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Teufelsbegleiter, Umweltverpester und Grundchemikalie

Internationale Chemie-Konferenz vom 24.-29. Juli 2016
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19.07.2016

Wenn der Teufel erscheint - egal ob auf der Theaterbühne oder in der Mythologie -, dann qualmt es meist und stinkt nach Schwefel. Dieser gelbe, nichtmetallische Feststoff ist der ständige Begleiter des höllischen Gesellen. Und auch als Komponente des sauren Regens besitzen Schwefeloxide eine kritische Seite. Andererseits gehört Schwefelsäure zu den meistproduzierten Grundchemikalien, die die chemische Industrie antreiben. In der belebten Natur kommt Schwefel in Form von organischen Verbindungen vor, zum Beispiel in Knoblauch, Zwiebel, im Shiitake und in Proteinen oder bei Stoffwechselvorgängen von Mikroorganismen, deren Energiegewinnung ohne Schwefel nicht möglich wäre.

Dies sind nur einige der vielfältigen Aspekte des Schwefels, die ihn zu einem der wichtigsten Arbeitsgebiete der Chemie machen. Eine der renommiertesten Konferenzen auf diesem Gebiet ist das "International Symposium on Organic Chemistry of Sulfur", dessen 27. Auflage vom 24.-29. Juli 2016 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattfindet. Zur ISOCS-27 erwartet das Organisationsteam um Prof. Dr. Wolfgang Weigand etwa 200 Teilnehmer aus 30 Ländern. Eröffnet wird die Tagung am Montag, dem 25. Juli, mit einem Grußwort des Jenaer Uni-Präsidenten Prof. Dr. Walter Rosenthal. Daran schließt sich der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Eric Block (USA) an, der über "50 years of smelling sulphur - from the chemistry of garlic to the molecular basis for olfaction" spricht und die Teilnehmer auf eine olfaktorische Zeitreise mitnimmt.

Während der Tagung werden in nahezu 70 Vorträgen und ebenso vielen Posterpräsentationen die neuesten Erkenntnisse im Bereich der organischen Schwefelchemie präsentiert und diskutiert - dies alles getreu dem Tagungsmotto "Von der Grundlagenforschung zur Anwendung". Da den Chemikern die Nachwuchsförderung sehr wichtig ist, bleibt der Dienstagnachmittag den jungen Kräften vorbehalten, die ihre Forschungen vor großem Publikum präsentieren können - unter das sich hoffentlich kein gehörnter Geselle schleicht.

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Weigand
Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstraße 8
07743 Jena
Tel.: 03641 / 948160
E-Mail:

 

 

Meldung vom: 2016-07-19 12:00

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