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Ehrung für den Erfinder des Platin-Feuerzeuges

Anmeldung zum Festsymposium in Erinnerung an Johann Wolfgang Döbereiner bis 1. August möglich
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06.07.2016


Er gilt als Wegbereiter des Periodensystems, er entdeckte die ka­ta­lytische Wirkung des Platins und er entwickelte mit seinem Platin-Feuer­zeug eines der ersten modernen Feuerzeuge: Die Rede ist von Johann Wolf­gang Dö­bereiner (1780-1849) - einem bedeutenden deutschen Chemiker im 19. Jahrhundert und Professor für Chemie, Pharmazie und Technologie an der Universität Jena. 1816 - vor genau 200 Jahren - erhielt er sein erstes eigenes Labor und zog in das "Hellfeldsche Haus" (heute: Neugasse 23). Dort hat er bis zu seinem Tod geforscht, gelehrt und mit seiner Familie gelebt.

Aus diesem Anlass würdigen am 7. und 8. September 2016 die Friedrich-Schil­ler-Universität Jena und die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) das Le­benswerk und die Wirkungsstätte von Johann Wolfgang Döbereiner mit einem Sympo­si­um und einer Festveranstaltung. Wissenschaftler und ebenso die in­teressierte Öffentlichkeit sind hierzu herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 1. August möglich.


"Hellfeldsches Haus" wird "Historische Stätte der Chemie"

Am 7. September findet zunächst ein wissenschaftliches Symposium statt: Im Döbereiner-Hörsaal (Am Steiger 3) werden Chemiker aus ganz Deutschland mit Vorträgen rund um das Thema Katalyse zu Gast an der Jenaer Universität sein. Am 8. September folgt der Festakt in der Aula des Hauptgebäudes der Friedrich-Schiller-Universität (Fürstengraben 1). Höhepunkt ist die Enthüllung einer Gedenktafel am "Hellfeldschen Haus" (Neugasse 23), welches damit offi­ziell als "Historische Stätte der Chemie" ausgezeichnet wird. Direkt im An­schluss findet zudem die Eröffnung einer Sonderausstellung in der Mineralo­gi­schen Sammlung (Sellierstr. 6) statt, die bis zum 6. Oktober zu sehen sein wird. Die Schau veranschaulicht Döbereiners Forschungen mit Mineralen, etwa Schmelz­versuche an Augiten und Hornblenden sowie seine Experimente mit dem strontiumhaltigen Mineral Coelestin.

Hintergrund:
Die Veranstaltung ist Teil des GDCh-Programms "Historische Stätten der Che­mie", mit dem die Gesellschaft seit 1999 Leistungen von geschichtlichem Rang in der Chemie würdigt und Wirkungsstätten bedeutender Wissenschaftler als Or­te der Erinnerung auszeichnet. Das Hellfeldsche Haus ist die 16. "Historische Stätte der Chemie". Heute hat in dem Gebäude die an der Universität Jena an­ge­siedelte Exzellenzgraduiertenschule "Jena School für Microbial Communica­tion" ihren Sitz.

Das vollständige Programm und das Anmeldeformular sind zu finden unter: https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/GDCh/historische_staetten/jenafly.pdf

Kontakt (in Jena):
Dr. Bernd Nestler, Claudia Hilbert
Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstr. 11, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 948003 bzw. 948005
E-Mail: ,

 

Meldung vom: 2016-07-06 08:32

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