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Röntgenstrahlung von Neutronensternen

Ernst-Abbe-Kolloquium am 2. November mit Physiker Prof. Dr. Joachim E. Trümper
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29.10.2016

Auch Sterne sterben - einige erlöschen, andere hingegen en­den in einem großen Big Bang. Dazu gehören Neutronensterne, die beim Kol­laps eines massereichen Sterns entstehen, der nach der Erschöpfung seines Kernbrennstoffs als Supernova explodiert. Diese Neutronensterne besitzen ex­treme Eigenschaften: Sie sind sehr klein (mit Radien von 10-12 km), haben enorme Dichten (Milliarden Tonnen pro Kubikzentimeter) und besitzen super­starke Magnetfelder (100 Millionen Tesla).

Solche Neutronensterne, die erst in den 1960er Jahren als Radiopulsare und als helle Röntgenquellen in Doppelsternsystemen entdeckt wurden, stehen im Mittelpunkt des 67. Ernst-Ab­be-Kolloquiums, das von der Friedrich-Schiller-Uni­versität Jena und der Ernst-Abbe-Stiftung ausgerichtet wird. Am 2. November spricht Prof. em. Dr. Joachim E. Trümper um 17.00 Uhr im Zeiss-Pla­ne­tarium Jena (Am Planetarium 5) über "Röntgenstrahlung von Neutronensternen", der Eintritt ist frei.


Ernst-Abbe-Kolloquium: 24 Jahre Erkenntnisgewinn

Der renommierte Physiker vom Max-Planck-Institut für extraterretrische Physik nimmt die Besucher zum einen in die 50-jährige Ent­deckungs- und Erkenntnis­geschichte zu Neutronensternen mit. Zum anderen kann man mit Prof. Trüm­per, der über 700 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht hat, auch am Anfang des Ernst-Abbe-Kolloquiums "an­docken". Der heute 83-jährige, vielfach ausgezeichnete Physiker hielt am 9. Dezember 1992 den Pre­mie­renvortrag der Kolloquiumsreihe: Er sprach damals über den Röntgensatelliten ROSAT. Mit ROSAT wurde die erste vollständige Himmelsdurchmusterung mit einem Rönt­genteleskop durchgeführt, womit die Zahl der Survey-Quellen von 840 auf 125.000 stieg.

Heute, 24 Jahre später, weiß man durch eine Fülle astronomischer Beobach­tungen in allen Spektralbereichen viel mehr über Neutronensterne und ihre Rolle im kosmischen Geschehen. Eine besondere Rolle haben dabei Beobach­tungen der Röntgenstrahlung gespielt, die aufgrund extrem hoher Tempe­ratu­ren an der Stern-Oberfläche oder bei Wechselwirkungen relativistischer Elek­tro­nen in der ausgedehnten Magnetosphäre entsteht. "In meinem Vortrag wird ein allgemein-verständlicher Überblick über dieses Forschungsgebiet gegeben, das sich in den letzten 50 Jahren entwickelt hat", verspricht Trümper, der in ge­wohnter Weise am Ende seines Vortrags für Fragen zur Verfügung stehen wird.

 

 

Meldung vom: 2016-10-29 11:52

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