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Bäderkultur im Römischen Reich

Öffentliche Hans-Lietzmann-Vorlesung am 1. Dezember im Großen Rosensaal
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29.11.2016

"Antike Badeanlagen und ihre Transformation zwischen Spätantike, Frühmittelalter und frühbyzantinischer Zeit", so lautet der Titel der öffentlichen Hans-Lietzmann-Vorlesung am Donnerstag (1. Dezember) an der Universität Jena. Prof. Dr. Ortwin Dally vom Deutschen Archäologischen Institut in Rom spricht darüber am Donnerstag (1. Dezember) um 18.15 Uhr im Großen Rosensaal (Fürstengraben 27), Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

In den Städten des Imperium Romanum erfüllten die Thermen und Bäder wichtige soziale Funktionen. Reich ausgestattet mit Ehren- und Idealstatuen waren sie Zentren der öffentlichen Kommunikation, an denen Fragen der städtischen Identität ebenso verhandelt wurden wie solche nach der Einbindung in das kaiserzeitliche Römische Reich, der Ressource Wasser oder körperlicher Ertüchtigung.

In der Spätantike trat eine Veränderung ein: Zwar blieben viele Thermen in Gebrauch, doch die Räume wurden umgestaltet. Die Statuen - vorher integraler Bestandteil der Bäder - wurden zunehmend transferiert, christlich überformt oder zerstört. So werden neue Badegewohnheiten ebenso sichtbar wie neue Diskurse, die u. a. auf den christlichen Einfluss und eine allmähliche Neubewertung der Semantik des Wassers, der Hygiene und der Nacktheit schließen lassen. Im Vortrag werden die Linien bis in die islamische Periode ausgezogen, als der Badebetrieb neu belebt wird.

Prof. Dr. Ortwin Dally ist Klassischer Archäologe und seit 2014 Leitender Direktor der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts. Der gebürtige Mülheimer erforscht insbesondere Konzepte von Vergangenheit in der Antike und ihre Visualisierung sowie die "Pflege" und "Restaurierung" von Denkmälern in Antike und Spätantike.

Die traditionsreiche Hans-Lietzmann-Vorlesung wird seit 1995 jährlich von der Professur für Kirchengeschichte und dem Institut für Altertumswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgerichtet. Benannt ist die Vorlesungsreihe nach dem evangelischen Kirchenhistoriker Hans Lietzmann (1875-1942), der von 1905 bis 1923 als Professor für Kirchengeschichte in Jena wirkte. Lietzmann verband die Erforschung der antiken Kirchengeschichte mit neutestamentlicher Wissenschaft, Klassischer Philologie und Archäologie.

Kontakt:

Prof. Dr. Katharina Bracht
Theologische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 6, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 941135
E-Mail:   

 

Meldung vom: 2016-11-29 09:29

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