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Die Revolution in der Provinz

Tagung über das Ende der Monarchie in den deutschen Kleinstaaten vom 30.11.-2.12.
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27.11.2016

 

Im Herbst 1918 ging der Erste Weltkrieg zu Ende, im November dankte Kaiser Wilhelm II. ab. In Berlin wurde die Republik ausgerufen, Arbeiter- und Soldatenräte übernahmen die Macht im Lande.

Doch wie verlief dieser tiefgreifende Wandel in der Provinz? Gaben die zahlreichen Fürsten in den deutschen Kleinstaaten ihre Titel freiwillig ab? Fragen wie diesen geht die Konferenz "Das Ende der Monarchie in den deutschen Kleinstaaten" nach, die vom 30. November bis zum 2. Dezember an der Universität Jena stattfindet. Ausgerichtet wird die Tagung von der Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens.

Noch immer gebe es keine vergleichende Revolutionsgeschichte der deutschen Länder, sagt der Historiker PD Dr. Stefan Gerber von der Universität Jena. Schon 1968 habe der lippische Archivar und Landeshistoriker Erich Kittel eine solche Gesamtdarstellung gefordert - die Umsetzung stehe bis heute aus.

Die Jenaer Tagung ist dem Ziel gewidmet, die Forschungslücke etwas zu verkleinern. Die Historiker nehmen dabei die thüringischen Kleinstaaten ebenso in den Blick wie Lippe, Schaumburg-Lippe, Anhalt, Braunschweig und Waldeck-Pyrmont.


Öffentlichkeit ist eingeladen

Zum Auftakt spricht Prof. Dr. Alexander Gallus aus Chemnitz am Mittwoch (30. November) über "Eine vergessene Revolution revisited. Die Umbrüche von 1918/19 vor ihrem Zentenarium". Der öffentliche Vortrag im Hörsaal 250 des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1) beginnt 18.15 Uhr, Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei.

"Wir fragen insgesamt danach, wie sich in den Jahren 1918/19 Legitimitätsverfall und Verfassungswandel in den deutschen Kleinstaaten auswirkten", sagt Stefan Gerber. Dabei seien politikhistorische und rechtsgeschichtliche Perspektiven maßgeblich.

Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen, die am 1. Dezember ab 9.00 Uhr im Senatssaal des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1) beginnt.

Kontakt:
PD Dr. Stefan Gerber
Historisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 13, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944445
E-Mail:

 

 

Meldung vom: 2016-11-27 06:40

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