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Dr. Unbekannt

Koordinationsstelle an der Universität Jena unterstützt deutsche Hochschulen bei der Erfassung ihrer Promovierenden / Publikation zur Promovierendenerfassung erschienen
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10.10.2016

 

Viele Universitäten in der Bundesrepublik wissen nur sehr wenig über ihren wissenschaftlichen Nachwuchs. Das spiegelt sich vor allem in den Zahlen zur Promotion wider. Wie viele Nachwuchswissenschaftler mit einer Promotion beginnen und auch wie viele abgebrochen werden, ist den Universitäten meist unbekannt. Deshalb lässt sich die Gesamtzahl der Promovierenden in Deutschland nur schätzen. Dass Zahlen fehlen oder bisher nicht erhoben wurden, liegt u. a. daran, dass die Promotion bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern direkt erfolgt und es keine übergeordneten Instanzen gibt. Gerade bei sehr großen Universitäten ist ein Überblick aus diesem Grund bisher schwer. Aber fest steht: Deutsche Universitäten müssen mehr über ihre Promovierenden erfahren, auch weil sie alle zum Ende des Jahres 2017 erstmals Daten über ihre Promovierenden erheben und an das Statistische Bundesamt liefern müssen.


Uni Jena: Vorreiter in der Datenerfassung

Die Koordinierungsstelle Nachwuchsinformationen - UniKoN des "Universitätsverbands zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland" (UniWiND), die an der Universität Jena ihre Heimstatt hat, hilft ihnen dabei. "Was in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis oft ein sehr komplexer Vorgang", sagt Alexander Schwarzkopf, Leiter der Koordinierungsstelle, die in die Graduierten-Akademie der Uni Jena eingebunden ist. "Nicht nur, dass die Universitäten eine funktionierende Software benötigen, die die oftmals großen Unterschiede in der Promotionspraxis zwischen verschiedenen Fakultäten und Fachbereichen abbilden kann. Auch Verwaltungsvorgänge müssen überprüft und zum Teil gegen Widerstände angepasst werden".

Da die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) einer der bundesweiten Vorreiter in der systematischen Erfassung ihrer Promovierenden ist, ist die Koordinierungsstelle in der Saalestadt angesiedelt. "Die Prozesse, die anderen Universitäten noch bevorstehen, sind an der FSU schon größtenteils abgeschlossen", so Schwarzkopf. Dank dieser Erfahrungen könne die Koordinierungsstelle nun auch andere Universitäten dabei beraten. "Die größte Herausforderung wird es aber sein, alle Promovierenden bundesweit nach einheitlichen Kriterien zu erfassen, um die Daten dann auch vergleichen zu können", so Schwarzkopf weiter. Deshalb biete man auf der UniKoN-Website wichtige Informationen zur einheitlichen Datengewinnung im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses.


Publikation ab sofort erhältlich

Als Informations- und Beratungsstelle für Universitäten ist die "UniWiND-Koordinierungsstelle Nachwuchsinformationen - UniKoN" Ansprechpartner in allen Fragen rund um die Erhebung von Daten über den wissenschaftlichen Nachwuchs und vermittelt den Kontakt zu anderen Universitäten. Um eine bundesweit einheitliche Erhebung zu fördern, gründete der Universitätsverband UniWiND im Jahr 2013 die Arbeitsgruppe "Promovierendenerfassung". Ein Ergebnis der AG ist die Publikation "Promovierendenerfassung - Leitfaden für einen einheitlichen Datensatz", die jetzt als Band 7 in der UniWiND-Publikationsreihe erschienen ist (ISSN: 2199-9325). Die Publikation wird von der UniWiND-Geschäftsstelle, welche zurzeit ebenfalls an der Jenaer Graduierten-Akademie angesiedelt ist, an alle UniWiND-Mitglieder versendet und kann bei Bedarf auch bestellt werden. Zudem steht sie als Download für alle Interessierten bereit.

Das Verbundprojekt UniKoN der Friedrich-Schiller-Universität Jena und UniWiND werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Weitere Informationen zum Projekt und dem Leitfaden sind zu finden unter: www.unikon.uniwind.org.

Kontakt:
Alexander Schwarzkopf
UniWiND-Koordinierungsstelle Nachwuchsinformationen
Graduierten-Akademie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Johannisstraße 13, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 930394
E-Mail: u


 

 

 

Meldung vom: 2016-10-10 12:01

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