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Frankensteins Elektroauto

Informatiker Johannes Kretzschmar erreicht bei bundesweitem Science Slam den zweiten Platz
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22.12.2015


Was haben Frankensteins Monster und Elektroautos gemeinsam? Die Schöpfer beider versuchten sich an künstlicher Intelligenz -  das zumindest behauptet Johannes Kretzschmar, wenn er seinem Publikum erklärt, wie sich die Technologie der Elektromobilität auch bei Nutzfahrzeugen anwenden lässt. Der Doktorand am Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat beim Finale des Kurzvortragturniers im Rahmen des "Wissenschaftsjahres 2015 - Zukunftsstadt" den zweiten Platz erreicht.

Bei diesen sogenannten Science Slams haben die Teilnehmer nur wenig Zeit, um wissenschaftliche Themen vor einem Publikum in besonders anschaulicher Weise zu vermitteln. "Das macht in erster Linie Spaß und ist außerdem ein unterhaltsamer Weg, Wissenschaft zu kommunizieren", sagt Johannes Kretzschmar. Für ihn war die Teilnahme an der vom Haus der Wissenschaft zum sechsten Mal organisierten Veranstaltung allerdings nicht der erste Auftritt vor Publikum. Im Gegenteil: Der Diplom-Informatiker nimmt regelmäßig an Science Slams teil, zeichnet freiberuflich Comics und Illustrationen und bastelt eigene Animationsfilme. In seiner Doktorarbeit widmet er sich aktuell adaptiven Reichweitenmodellen für Elektro- und Hybridfahrzeuge.


Genau wie das menschliche Gehirn sind Neuronen lernfähig

Für das Finale des Science Slams im Wissenschaftsjahr 2015 qualifizierte sich Kretzschmar durch seinen Sieg des Regionalwettbewerbs Ost. In seinem finalen Beitrag erzählte der Doktorand humorvoll von seinem Projekt, das er am Lehrstuhl für Softwaretechnik von Prof. Dr. Wilhelm R. Rossak unter dem Titel "eTelematik" durchführte. Dabei stand Kretzschmar vor der Aufgabe, Fahrzeugtelematik für elektromotorisch betriebene Kommunalfahrzeuge wie Multicars zu entwickeln. Dies gelang mit einem Lernalgorithmus, den Kretzschmar, ganz im Sinne Frankensteins, mit künstlichen Neuronen entwickelte: "Genau wie das menschliche Gehirn sind Neuronen lernfähig."

Für die anschauliche Darstellung dieses Entwicklungsprozesses und seine unterhaltsamen Episoden aus dem Alltag eines Forschers wurde der Informatiker mit dem zweiten Platz belohnt. Nur ein Punkt trennte ihn von dem Erstplatzierten, dem Soziologen Jörn Höpfner aus Braunschweig.

Im "Wissenschaftsjahr 2015 - Zukunftsstadt" nahmen 27 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit ihren Vorträgen teil. Rund 3.000 Zuschauer verfolgten das Finale in Berlin. Ziel des diesjährigen Wissenschaftsjahres war es zu zeigen, wie Forschung schon heute dazu beiträgt, Städte nachhaltig lebenswert zu gestalten. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
 

Meldung vom: 2015-12-22 08:25

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