Der Physiker Professor Dr. Gaetano Assanto vom Labor für Nichtlineare Optik und Optoelektronik der Universität Roma Tre hat als Carl Zeiss-Gastprofessor für Optik insgesamt vier Wochen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena geforscht. Während seines Aufenthalts am Institut für Angewandte Physik und dem Institut für Festkörpertheorie und -optik der Physikalisch-Astronomischen Fakultät informierte sich Assanto über die Forschungsthemen der einzelnen Arbeitsgruppen und hielt Vorlesungen zu seinen neuesten Forschungsergebnissen.
Assanto arbeitet auf dem Gebiet der Nichtlinearen Optik und Photonik. Sein wissenschaftliches Spezialgebiet sind unter anderem Solitonen, die bei der optischen Informationsverarbeitung und -übertragung eine zentrale Rolle spielen. Der Einsatz von Solitonen ist beispielsweise in optischen Computern denkbar, in denen die Datenverarbeitung mit Licht erfolgt. Solche Computer würden wesentlich schneller und effektiver als die bisher bekannten arbeiten.
Internationale Spitze in Jena
"Ich bin nach Jena gekommen, weil die Jenaer Kollegen in meinem Forschungsgebiet eine internationale Spitzenstellung einnehmen und für mich an kaum einem Ort der Welt bessere Forschungsbedingungen existieren als hier", sagt Assanto.
"Wir erhoffen uns konkrete Absprachen für gemeinsame Forschungsarbeiten", sagt Prof. Dr. Thomas Pertsch vom Institut für Angewandte Physik. "Außerdem möchten wir unsere Studenten mit den neuesten Entwicklungen in der Optik bekannt machen."
Dr. Markus Weber, Leiter der Konzernfunktion Forschung und Technologie von Carl Zeiss, begrüßte die Auswahl von Professor Assanto: "Mit der Carl Zeiss-Gastprofessur für Optik intensivieren wir die traditionelle Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität. Die Förderung des internationalen Netzwerkes zwischen namhaften Forschungseinrichtungen ist ein besonderes Anliegen von Carl Zeiss, das unserem Unternehmen selbst wieder zu Gute kommt. Die weltweite Kooperation ist gerade auf dem zukunftsorientierten Gebiet der Optik sowohl für die Wissenschaft als auch für die Wirtschaft unverzichtbar."
Die Carl Zeiss AG hatte der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus Anlass des 100. Todestages von Ernst Abbe die Gastprofessur für Optik gestiftet. Das Unternehmen unterstützt die Jenaer Universität dazu mit insgesamt 150.000 Euro. Mit diesen Mitteln kann die Universität Gehaltszahlungen, Reisekosten und Arbeitsmittel der Gastprofessoren übernehmen.
Meldung vom: 2010-09-08 10:39