Der bisherige Jenaer Universitätsrat ist auch der neue: Das zehnköpfige Gremium ist ohne personelle Veränderungen durch den Senat der Friedrich-Schiller-Universität bestätigt und durch den Thüringer Wissenschaftsminister zum 1. Januar 2012 für weitere vier Jahre bestellt worden. In seiner konstituierenden Sitzung ist Prof. Dr. Bernhard Vogel erneut zum Vorsitzenden gewählt worden, sein Stellvertreter ist Prof. Dr. Hans Weder, der ehemalige Rektor der Universität Zürich.
Der Universitätsrat zeigte sich in seiner Sitzung am 4. Februar von den Ereignissen im Zusammenhang mit der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)" tief betroffen. Auf die Aktivitäten der Stadt und ihrer Bürger wie auch der Universität dürfe nicht der Schatten zu geringen Engagements gegen Rechtsradikalismus fallen. Die Friedrich-Schiller-Universität habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihre Geschichte, auch die während des Nationalsozialismus, akribisch aufgearbeitet und Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus gebrandmarkt.
Vereinbarungen auf die zentralen Aufgaben und Ziele der Universität konzentrieren
Zwischen der Universität und dem Land werden in den kommenden Wochen und Monaten Ziel- und Leistungsvereinbarungen für 2012-2015 verhandelt. Der Universitätsrat hat hierzu beraten. Er spricht sich nachdrücklich dafür aus, diese Vereinbarungen auf die zentralen strategischen Aufgaben und Ziele der Universität zu konzentrieren.
Beeindruckt zeigte sich der Universitätsrat von dem langjährigen und eine Vielzahl von Fächern umfassenden Engagement der Universität auf dem Gebiet der Kaukasuswissenschaften. Die inzwischen 50-jährige Geschichte des Faches Kaukasiologie, das deutschlandweit nur in Jena angeboten wird, und die enge Beziehung zur Staatlichen Ivane Javakhishvili Universität in Tbilisi seien bemerkenswert und zu unterstützen.
Am Vorabend seiner Sitzung ließ sich der Universitätsrat bei einem Besuch im Internationalen Zentrum "Haus auf der Mauer" vom Geschäftsführer des Studentenwerks Thüringen, Dr. Ralf Schmidt-Röh, ausführlich über die Aufgaben und Leistungen des Studentenwerks informieren. Dabei betonte der Universitätsrat, wie wichtig die enge Kooperation zwischen Universität und Studentenwerk sei, um attraktive Studienbedingungen in Jena zu schaffen.
Meldung vom: 10.02.2012 09:45 Uhr