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Strahlenbelastung bei Schilddrüsendiagnostik gesenkt

Doktorandin der Klinik für Nuklearmedizin erhält Forschungspreis
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02.09.2016

Gutartige Erkrankungen der Schilddrüse sind weit verbreitet. Neben Medikamenten und Operationen steht Patienten die Therapie mit radioaktivem Jod zur Verfügung, die sogenannte Radiojodtherapie. Dabei wird die vergrößerte Schilddrüse von "innen" bestrahlt. Um die erforderliche Menge an Radioaktivität für den einzelnen Patienten exakt zu ermitteln, wird die Therapie in einem sogenannten Radiojodtest simuliert. Dafür ist bisher oft das Isotop Jod-131 verwendet worden. Seit wenigen Jahren ist es jedoch auch möglich, ein anderes Isotop des Elements Jod, Jod-124, im Rahmen einer PET/CT-Untersuchung einzusetzen. Diese Kombination eines nuklearmedizinischen Diagnoseverfahrens (PET) mit Röntgendiagnostik (CT) liefert den Medizinern umfangreiche Bilder und Informationen. Wie gering dabei die Menge von Jod-124 sein darf, um dennoch Ergebnisse mit Aussagekraft zu erzielen, hat Anja Sophie Gabler untersucht. Morgen (3.9.) erhält die Doktorandin der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) dafür den Wissenschaftspreis der Thüringer Gesellschaft für Radiologie und Nuklearmedizin.

"Die Patienten sind einer geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt und die Kosten für die Therapie können gesenkt werden", fasst Gabler die Vorteile zusammen. Die 24-Jährige absolviert derzeit ihr Praktisches Jahr und hat sich im Rahmen ihrer Dissertation über eineinhalb Jahre mit dem Radiojodtest auseinandergesetzt. Die Ergebnisse ihrer durch den Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, Privatdozent Dr. Martin Freesmeyer, betreuten Forschungsarbeit sind im "Journal of Nuclear Medicine", dem führenden Journal des Fachgebiets Nuklearmedizin veröffentlicht worden. Als Autoren waren neben Gabler und Dr. Freesmeyer auch Dr. Thomas Winkens und der Medizinphysik-Experte Christian Kühnel beteiligt. "Wir sind sehr stolz über diese Auszeichnung", betont PD Dr. Freesmeyer. "Die Förderung junger Mediziner ist uns ein besonderes Anliegen." Mit der Auszeichnung durch die Thüringer Gesellschaft für Radiologie und Nuklearmedizin sind Gelder für weitere Forschungsarbeiten verbunden.


Kontakt:
PD Dr. Martin Freesmeyer
Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 933220
E-Mail:


 

Meldung vom: 2016-09-02 08:08

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