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Epische Dichtung in sumerischer Sprache

Keilschrifttafel aus der Hilprecht-Sammlung ist Objekt des Monats September
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01.09.2010

 

Objekt des Monats September 2010 aus den zahlreichen Sammlungen und Museen der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist eine Keilschrifttafel, die aus der altbabylonischen Zeit stammt (18./17. Jh. v. Chr.). Sie überliefert eine epische Dichtung in sumerischer Sprache um Lugalbanda, einen sagenhaften König der Stadt Uruk. Wie andere Epen um frühe Könige von Uruk ist der Text jedoch bereits unter der III. Dynastie von Ur (21. Jh. v. Chr.) verfasst worden. Diese Könige betrachteten sich als Nachfahren der legendären Herrscher von Uruk, zu denen neben Lugalbanda auch dessen Vorgänger Enmerkar und sein Sohn Gilgamesch zählten.

Die sumerische Literatur ist die älteste schriftlich überlieferte: literarische Keilschrifttexte in sumerischer Sprache sind seit ca. 2600 v. Chr. erhalten.

Die Keilschrifttafel aus der Hilprecht-Sammlung wird, zusammen mit drei weiteren Tafeln mathematischen, medizinischen und juristischen Inhalts sowie mehreren Dokumenten aus Hilprechts schriftlichem Nachlass, in der Ausstellung "WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin" vom 24. September bis 9. Januar 2011 im Berliner Gropius-Bau zu sehen sein.

Weitere Informationen zur Keilschrifttafel der Hilprecht-Sammlung sind hier zu finden.


Kontakt:
Prof. Dr. Manfred Krebernik
Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients der Universität Jena
Fürstengraben 6
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944871
E-Mail:

Meldung vom: 2010-09-01 08:00
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