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„Kunst, Kitsch, Nippes“

Ausstellung zu Geschenken an den Rektor vom 28. Januar bis 1. Februar
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23.01.2013


"Ich könnte eine Handlung für Kugelschreiber aufmachen", sagt Prof. Dr. Klaus Dicke und schmunzelt. Der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat seit seinem Amtsantritt vor acht Jahren eine Fülle an Geschenken erhalten - darunter jede Menge der beliebten Schreibgeräte. Regelmäßig empfängt er Gäste und geht selbst auf Reisen. Gast- und Willkommensgeschenke gehören dabei oftmals ebenso dazu wie das offizielle Veranstaltungsprotokoll. Ob Kostbarkeit oder Kram lässt sich bei einigen der Mitbringsel allerdings nicht immer eindeutig sagen.

Eine Auswahl von knapp 50 Präsenten an Klaus Dicke und seine Amtsvorgänger ist vom 28. Januar bis 1. Februar im Rektorberatungsraum im Universitätshauptgebäude zu sehen. Wie der Titel der öffentlichen und kostenfreien Ausstellung "Kunst, Kitsch, Nippes - Geschenke an den Rektor" verrät, stehen ganz bewusst Gegenstände ohne kunsthistorische Bedeutung im Vordergrund. "Für viele dieser Geschenke findet sich nur schwer eine sinnvolle Verwendung", sagt Organisatorin Anja Mede-Schelenz vom Lehrstuhl für Volkskunde/Empirische Kulturwissenschaft. "Doch sie sind eng mit der Uni verbunden und Ausdruck der intensiven Beziehungen zwischen der Universität und ihren Partnern."


Porzellanpferd und Kant

Zwei der hervorstechenden Exponate sind ein gelbes Porzellanpferd aus Kasachstan und eine weiße Porzellankanne der Coimbra-Gruppe mit der Aufschrift "Rector von Jena". "Die Kanne ist so besonders, weil sie einen direkten Bezug zum Uni-Rektor hat. Diese persönliche Komponente ist eher ungewöhnlich", so Mede-Schelenz. Auch das Lieblingsgeschenk des Rektors wird zu sehen sein: ein Glasquader der Universität Königsberg, in dem die Silhouette von Immanuel Kant eingraviert ist. "Ich bin ein großer Bewunderer Kants und deswegen ist dieses Geschenk etwas Besonderes für mich", erzählt Klaus Dicke. Die Ausstellung beschränkt sich jedoch nicht auf die Präsentation von Wimpeln, Gedenkmünzen und Porzellanfiguren. Eine Landkarte mit einer geographischen Übersicht der Herkunft der Präsente und Interviews etwa mit Alt-Rektor Prof. Dr. Georg Machnik und dem aktuellen Amtsinhaber Klaus Dicke vermitteln zudem Hintergründe zur langen Tradition des Schenkens im universitären Alltag.


Vernissage am 28. Februar

Bei der Ausstellungseröffnung am Montag (28.01.) um 12 Uhr werden Prof. Dr. Klaus Dicke und Prof. Dr. Friedemann Schmoll, Inhaber des Lehrstuhls für Volkskunde/Empirische Kulturwissenschaft, über das akademische Schenken und Verschenken aus persönlicher sowie wissenschaftlicher Sicht referieren. Dicke hat nicht nur bereits reichlich Souvenirs erhalten, sondern natürlich auch selbst Präsente überreicht. "Ich versuche, möglichst individuelle Dinge zu finden", berichtet der Rektor. Bei einer Reise nach Georgien habe er beispielsweise einmal eine Reproduktion von Haeckel-Zeichnungen des Kaukasus-Landes überreicht.

Die Ausstellung "Kunst, Kitsch, Nippes" ist das Ergebnis eines studentischen Projektseminars. Unter der Leitung von Anja Mede-Schelenz und in Kooperation mit der Kustodie haben insgesamt 15 Studierende der Volkskunde etwa 200 Geschenke gesichtet, inventarisiert und beschriftet. Zudem werden sie kostenfreie Führungen durch die Ausstellung anbieten. Während des diesjährigen Universitäts-Sommerfestes wird es übrigens die Gelegenheit geben, einige der gezeigten Präsente für einen guten Zweck zu ersteigern.

Interessierte können sich für eine Führung anmelden bei Anja Mede-Schelenz telefonisch unter 03641 / 944393 oder per E-Mail an: .

Veranstaltungshinweis:
Ausstellung "Kunst, Kitsch, Nippes - Geschenke an den Rektor"
28.01.-01.02.2013, täglich 10-16.30 Uhr
Vernissage am 28.01.2013, 12 Uhr
Rektorberatungsraum im Universitätshauptgebäude (Raum 1.01 im 1. OG), Fürstengraben 1, 07743 Jena
Der Eintritt sowie die Führungen sind frei.

Kontakt:
Anja Mede-Schelenz
Bereich Volkskunde/Kulturgeschichte der Universität Jena
Zwätzengasse 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944393
E-Mail:


Meldung vom: 2013-01-23 17:56
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