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Münzen, die Glück bringen

Ein japanischer Münzbaum ist Objekt des Monats im Dezember 2016
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02.12.2016


Objekt des Monats Dezember 2016 aus den zahlreichen Sammlungen und Museen der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist ein japanischer Münzbaum aus der Sammlung Siebold des Orientalischen Münzkabinetts der Universität Jena.

Obwohl es sich beim Objekt des Monats um einen Münzbaum handelt, waren seine einzelnen Bestandteile offenbar nie als Zahlungsmittel gedacht. Denn auf den Münzen befindet sich weder ein Wert noch ein Hoheitszeichen. Vielmehr stellt der japanische Münzbaum aus Metall einen Glücksbringer dar. So ist in der Krone der japanische Gott des Reichtums Daikoku abgebildet, der auf einem Reisballen sitzt. Der Glücksgott ist an seinem schwarzen Hut, dem geschulterten Sack und seinem stets lächelnden runden Gesicht zu erkennen. Die dritte Münzreihe verweist erneut auf Daikoku, während die zweite, unterhalb der Krone, dem Buddhismus huldigt. In der vierten Reihe zeigt sich ein Volksglauben: Ein Affe führt ein Pferd, das er laut chinesischer Tradition zu beschützen vermag. 

Heinrich von Siebold, der fast 30 Jahre in verschiedenen Missionen als Diplomat in Japan aktiv war, verkaufte seine umfangreiche Sammlung an den Weimarischen Großherzog Alexander. Etwa 1.000 ostasiatische und ein Dutzend japanischer Münzen kamen direkt aus Japan in das damalige Großherzogliche Münzkabinett, das heutige Orientalische Münzkabinett der Universität Jena.

Der Münzbaum und weitere wertvolle Stücke aus fünf wissenschaftlichen Sammlungen sind noch bis zum 8. Dezember in der Ausstellung "Weimar - Tokyo und die Universität Jena im Kaiserreich" im Ausstellungskabinett des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1) zu sehen.

Weitere Informationen zum Münzbaum sind hier zu finden.

Kontakt:
Prof. Dr. Norbert Nebes
Institut für Orientalistik, Indogermanistik und Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
Löbdergraben 24a, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 944850
E-Mail:  

Meldung vom: 2016-12-02 10:00

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