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Südafrikanischer Experte für Handelspolitik geehrt

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät verleiht Ehrendoktortitel an Peter Draper
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05.12.2016

TTIP und CETA sind in aller Munde. Die Verhandlungen über die Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA und Kanada werden seit Monaten kontrovers und unter starker öffentlicher Anteilnahme und großer Medienpräsenz geführt. Dabei entsteht vielleicht manchmal der Eindruck, als ginge es beim Abschluss bi- oder multilateraler Handelsabkommen in erster Linie darum, die eigene Wirtschaft gegen feindliche Einflüsse von außen zu verteidigen. Das verkenne natürlich das eigentliche Ziel solcher Verträge, nämlich verbesserte Wettbewerbschancen aller Beteiligten, erklärt Prof. Dr. Silke Übelmesser von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Daher seien Handelsabkommen ein wichtiges Instrument der Wirtschaftspolitik weltweit, so die Finanzwissenschaftlerin weiter.

Wie sich die Handels- und Investitionspolitik im südlichen Afrika gestaltet, das analysiert der südafrikanische Wirtschaftswissenschaftler Peter Draper in seiner viel beachteten Arbeit. Der Wissenschaftler aus Pretoria wird dafür morgen (6. Dezember) von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Die feierliche Ehrenpromotion findet im Rahmen der Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der Fakultät statt, zu der die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Die Veranstaltung findet ab 16.30 Uhr im Hörsaal 1 am Uni-Campus (Carl-Zeiß-Str. 3) statt.

Peter Draper ist Direktor der Beratungsfirma Tutwa Consulting und Gastprofessor an der Business School der University of Witwatersrand. "Er ist ein ausgewiesener Experte für Handels- und Investitionspolitik, der von den Fachkollegen weltweit geschätzt wird", sagt Prof. Übelmesser. Insbesondere seine wirtschaftspolitische Arbeit sei von großer Bedeutung für die aktuelle Forschung. "Die Volkswirtschaftslehre hat sich mittlerweile als empirisch ausgerichtete Sozialwissenschaft etabliert, die von der Kooperation theoretisch und praktisch arbeitender Fachleute lebt", macht Übelmesser deutlich. Zu den Praktikern, insbesondere in wirtschaftspolitischen Fragen, gehöre Peter Draper.


Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft

Mit seiner Ehrendoktorwürde zeichnet die Fakultät vor allem die Leistungen Drapers an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aus. Als ehemaliger Mitarbeiter im Handelsministeriums seines Heimatlandes, als Programmdirektor beim South African Institute of International Affairs sowie als unabhängiger Berater für internationale Organisationen, Wirtschaftsverbände und weltweit agierende Nichtregierungsorganisationen hat sich der 50-Jährige neben einer außergewöhnlichen Expertise auch ein umfangreiches Forschungsnetzwerk aufgebaut, das bis nach Jena reicht.

"Wir arbeiten mit Peter Draper bereits seit über zehn Jahren sehr intensiv zusammen", sagt Prof. Dr. Andreas Freytag, Inhaber des Jenaer Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik, der auch die Laudatio für den neuen Ehrendoktor halten wird. So hat Draper nicht nur mehrfach die Universität Jena besucht: "Es gibt auch zahlreiche gemeinsame Projekte und Publikationen, Jenaer Doktoranden und Studierende absolvieren auf Drapers Vermittlung Praktika in Südafrika und entwickeln mit ihm neue Forschungsideen", sagt Freytag, der selbst mehrere wissenschaftliche Aufsätze mit seinem südafrikanischen Kollegen veröffentlicht hat. Durch die Ehrung erhoffe man sich eine weitere Intensivierung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit, von der insbesondere Nachwuchswissenschaftler profitieren könnten. 

Kontakt:
Prof. Dr. Silke Übelmesser, Prof. Dr. Andreas Freytag
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 943230, 03641 / 943250
E-Mail: ,

 

 

 

Meldung vom: 2016-12-05 12:26

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