese Schwelle nun überwunden werden.

Meldung vom: 2017-11-27 17:44

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